Es weihnachtet sehr!

Es ist ganz schön ruhig auf unserem Blog geworden. Das liegt aber keinesfalls daran, dass wir nichts zu berichten hätten sondern vielmehr daran, dass wir gerade viele verschiedene Baustellen haben und schlichtweg keine Zeit gefunden haben, ein Update zu liefern.

Jetzt aber!

Nun stecken wir schon mitten in der Adventszeit und kommen durch unsere Weihnachtsprogramme auch schon richtig in Stimmung. Vergangenes Wochenende gab es in der Philharmonie ordentlich „Rabatz unterm Weihnachtsbaum“. Draußen war es sonnig und knackig kalt und im RWE-Pavillon wurde es gemütlich weihnachtlich. Zusammen mit den Kindern wurde über Baumschmuck gesprochen und fröhlich gesungen. Das war ein großer Spaß und wir freuen uns schon, wenn es am Sonntag mit Hexe Kleinlaut, den Weihnachtsvorbereitungen und „10 kleinen Weihnachtsmännern“ weitergeht. Fotos folgen 😉

Außerdem ist Hexe Kleinlaut am 18. Dezember auf Zollverein zu Gast und wird auch dort hexen, singen und sich Mühe geben, nicht vorzeitig alle Türchen des Adventskalender zu öffnen.

Apropos Adventskalender! Der digitale Adventskalender des Aalto-Theaters ist natürlich auch in diesem Jahr wieder am Start. In 24 kurzen Videos wird die Weihnachtsgeschichte erzählt – Marias und Josephs Herbergssuche im Theater, ein Krippenbild und natürlich viel Musik warten auf euch. Schaut mal rein!

Und was darf an Weihnachten auf gar keinen Fall fehlen, natürlich auch nicht bei uns im Theater? Natürlich, der Tannenbaum! Im Foyer steht schon seit zwei Wochen der Wunschbaum. Am geschmückten Baum hängen Wünsche von Kindern, die mit ihren Familien in Essen eine Zuflucht gefunden haben. Mit dem Wunschbaum will das Aalto-Theater in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk Essen Kindern aus solchen Familien zu Weihnachten einen Herzenswunsch erfüllen. Alle Theatergänger sind aufgerufen, bei ihren Vorstellungsbesuchen einen dieser Weihnachtswünsche vom Baum zu nehmen und zu erfüllen. Dabei sollten die Geschenke nicht teurer als € 30,00 werden und die Maße von 50cm x 50cm x 30cm nicht überschreiten. Bis zum 15. Dezember 2019 (3. Advent) können die verpackten Geschenke (mit angehängtem Wunschzettel) an der – rund um die Uhr besetzten – Bühnenpforte des Aalto-Theaters (Straßenbahnhaltestelle
„Aalto-Theater“) abgegeben oder per Post an: Aalto-Theater, Stichwort „Wunschbaum“, Opernplatz 10, 45128 Essen gesendet werden.

Die Geschenke sammeln wir dann, bis diese abgeholt werden, in unserem Büro. Hier wird es immer voller und enger aber es ist wirklich schön, den ganzen Tag buntes Geschenkpapier und so viele erfüllte Wünsche um sich zu haben. Und es werden von Tag zu Tag mehr 🙂

Am 20. Dezember findet die diesjährige Weihnachts-Teatime unter dem Motto „Süßer die Glocken nie wimmeln“ im Aalto-Foyer statt. Auch hierfür stehen wir in den Startlöchern. Fräulein Vorlaut kann es kaum erwarten, ihre Gäste und sich selbst so richtig in Weihnachtsstimmung zu singen.

Wir melden uns ganz bald wieder und wünschen euch eine schöne Adventszeit!

 

Hallo Spielzeit 2019|2020!

Wir sind wieder hier und wir starten direkt voll durch!

Es wird schon wieder fleißig für das Oper Kleinlaut-Programm „Rotkäppchen und der Aufschneider“ geprobt, unser gemeinsames Theaterfest mit allen Sparten steht auch schon vor der Tür und der erste Jugendtreff findet am 30. September statt.

Wir freuen uns sehr auf die neue Spielzeit, auf euch und viele spannende Projekte!

