Wir sind wieder hier!

Was hatten wir für einen herrlicher Sommer! Das Wetter war einfach phänomenal und wir sind schön verreist und haben ein wenig die Seele baumeln lassen.

Seit vergangenem Donnerstag sind wir wieder zurück und sind schon wieder voll bei der Sache (naja, eher bei ganz vielen tollen Sachen). Wir proben bereits für das neue Programm von Oper Kleinlaut mit dem Titel „Ruckedigu, da fehlt doch ein Schuh!“ und auch die Vorbereitungen für das Theaterfest sind in vollem Gange.

Wir versprechen euch: Es wird eine fabelhafte Spielzeit 18/19 und wir freuen uns schon riesig darauf, euch bei unseren Jugendtreffs wiederzusehen, mit euch in den Ferien Hexenhäuser zu bauen und die Märchenwelt wieder zur Kur zu bestellen 🙂

Schaut mal rein, was in den kommenden Monaten alles auf dem Programm steht:

https://www.theater-essen.de/oper/kinder-jugend/

Bis ganz bald

Marie-Helen & Sandra

JOTA Spezial 2018

Konnichiwa! Was für ein spannender und kreativer Workshop-Tag unter dem Motto „Japan“!

Es wurde gebastelt, gemalt, geschminkt, gesungen, getanzt, geschreinert und inszeniert. Herausgekommen sind fabelhafte Bilder, Kimonos, japanische Masken, Schmetterlings-Installationen, ein Paravent, ein Tanz und ein inszenierter Einblick in die japanische Kultur.

Um 12 Uhr ging es los und alle Teilnehmer sind in ihre jeweiligen Workshops abgetaucht. In der Rüstmeisterei wurden Schmetterlingsinstallationen vorbereitet, im Ballettsaal wurde ein japanischer Tanz einstudiert, auf unserer großen Probebühne wurde nach japanischer Kunst gemalt und drei Etagen unter der Erde fanden der Regie- und Gesangworkshop ihren Arbeitsplatz auf einer weiteren Probebühne. Der Masken-Workshop bemalte Masken, die Teilnehmer konnten sich als Geisha schminken lassen und es wurden blutig aussehende Wunden erstellt. In der Schreinerei wurde an einem Paravent gewerkelt und in der Kostümabteilung wurden Happi (traditionelle japanische Jacken) gestaltet.

Anders als in den vergangen Jahren gab es am Ende des Tages keine einzelnen Präsentationen der Workshops im Foyer, sondern eine „große“ Gesamtshow. Den Zuschauern wurden japanische Traditionen – wie beispielsweise eine Teezeremonie, die Nationalhymne Japans und ein Tanz zu japanischer Musik präsentiert. Die Darsteller auf der Bühne trugen die vorbereiteten Happi des Kostüm-Workshops und der Paravent der Schreinerei, die gemalten Bilder und Schmetterlingsinstallationen peppten das Bühnenbild auf. Und auch das Publikum wurde bei einem Mitmach-Song eingebunden.

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Ein herrlicher Tag mit hunderten kreativen Ideen! Wir freuen uns jetzt schon auf JOTA Spezial im nächsten Jahr, wenn es rund ums Thema „Wasser“ geht 🙂

Wer danach immer noch nicht genug von Japan hatte, besuchte im Anschluss an den Workshop-Tag JOTA Spezial die Vorstellung von „Madama Butterfly“.

Die Wiederaufnahme der Zaubertröte: Wie man eine vorlaute Oper auf die Bühne bringt

Vor hunderten Zuschauern auf einer riesigen Bühne werden im Aalto Theater unter anderem große Opern und Ballettklassiker gespielt. Aber auch eigene Stücke werden hier produziert. So steht auf dem Spielplan zwischen Schwanensee und Troubadour „Die Zaubertröte“, ein Stück das in diesem Haus selbst geschrieben wurde.

In dem Stück, dass 2013 Premiere feierte und jetzt wiederaufgenommen wird, findet sich der mutige Jüngling Tamino aus der Oper „Die Zauberflöte“ in dem Kostümfundus des Aalto-Theaters wieder. Dort wird er erstmal von Fräulein Vorlaut und Miss Betterknower unter die Lupe genommen. Auch ein Maskenbildner und ein Hausmeister kommen dazu. Alle gemeinsam hinterfragen sie die Geschichte von Mozarts Oper, ihren Helden und warum sich Taminos Zauberflöte eher anhört wie eine Zaubertröte.

