Gut maskiert ist halb gewonnen – Der Beruf des Maskenbildners

Am 20. November war es wieder soweit! JOTA stand mal wieder vor der Tür. Dieses Mal ging es um den Beruf des Maskenbildners. Wir hatten die Gelegenheit zwei Maskenbildnerinnen des Aalto-Theaters an ihrem Arbeitsplatz zu besuchen und zu erfahren, welche Aufgaben in ihren Tätigkeitsbereich fallen.

Nicht nur Schminken ist ein wesentlicher Bestandteil des Berufs, sondern auch Frisieren, Perücken knüpfen und Wunden herstellen gehören dazu. So wird natürlich jeder Darsteller auf der Bühne vor seinem ersten Auftritt geschminkt, im Arbeitsalltag – abseits der Vorstellungen – muss aber auch viel vorbereitet werden.

Zu Beginn haben wir erst einmal geklärt, welche Aufgaben zu diesem vielseitigen Beruf gehören. Uns wurde verdeutlicht, dass nicht nur das Schminken ein wesentlicher Bestandteil dieses Berufs ist. Die Schminke ist zwar wichtig für den richtigen Ausdruck des Darstellers auf der Bühne, jedoch sind auch das Perückenknüpfen, Frisieren und Modellieren von (verletzten) Körperteilen sehr wichtig.

Um eine Perücke zu knüpfen muss der Maskenbildner sich beispielsweise erst einmal ein paar Fragen stellen:

  • Möchte ich echtes Haar benutzen? (Echthaar wird zum Beispiel gespendet oder verkauft und dieses kann dann im Theater-Großhandel in allen Farben und Strukturen erworben werden)
  • Möchte ich die Haare selber färben oder bestelle ich die Haare direkt in der gewünschten Farbe?
  • Habe ich die genauen Maße des Tänzers oder Sängers bereits, um die Perücke genau der Kopfform anzupassen? (Die Abdrücke werden mit Holz oder Gips gemacht und dann in der Werkstatt in einem großen Regal gelagert und gekennzeichnet (siehe Foto unten).)

Besonders bemerkenswert ist, wie wir finden, dass es wirklich total lange dauert, bis eine Perücke fertig geknüpft und praktisch bereit für die Bühne ist! Es dauert im Schnitt circa 40 Arbeitsstunden, was aber immer davon abhängt wie dick die Haare sind und wie viele Haare man mit einem „Stich“ knüpft. Außerdem kann es ja sein, dass es eine Perücke mit Halbglatze wird, dann dauert es natürlich nicht so lange!

Die Ausbildungszeit eines Maskenbildners beträgt drei Jahre. In einer Abschlussprüfung müssen die Lehrlinge ihre angelernten Fähigkeiten unter Beweis stellen, und zum Beispiel Fantasiemasken, die den ganzen Kopf bedecken, modellieren. Das Ganze muss in einem streng begrenzten Zeitraum geschehen. An mehreren Tagen werden die Abschlussprüfungen, die sowohl theoretisch als auch praktisch sind, abgelegt. So müssen nicht nur praktische Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden. Ein Maskenbildner muss beispielsweise ebenso über historische Frisuren bestens Bescheid wissen.

Die normale Arbeitszeit von Maskenbildern beträgt ca. 40 Stunden in der Woche, dazu zählt aber z. B. auch, dass sie zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn anfangen die Künstler für die Vorstellung zu schminken und zu frisieren, denn wenn es sich anbietet werden auch richtige Frisuren gemacht ohne das man eine Perücke benutzt , und das dauert ja auch seine Zeit. Vor einer Vorstellung sind bis zu 18 Maskenbildner/-innen gleichzeitig im Dienst.

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Autoren
Felicitas und Magdalena sind regelmäßige Teilnehmerinnen von JOTA und schreiben über ihre Erlebnisse im Jugendtreff.

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