Schaut mal rein, was in den kommenden Monaten alles auf dem Programm steht: https://www.theater-essen.de/oper/kinder-jugend/

Bis ganz bald
Marie-Helen & Sandra

Wir sind dann mal weg – bis Ende August

„Wenn die Opern dich umbrausen mit Getön, dann genieße auch die Pausen: Sie sind schön.“ – Heinz Erhardt

Nach einem tollen JOTA Spezial Workshop-Tag (ein paar Bilder findet ihr unten) verabschieden wir uns für 6 Wochen in die spielfreie Zeit und sind erst ab dem 29. August wieder erreichbar.

Wir wünschen euch allen einen schönen Sommer und erholsame Sommerferien.

Schon jetzt freuen wir uns riesig auf euch in der Spielzeit 2019/2020. Am 30. September starten wir mit unserem ersten Jugendtreff: „Pique Dame“ – Die Oper zum Spiel

Eure

Marie-Helen und Sandra

 

 

Very British!

Schon gewusst, dass in England eine Briefmarke, die die Königin abbildet nicht kopfüber aufgeklebt werden darf, da dies als Verrat betrachtet werden könnte? Das klingt ganz schön gefährlich und verrückt aber festgenommen wurde in den letzten Jahren mit Sicherheit niemand wegen eines solchen Vorfalls. Das allein klingt aber schon spannend genug, um mal genauer einen Blick auf das Vereinigte Königreich zu werfen.

So haben wir am Montag unseren Jugendtreff „JOTA“ ganz im Zeichen von England und den Proms-Konzerten gestaltet. Wir haben über England, Schottland, Wales, Nordirland – kurzum über das gesamte Vereinigte Königreich gesprochen: Über bekannte Sehenswürdigkeiten und eindrucksvolle Landschaften, wie die Tower Bridge oder die Highlands und auch über die Entstehung der Flagge des Vereinigten Königreichs. Der sogenannte „Union Jack“ ergibt sich aus einer Art Zusammenführung der verschiedenen Flaggen von England, Schottland und Nordirland. (Wales war bereits vor der Gründung des Vereinigten Königreichs England angeschlossen worden und findet sich deshalb nicht in der Flagge.)

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Selbstverständlich haben wir auch über die Queen und die gesamte Royal Family gesprochen. Denn was wäre England ohne den Buckingham Palace und die Geschichten um das Königshaus. Hochzeiten (und teilweise auch Geburtstage) werden groß gefeiert und die Zeremonien werden sogar im Fernsehen übertragen.

Aber das Vereinigte Königreich hat noch viel mehr spannende Persönlichkeiten zu bieten als „nur“ die Queen und ihre Familie. Schließlich gibt es einige weltberühmte Personen, die aus diesem Inselstaat kommen: William Shakespeare, Elton John, Robbie Williams, Harry Potter, Robin Hood, Die Beatles, David Beckham oder die Band Queen.

Und was ist noch alles typisch englisch? Klar: rote Telefonzellen, rote Busse, schwarze Taxen, urige Pubs und der Linksverkehr! Die kulinarischen Köstlichkeiten wurden natürlich auch nicht außer Acht gelassen: Fish and Chips, Tee, Frühstücksgewohnheiten und die Erfindung des Sandwiches. Ein gewisser John Montagu, der 4. Earl of Sandwich, soll so gerne Kartenspiele gespielt haben und wollte keine allzu großen Pausen einlegen, sodass ihm die einfache Speise, die man mit einer Hand halten kann, in den Sinn kam.

Nach so viel Klatsch und Tratsch über das Vereinigte Königreich haben wir auch endlich die Proms-Konzerte unter die Lupe genommen. Die „Proms“ (promenade series) sind eine alljährliche Konzertreihe, die erstmals im Jahre 1895 stattfand. Die Idee war es, Menschen für diese Konzerte zu begeistern, die sich sonst nicht unbedingt für klassische Musik interessierten. Die Atmosphäre ist zwanglos, die Kartenpreise sind erschwinglich bis günstig und es gibt keine Kleiderordnung. Im Sommer finden innerhalb dieser Reihe um die 70 Konzerte statt. Das Highlight – die „Last Night of the Proms“ – ist weit über die Grenzen Englands hinaus bekannt. Ist die erste Hälfte noch ein „klassisches“ Konzert, wird es im zweiten Teil bunt und verrückt. Die Besucher des Konzerts singen mit, wippen im Stehen und schwenken Fahnen. Weil es viel mehr begeisterte Besucher als Plätze in der Royal Albert Hall gibt, wird das Konzert auch im Hyde Park auf Leinwänden übertragen. Diesen Übertragungen folgen mehrere Zehntausende Menschen.