In der Zeit meines Praktikums an diesem Haus konnte ich bei einigen Proben und der Wiederaufnahme des Stückes dabei sein. In der Woche vor der Vorstellung waren schon ein paar Einzelproben von Tamino und Fräulein Vorlaut, die gemeinsam Taminos Text durchgegangen sind. Doch die wirklichen Proben gingen erst in der Woche der Aufführung los:

MONTAG:

11:00-13:00 Uhr: Lese- und Gesangsprobe, Probebühne 1. Die Besetzung der Zaubertröte ist gemeinsam vor dem Klavier der Probebühne versammelt und geht gemeinsam die Arien, Songs und anderen Gesangseinlagen des Stückes durch. Darauf folgt die Leseprobe auf der Terrasse. Wenn man sich diese anguckt, so wird schon eher klar, wie die Figuren und Szenen aufgebaut sind und worum es in dem Stück überhaupt geht.

13:00-17:30 Uhr: Beleuchtungsprobe. Für die Beleuchtungsprobe ist das Bühnenbild größtenteils aufgebaut, ab jetzt wird nämlich auf der richtigen Bühne gearbeitet. Bei der Beleuchtungsprobe wird bei jeder Stimmung überprüft, ob das Licht von der früheren Vorstellung noch passt, zum Beispiel muss eine Tür die auf der Bühne steht richtig angestrahlt werden. Bei dieser Probe war zuerst nur die Technik und dann auch Marie-Helen Joël als Regisseurin anwesend. Dabei durfte ich als Beleuchtungsstatist auf die Bühne, denn die richtigen Darsteller sind bei dieser Probe nicht dabei.

18:00-20:30 Uhr: Bühnenprobe. Bei diesem Durchlauf wird immer wieder unterbrochen um noch zu klären wer sich wann genau an welchem Ort aufhält. Anstatt der ganzen Band wird nur mit Klavier geprobt und auch Kostüme werden nicht vollständig angezogen. Insgesamt zeigt sich, dass an manchen Stellen noch etwas fehlt, wie Textsicherheit oder Timing, aber das meiste geht schon. Für mich wird der Inhalt des Stückes immer klarer.

DIENSTAG:

10:00-13:30 Uhr: Bühnenprobe. Noch einmal wird das Stück wie am Vortag durchgegangen. Immer noch ohne Kostüme, dafür mit Band. Angefangen wird mit einem Soundcheck, also werden erst einmal die einzelnen Lieder aus dem Stück gespielt. Dabei stellt die Tontechnik die Lautstärke der Sänger und der Band so ein, dass sie für den Zuschauer in der richtigen Balance zu hören sind. Nach dem Soundcheck gibt es noch einen Durchlauf des Stückes. Das Stück läuft immer besser, aber einen Tag später um diese Zeit ist auch schon die Aufführung.

15:00-17:00 Uhr: Beleuchtungsprobe. Es werden noch einmal Effekte getestet und einzelne Stimmungen mit den Erfahrungen der letzten Proben optimiert. Damit wird alles bereit gemacht für die Generalprobe.

18:00-20:30 Uhr: Generalprobe. Der letzte Durchlauf vor der Aufführung. Einige Verbesserungen wurden vorher noch einmal besprochen und die letzten Macken werden nach der Generalprobe noch ausgebeult. Alle fühlen sich bereit für Mittwoch.

MITTWOCH:

11:00 Uhr: Wiederaufnahme. Alle verfügbaren Plätze sind besetzt. 600 Grundschüler warten auf die Aufführung der Zaubertröte. Und dann geht es los: Erst die Ouvertüre, dann kommt Tamino, der aus der Versenkung hochgefahren wird. Das Stück läuft, und es läuft gut. Die Witze funktionieren und die jungen Zuschauer kommen mit der komplexen Handlung der Zauberflöte zurecht, die in dem Stück erklärt wird und sind begeistert. Am Ende gibt es sogar noch eine Zugabe!

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Autor

Nicolas absolviert ein vierwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von seinen Erlebnissen am Aalto-Theater.   

Eine (triefend-sentimentale, Anm. der Red.) Liebeserklärung ans Theater!

Dass das Theater ein fabelhaft-aufregender Ort ist, ist tagtäglich bewusst. Wo sonst findet sich so viel Kreativität, Organisationstalent und Handwerkskunst auf so engem Raum? Von morgens bis spätabends sind zahlreiche Leute im Haus: Sänger, Tänzer, Techniker, Maskenbildner, Requisiteure und so weiter und so fort. In Büros, in kleinen Proberäumen oder im angrenzenden Stadtgarten kann man in Ruhe arbeiten oder mal abschalten. Wer mag, kann aber auch den lieben langen Tag mit Kollegen im Austausch stehen.

