Interview mit der Sängerin Elbenita Kajtazi

Elbenita Kajtazi ist seit der Spielzeit 2016/2017 Mitglied des Ensembles am Aalto-Musiktheater. In den letzten Monaten konnte man die junge kosovarische Sopranistin mehrfach auf der Bühne, unter anderem als Adina in „Der Liebestrank“, als Pamina in „Die Zauberflöte“ oder als Barbarina in ,,Die Hochzeit des Figaro“, erleben.

Mit 15 Jahren haben Sie angefangen das Ziel zu verfolgen Opernsängerin zu werden. Wie sind Sie dazu gekommen?

Ich habe schon sehr früh angefangen mich für Musik zu begeistern. Mit sieben Jahren hatte ich bereits mein erstes Kinderkonzert. Mit fünfzehn Jahren besuchte ich ein Musikgymnasium. Dort habe ich eine Aufnahme von Maria Callas gehört und sie wurde zu meinem Vorbild. Im Kosovo gibt es kein Opernhaus, deshalb habe ich mir viele Videos von Opern im Internet angeschaut. Nach der Schule studierte ich vier Jahre Gesang an der Universität in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo.

In der nächsten Spielzeit singen Sie viele spannende Rollen. Auf welche freuen Sie sich am meisten? Gibt es eine Rolle, die Sie besonders herausfordert?

Ich freue mich auf alles! Am meisten freue ich mich, dass ich Violetta in „La Traviata“ singen kann, da Violetta eine sehr anspruchsvolle Rolle ist. Zudem ist Gretel für mich eine spannende Rolle, die aufgrund des deutschen Textes und der darstellerischen Herausforderung für mich schwer zu lernen ist.

Wie bereiten Sie sich und Ihre Stimme auf eine Vorstellung vor?

Vor einer Vorstellung esse ich gut und schlafe sehr viel – mindestens zehn Stunden. Zudem verhalte ich mich sehr ruhig und versuche wenig zu sprechen.

Gibt es Dinge, auf die Sie wegen Ihres Berufes verzichten müssen?

Ja, man muss auch auf Vieles verzichten. Als Opernsängerin hat man kein „normales“ Leben. Ich bin oft alleine und habe wenig Zeit für meine Familie. Mein Mann lebt in Freiburg und wir sehen uns nur selten. Aber die Oper ist für mich wie eine Therapie. Der Applaus nach einer Vorstellung gibt einem ein großartiges Gefühl und der Grund dafür, dass ich auf Vieles gerne verzichte.

Sie habe schon oft auf der Bühne gestanden. Haben Sie trotzdem noch Lampenfieber?

Bei meiner ersten Vorstellung war ich so nervös, dass ich nie wieder auf die Bühne wollte. Mittlerweile ist es für mich normal und ich habe keine Angst mehr auf die Bühne zu gehen, sondern freue mich darauf.

Opern gibt es in vielen verschiedenen Sprachen. Fällt es Ihnen schwer auf anderen Sprachen zu singen?

Ich spreche Albanisch, Englisch, Italienisch und etwas Deutsch. (Anm. d. Red.: Deutsch spricht Elbenita Kajtazi sogar richtig gut!) Schwierigkeiten habe ich mit französischen Texten, da ich die Sprache noch nicht gut kenne. Es ist sehr interessant in unterschiedlichen Sprachen zu singen. Aber es braucht auch viel Zeit den Text zu übersetzen und gut zu verstehen.

Wie wichtig ist für Sie eine glaubwürdige Darstellung der Rollen, die Sie auf der Bühne spielen?

Eine glaubwürdige Darstellung ist für mich sehr wichtig, um Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen. Ich versuche alle Rollen sorgfältig zu studieren, indem ich mich frage, was die Person bei den verschiedenen Handlungen fühlt und denkt. Man kann nicht nur spielen es muss echt sein und das Ziel ist es, die „gespielte“ Figur zu sein.

Welche Musik hören Sie in Ihrer Freizeit?

Mein Lieblingssänger ist im Moment Ed Sheeran. Ich höre eigentlich wenig Musik in meiner Freizeit, sondern lese lieber oder gucke viele Filme.

Wie gefällt es Ihnen hier am Aalto-Theater in Essen? Können Sie sich vorstellen noch länger hier zu bleiben?

Hier im Theater gefällt es mir sehr gut und ich werde für die nächste Zeit auf jeden Fall hier bleiben. Hier kann ich große Rollen ausprobieren und die Akustik sowie das Orchester sind großartig. Aber ich möchte später auch noch an vielen anderen Opernhäusern singen.

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Autoren:

Tabea macht ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet mit Lioba, die bereits im Oktober bei uns war und uns als Praktikantin nun wieder unterstützt, von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.

Abgetaucht – Ich bin dann mal weg!

Die beiden Freundinnen Crizzy und Hexe Kleinlaut freuen sich schon auf ihren gemeinsamen Urlaub am Meer … Es gibt nur ein Problem: Hexe Kleinlaut leidet unter einer schrecklichen „Aquaphobie“. Die Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren helfen Crizzy dabei, Kleinlauts Angst vor dem Wasser zu überwinden.

„Wo der Spaß anfängt, da hört die Angst auf“

Bei uns wird der wasserscheuen Hexe mit Spiel, Spaß und Musik die Angst vor dem vielfältigen Element Wasser genommen! Oft ist uns gar nicht bewusst, wie oft wir Wasser in unserem Alltag begegnen. Gemeinsam entdecken die Kinder, wie unterschiedlich Wasser schmecken und aussehen kann. Wie Hexe Kleinlaut erfährt, kann Wasser nicht nur gefährlich sein, sondern ist lebenswichtig für alle Menschen, Tiere und Pflanzen auf unserem Planeten.

„Wasser kann auch klingen“

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Rauschende Wellen, prasselnder Regen oder ein tropfender Wasserhahn … Wasser klingt nicht immer gleich. Mit Wassertrommeln, die aus Kürbissen gebaut werden (Kalebasse) und mit Flaschenflöten kann sogar mit Wasser Musik gemacht werden. Mit einem Sound-Rätsel können sich die jungen Zuschauer aktiv am Geschehen beteiligen und ihre Lauscher auf die Probe stellen. Es wurden Klospülungen, plätschernde Seeufer, Wasserfälle und viele weitere Geräusche, die mit Wasser zu tun haben, vertauscht und erraten 🙂

Dann wollen Crizzy und Hexe Kleinlaut wissen, wie das Wasser eigentlich in den Himmel kommt … Mit einem Lied und einem Mitmach-Rap lernen die Kinder den Weg des Wassers von der Erde in den Himmel – und wieder zurück – kennen.

Dann ist es endlich so weit und Hexe Kleinlaut lernt Schwimmbewegungen!

Jetzt steht dem gemeinsamen Sommerurlaub von Crizzy und Hexe Kleinlaut nichts mehr im Weg und beide freuen sich darauf, sich im Meer, Badesee oder Freibad abzukühlen.

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Autoren:

Tabea macht ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet mit Lioba, die bereits im Oktober bei uns war und uns als Praktikantin nun wieder unterstützt, von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.