Das Ganze macht so viel Spaß, dass wir dieses Format der „Last Night of the Proms“ ins Aalto-Theater geholt haben. Auch hier wird sich verkleidet, mitgesungen und mitgewippt:

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Wer sich mit bewegten Bildern auf die diesjährige „Last Night of the Proms“ in London am 14. September vorbereiten möchte, kann sich mal durch folgende Youtube-Links klicken:
https://www.youtube.com/watch?v=vpEWpK_Dl7M (Land of Hope and Glory)
https://www.youtube.com/watch?v=041nXAAn714 (Jerusalem; God Save the Queen)
https://www.youtube.com/watch?v=rB5Nbp_gmgQ (Rule Britannia)
https://www.youtube.com/watch?v=RpYQPTEmmVw („Mary Poppins“-Medley)

Bach – Der Himmel lacht, die Erde jubiliert!

Fräulein Vorlaut und Professor Gisbert Träge haben sich mal wieder auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben – zusammen mit den Essener Philharmonikern. Im Mittelpunkt des Konzerts stand der Komponist Johann Sebastian Bach. Was für eine Persönlichkeit!
Wir haben einige Musikstücke von Bach gehört und einiges über sein Leben erfahren. Um die ganzen Informationen zu veranschaulichen, gab es ein Memory-Spiel zu bestimmten Zahlen, anhand derer man sich einige Infos über Bach gut merken kann.
Kurzum: Wir haben die folgenden bezeichnenden Zahlen aus Bachs Leben im Kopf behalten:

2: Johann Sebastian Bach war zwei Mal verheiratet.
4: Er hat 4 Wochen im Gefängnis verbracht.
9: Mit 9 Jahren wurde er zum Vollwaisen.
14: Hier haben wir es mit einem Zahlenrätsel zu tun: die einzelnen Buchstaben seines Namens werden zusammengezählt. Die Zahlen ergeben sich daraus, an welcher Stelle der jeweilige Buchstabe im Alphabet steht: B=2, A=1, C=3, H=8. Und das ergibt insgesamt 14.
20: Er hatte 20 Kinder
41: Diese Zahl ergibt sich aus den Initialen seines Vornamens und seines Nachnamens: J (zählt als i) =9, S=18, BACH=14. Und das ergibt insgesamt 41.
65: Er ist 65 Jahre alt geworden.
150: Es gibt weltweit circa 150 Briefmarken, die etwas mit unserem Komponisten zu tu haben.
450: Bach arbeitete in Arnstadt und wollte den Organisten Dietrich Buxtehude in Lübeck hören – also machte er sich auf den Weg und bewältigte ungefähr 450 km zu Fuß.
111: So viele Werke sind von Bach überliefert.
1685: In diesem Jahr wurde er geboren.
1750: Und in diesem Jahr ist er gestorben.

Nächste Woche gibt es noch zwei Mal die Gelegenheit, zusammen mit Fräulein Vorlaut und Professor Gisbert Träge, der Musik von Johann Sebastian Bach zu lauschen, hautnah an den Musikern zu sein und spannende Hintergrund-Informationen zu sammeln: am 5. Juni um 10 Uhr und am 9. Juni um 11 Uhr, bei uns im Aalto-Foyer.

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Ein bisschen proben und fertig ist die Oper?!