Und dann werden mir mitten in der Spielzeit zwei Weisheitszähne gezogen und ich bin gezwungen zu Hause auf dem Sofa zu sitzen. Und wo könnte man mehr Zeit zum Nachdenken finden, wenn nicht mit Schmerztabletten auf dem Sofa? Viele würden jetzt sagen: „Sei doch froh, mal ein paar Tage nicht zur Arbeit zu müssen.“ Aber ich gehe ja nicht einfach zur Arbeit. Ich gehe ins Theater. Das Theater kein Ort, an dem ich meinem „9 to 5“-Job nachgehe, sondern der Ort, auf den ich mich schon beim Aufwachen freuen kann. Es ist einfach ein großer Vorteil, wenn man seine Leidenschaft zum Beruf machen kann. Nicht einfach einen Job zu machen, um Geld zu verdienen, sondern (wow, es trieft hier förmlich von Idealismus , Anm. d. Red.) um das mit Begeisterung zu tun, was einem wirklich gefällt.

Die Aufgaben an sich sind nicht das Einzige, das dem Theaterleben die besondere Atmosphäre verleiht. Es sind die kleinen Dinge, die nebenher geschehen: Singende Kollegen im Aufzug, das Üben der Musiker, das man im Vorbeigehen hört oder die Mithöranlage im Büro, die einen das Geschehen auf der Bühne mit den Ohren beobachten lässt.

Tja, wenn man dann mal ein paar Tage krank zu Hause verbringt, merkt man noch mehr, was das Theater für einen bedeutet, weil es einfach viel mehr ist, als bloß ein Arbeitsplatz. (Was für ein Süßholzgeraspel!, Anm. d. Red.)

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…Gut, dass ich heute wieder hier sein kann. Zu Hause rumsitzen scheint einen schon fast gruselig-sentimental werden zu lassen …  Endlich kann ich wieder über die langen Wartezeiten am Aufzug schimpfen, mir Bastelprojekte überlegen, mich mit den Kollegen austauschen, der Musik über die Mithöranlage folgen und den Menschengruppen im Park beim Grillen zusehen.

Prinzessin Leila, Ritter Donnergaul und Drache Sommersprossi

Was für eine Woche! In der zweiten Woche der Osterferien hat unser „Ferienabenteuer Vorlaut“ stattgefunden. Diesmal ging es um Ritter, Prinzessinnen und einen Drachen namens Sommersprossi.

Gemeinsam mit über 30 Kindern haben wir eine Geschichte um die Hauptfigur Prinzessin Leila erfunden. Diese mittelalterliche Dame wurde – mitsamt ihrer Badewanne – von einem Drachen entführt und musste von ihrem Prinzen Donnergaul und dessen Freunden gerettet werden. Letztendlich stellte sich heraus, dass der Drache Sommersprossi die Prinzessin entführt hatte, weil er so einsam war und sich Gesellschaft wünschte. Und so durfte unser Drache am Ende auf die Burg zu Prinzessin Leila und Ritter Donnergaul ziehen.

Aber: So eine Geschichte ist bei vielen Mitdenkenden zwar schnell zusammengesponnen, doch aus der Idee ein richtiges Bühnenstück zu machen, gestaltet sich als etwas aufwändiger.

So wurde vier Vormittage lang das Bühnenbild gebastelt, die Kostüme erstellt, Tänze erlernt und das gesamte Stück auf die Beine gestellt. Und was braucht man für ein Bühnenbild, wenn es um Ritter und Prinzessinnen geht? Natürlich eine Burg! Über Wochen hinweg haben wir zahlreiche Kartons und Pappen gesammelt, um im Rahmen des Ferienabenteuers eine Burg daraus zu basteln. Das ist aus dem Karton-Sammelsurium letztendlich geworden:

Die meisten teilnehmenden jungen Damen hatten ein eigenes Prinzessinnenkostüm von der letzten Karnevalsfeier. Ansonsten haben wir aber alles selber gebastelt oder aus dem Fundus bekommen. Der Drache war sogar eine echte Sonderanfertigung! Unsere Kostümabteilung ist einfach der Kracher und hat uns einen phänomenalen Drachenkörper genäht:

Drache Sommersprossi

Der Kopf lässt sich ganz einfach nachbasteln: Es müssen lediglich zwei aufgeblasene Luftballons mit Kreppklebeband verbunden werden. Und dann werden gerissene Zeitungsstücke mit Kleister aufgetragen (mindestens 3 Lagen Zeitungspapier). Ohren und Nüstern können ebenfalls aus Zeitungspapier hergestellt und angebracht werden. Und zum Schluss kann der Drachenkopf bemalt und mit Krepppapier etc. ausgestattet werden.

