AaltoMobil: von den Proben bis zur Aufführung

„Wien. Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember[…]“. Das war der Satz, welcher mit einer tiefen Stimme in meinem Kopf hängen geblieben ist. Dieser Satz stammt aus einer AaltoMobil Produktion, welche „ Mozarts phonetischer Fingerabdruck“ heißt.

Schon zu Anfang meiner Praktikumszeit wurde ich in die Proben von AaltoMobil miteinbezogen. Es war der erste Tag und ich durfte bei den Proben zuschauen. Ich hatte kleine Aufgaben, die ich machen durfte wie zum Beispiel aufschreiben, was man verbessern könnte an diesem Stück sowie das Einrichten der Requisiten. Das Stück hatte eine nicht so ganz große Besetzung (So sah es zumindest aus), aber dennoch war es sehr unterhaltsam. Es gab drei Sänger*innen und ein Streichquartett, welche alle sehr nett rüberkamen. Das Stück an sich hatte etwas Witziges und Dramatisches.

Am nächsten Tag waren nur die Darsteller*innen da, die szenisch proben mussten. Da hat man gemerkt, was für einen großen Unterschied es macht, wenn die Musik da ist und wenn sie fehlt. Ohne die Streicher war die Probe irgendwie leer, als wenn etwas fehlen würde.

Spannender wurde es meiner Meinung nach bei der Generalprobe, welche am Donnerstag, 9. Juni 2022 stattgefunden hat, denn sowohl die Streicher*innen als auch die Sänger*innen waren sehr aktiv dabei. Die Musiker*innen haben das Stück und die Musik gefühlt, während die Darsteller*innen voll und ganz in ihre Rollen geschlüpft sind. Die Schauspieler*innen waren so sehr in ihre Rolle, dass manchmal etwas gemacht wurde, was so nicht eigentlich geplant war. Mit anderen Worten: Sie haben manchmal improvisiert, ohne dass sie es merkten. Somit wirke das Stück noch authentischer.

Dann kam der Tag der Aufführung: am Freitag, 10. Juni 2022 war die Premiere des Stückes „Mozarts phonetischer Fingerabdruck“. Das Problem ist nur, dass ich nicht da war :-(. Aber am Montag, 13. Juni, war ich dabei. Da wurde das Stück zweimal in einem Altenheim aufgeführt. Im ersten Durchgang war ich als Fotografin zuständig. Ich musste (gute) Fotos machen, damit sie vielleicht irgendwo veröffentlicht werden :-). Beim zweiten Durchgang saß ich als Zuschauerin dabei.

Der dritte Aufführungstag war in einem anderen Altenheim und auch da war es meine Aufgabe, Fotos zu machen. Da die Spielfläche in den Altenheimen anders aufgebaut war, gab es mal gute, mal schlechtere Fotos. Auch nach den Aufführungen beider Tage habe ich beim Einrichten und Aufräumen mitgeholfen.

Das Stück dauert circa eine Stunde und diese war überhaupt nicht langweilig, denn sie wurde mit ästhetischen Mitteln, Stücken von den Streicher*innen und dem Gesang der Darstellenden gefüllt. Es wurde mal leiser, mal lauter, dann traurig und witzig und glücklich. Bei den Aufführungen waren die Leute im Altenheim sehr begeistert. Wie ich mitbekommen habe, haben auch die älteren Zuschauer mitgeklatscht in einer Szene. Das sah sehr lebendig und zufrieden aus. AaltoMobil war anders als ich gedacht habe. Das war eine gute und interessante Abwechslung, da ich auch abseits des Theaters mein Praktikum verbringen konnte und ich sehen konnte, wie auch außerhalb des Theaters Menschen durch eine Aufführung Begeisterung und Freude zeigen. Das AaltoMobil bedeutete zwar etwas Hin- und Herlaufen, aber an sich war es entspannt und eine gute Zeit, auch wenn ich als Person etwas zurückhaltender bin. Man braucht halt seine Zeit, um sich an eine Situation zu gewöhnen 🙂

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Autor:

Valeria hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater. Außerdem war sie Teilnehmerin des Tanz-Workshops im Rahmen des Schulprojekts AkzepTANZ in den Schuljahren 2019/2020 und 2020/2021.

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