Wenn man in einer Opernaufführung sitzt, denkt man nicht, wie viel Arbeit hinter einer Opernproduktion steckt. Gut, die Künstler werden ein bisschen proben, denkt man, und irgendjemand wird sich auch ums Bühnenbild und die Kostüme kümmern.
Aber wie lange dauert es wirklich, bis eine Produktion es auf die Bühne schafft?
In meiner Praktikumszeit hat die Premiere der Oper „Medea“ von Aribert Reimann stattgefunden, die erst 2010 in Wien uraufgeführt wurde und daher für fast alle SängerInnen noch unbekannt war. Lediglich die Darstellerin der Medea hat diese Partie bereits vorher in Frankfurt und Wien gesungen und kam extra für diese Oper an das Aalto-Theater.

Anderthalb bis zwei Jahre vor der Premiere wird beschlossen, dass eine Oper am Aalto-Theater aufgeführt werden soll. Für die Oper Medea bedeutet das, dass erste Planungen bereits im Jahr 2017 begannen. Es wird ein Konzept entwickelt und die entsprechenden Darsteller für die Rollen ausgewählt. Außerdem wird das Bühnenbild entworfen. Der Bühnenbildner baut ein Modell von diesem, woraufhin die Werkstätten schauen, inwiefern die Idee verwirklicht werden kann und welches Budget dafür verwendet werden muss. Nach dem Modell wird dann das Bühnenbild gebaut. All diese Aspekte werden bereits ein Jahr vor der Premiere bearbeitet.
Da Medea eine moderne Oper ist, die im Repertoire der meisten Darsteller noch nicht vorhanden ist, begannen bereits vor der Sommerpause erste Proben mit den Solisten und den Korrepetitoren. Diese üben mit den Solisten ihre Partie, damit sie diese bei den Endproben sicher beherrschen.

Sechs Wochen vor der Premiere beginnen die eigentlichen Proben. Dazu findet zunächst ein Konzeptionsgespräch mit dem Regieteam, dem Intendanten und den Darstellern statt, bei welchem das Regiekonzept erläutert wird. Ab diesem Zeitpunkt finden die Proben auf der großen Probebühne statt, zunächst noch in provisorischen Kostümen und Bühnenbildern.

In den zwei Wochen vor der Premiere konzentrieren sich die Aufgaben dann auf die Endproben mit allen künstlerisch Beteiligten auf der großen Bühne. Nachdem zunächst die Proben mit den Solisten, gegebenenfalls mit dem Chor, dem Regisseur, dem Souffleur sowie einem Pianisten stattfinden, beginnen die Proben mit dem Orchester. Jetzt tragen die Darsteller auch ihre Kostüme, das vollständige Bühnenbild ist auf der Bühne. Zur Klavierhauptprobe und Orchesterhauptprobe, spätestens aber zur Generalprobe fügen sich die Einzelstücke zusammen und man sieht das Ergebnis der vielschichtigen und langen Arbeit vieler Beteiligter, welches die Zuschauer dann bei der Premiere auf der Bühne bewundern können.

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Autor
Lena ist Studentin und absolviert ein dreiwöchiges Praktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Eindrücken am Aalto-Theater.

Jahresende

Stern über Betlehem, zeig uns den Weg … Jingle Bells, Jingle Bells … Engel auf den Feldern singen … Kling, Glöckchen, klingelingeling … O du fröhliche … Lasst uns froh und munter sein … O Tannenbaum …

Weihnachten kann kommen! Wir haben schon lauter Ohrwürmer von den schönsten Weihnachtsliedern, die wir in den vergangenen Wochen im Rahmen von Kindervorstellungen im Aalto-Theater und in der Philharmonie gesungen haben.

Heute Abend steht endlich wieder „Hänsel und Gretel“ auf dem Programm! Am 30. Dezember und 6. Januar gibt es übrigens noch weitere Vorstellungen. Wir werden auf jeden Fall dabei sein und freuen uns schon riesig auf das Abtauchen in eine fantastische Traumwelt, gigantische Kekse und natürlich den Abendsegen 🙂

Euch allen wünschen wir eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2019. Wir melden uns Anfang Januar wieder und verraten euch, was wir noch alles für diese Spielzeit planen!

Viele Grüße

Marie-Helen und Sandra

Es weihnachtet sehr…

Wir bereiten derzeit „teatimes“,  Kinderstücke mit Hexe Kleinlaut, Kartenabreißerin Claudia und Fräulein Vorlaut sowie Jugendtreffen vor… Da kommt der Blog leider gerade viel zu kurz! Bald werden wir aber mal ausführlicher berichten, wie unsere Vorweihnachtszeit aussieht.

Zusätzlich drehen wir lauter Videos für unseren Adventskalender. Wenn ihr also verfolgen wollt, was wir so treiben – dann öffnet jeden Tag ein neues Türchen 😉

Hier geht es zum Aalto-Adventskalender: https://www.app-helper.com/advent/?appid=23872&cs=1

Unbenannt

Und wer mag, schaut einfach mal bei uns vorbei (eine Stunde vor jeder Vorstellung ist das Foyer geöffnet) und pflückt sich einen Wunsch von unserem Wunschbaum im Foyer. Kindern aus geflüchteten Familien wollen wir so Herzenswünsche erfüllen.

Die Geschenke sollten nicht teurer als 30 Euro sein und die Maße von 50cm x 50cm x 30cm nicht überschreiten. Bis zum 16. Dezember 2018 (3. Advent) können die verpackten Geschenke dann an der rund um die Uhr besetzten Bühnenpforte des Aalto-Theaters (Straßenbahnhaltestelle „Aalto-Theater“) abgegeben oder per Post an das Aalto-Theater, Stichwort „Wunschbaumaktion“, Opernplatz 10, 45128 Essen gesendet werden. Die Übergabe der Päckchen erfolgt in den Tagen vor Heiligabend.

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Eine (triefend-sentimentale, Anm. der Red.) Liebeserklärung ans Theater!

Dass das Theater ein fabelhaft-aufregender Ort ist, ist tagtäglich bewusst. Wo sonst findet sich so viel Kreativität, Organisationstalent und Handwerkskunst auf so engem Raum? Von morgens bis spätabends sind zahlreiche Leute im Haus: Sänger, Tänzer, Techniker, Maskenbildner, Requisiteure und so weiter und so fort. In Büros, in kleinen Proberäumen oder im angrenzenden Stadtgarten kann man in Ruhe arbeiten oder mal abschalten. Wer mag, kann aber auch den lieben langen Tag mit Kollegen im Austausch stehen.

Und dann werden mir mitten in der Spielzeit zwei Weisheitszähne gezogen und ich bin gezwungen zu Hause auf dem Sofa zu sitzen. Und wo könnte man mehr Zeit zum Nachdenken finden, wenn nicht mit Schmerztabletten auf dem Sofa? Viele würden jetzt sagen: „Sei doch froh, mal ein paar Tage nicht zur Arbeit zu müssen.“ Aber ich gehe ja nicht einfach zur Arbeit. Ich gehe ins Theater. Das Theater kein Ort, an dem ich meinem „9 to 5“-Job nachgehe, sondern der Ort, auf den ich mich schon beim Aufwachen freuen kann. Es ist einfach ein großer Vorteil, wenn man seine Leidenschaft zum Beruf machen kann. Nicht einfach einen Job zu machen, um Geld zu verdienen, sondern (wow, es trieft hier förmlich von Idealismus , Anm. d. Red.) um das mit Begeisterung zu tun, was einem wirklich gefällt.

Die Aufgaben an sich sind nicht das Einzige, das dem Theaterleben die besondere Atmosphäre verleiht. Es sind die kleinen Dinge, die nebenher geschehen: Singende Kollegen im Aufzug, das Üben der Musiker, das man im Vorbeigehen hört oder die Mithöranlage im Büro, die einen das Geschehen auf der Bühne mit den Ohren beobachten lässt.

Tja, wenn man dann mal ein paar Tage krank zu Hause verbringt, merkt man noch mehr, was das Theater für einen bedeutet, weil es einfach viel mehr ist, als bloß ein Arbeitsplatz. (Was für ein Süßholzgeraspel!, Anm. d. Red.)

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…Gut, dass ich heute wieder hier sein kann. Zu Hause rumsitzen scheint einen schon fast gruselig-sentimental werden zu lassen …  Endlich kann ich wieder über die langen Wartezeiten am Aufzug schimpfen, mir Bastelprojekte überlegen, mich mit den Kollegen austauschen, der Musik über die Mithöranlage folgen und den Menschengruppen im Park beim Grillen zusehen.