Unsere Probebühnen sind im großen Bastelchaos versunken. Aber genau so lieben wir es: Ein klein bisschen chaotisch, lauter Ideen springen einem entgegen und jeder kann sich kreativ austoben! Bunte Farben und viel Glitzer machen einfach Spaß 😉

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Viele Abteilungen – Ein Vorstellungsformat

In der letzten Woche trat mal wieder Hexe Kleinlaut auf. Diesmal mit ihrem Kinderprogramm „Sonne, Mond und Sterne“. Spielerisch und musizierend diskutierte sie mit den Kindern über einen Umzug auf den Mond und brachte ihnen währenddessen viel über Planeten, die Sterne, … kurz: über den gesamten Nachthimmel.

Aber wer ist eigentlich alles an so einem Programm beteiligt? Wen und was braucht man alles, damit die Kindervorstellungen der Hexe Kleinlaut über die Bühne gehen können? Natürlich die Hexe Kleinlaut und das ein oder andere Musikinstrument! Das reicht aber noch lange nicht. Ohne die Hilfe der Kollegen aus den verschiedensten Abteilungen – wie der Technik oder der Requisite – geht nicht viel!

Also: das Fundament des Ganzen bildet die theaterpädagogische Abteilung. Diese denkt sich schon lange vor der Spielzeit ein Thema aus, zu dem ein kurzer Text für das Programmheft geschrieben wird. Dann wird recherchiert und es werden Ideen und Informationen gesammelt. Marie-Helen und Sandra haben da großen Spaß dran, weil sie bei jedem Thema selber noch was dazulernen können 😉 Das Programm wird dann immer konkreter und es wird ein Skript geschrieben.

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Vor der Generalprobe wird dann eine Liste mit allen Dinge erstellt, die für das Programm benötigt werden. Diese Liste wird dann an die verschiedenen beteiligten Bereiche des Aalto-Theaters weitergeleitet. Was glaubt ihr, wie viele Abteilungen, allein an dem Programm „Sonne, Mond und Sterne“, beteiligt waren? Zwei? Oder drei? Viel mehr!

Die Technik-Abteilung ist für den Bühnenaufbau zuständig. Für „Sonne, Mond und Sterne“ haben zwei Techniker eine blaue Stellwand und vier Traversen (das sind so große Aluminium-Träger), aufgestellt. (Das sieht man auf den Bildern auch ganz gut.)

Die Requisite beinhaltet all das, womit die Darsteller – in diesem Fall also Hexe Kleinlaut – während des Programms arbeiten: Eine große Flagge beispielsweise, damit Hexe Kleinlaut sie (als Anspielung an die amerikanische Flagge bei der Mondlandung) schwenken kann, einen Apfel am Stiel, um einen Meteoriten spielerisch nachzustellen und noch viele weitere Sachen (siehe Bilder). Aus der Deko-Abteilung werden weitere Dinge für die Kulisse benötigt, wie zum Beispiel die grünen Grasteppiche, auf die sich die Kinder setzen können. Meistens stammen die Requisiten und Deko-Artikel aus einem riesigen Lager mit Sachen, die bei Aufführungen am Aalto-Theater irgendwann mal benötigt wurden oder werden. Manche Dinge werden aber auch extra für die Kindervorstellungen hergestellt. Oft bringen Marie-Helen und Sandra auch Krimskrams von Zuhause mit, der als Requisite genutzt werden kann oder basteln selber darauf los 🙂

Die Beleuchtungsabteilung ist für das Licht zuständig und leuchtet das Foyer nett ein. Bei Vorstellungen im Opernzelt gibt es ganz viele Scheinwerfer und Lichteffekte während der Vorstellungen. Im Rahmen von „Sonne, Mond und Sterne“ reichen lediglich zwei Scheinwerfer aus, die die Spielfläche ausleuchten.

Die Haustechnik sorgt dafür, dass Treppenaufgänge, die nicht genutzt werden sollen, abgesperrt sind.

Die Mitarbeiter der Kostüm- und der Maskenabteilung verwandeln Marie-Helen Joël in Hexe Kleinlaut. Aus der Kostümabteilung wird das Kostüm der Hexe Kleinlaut benötigt, das irgendwann mal dort zusammengestellt und genäht wurde. Eine Maskenbildnerin schminkt Marie-Helen und setzt ihr die Kleinlaut-Perücke auf.

Und dann braucht man ja auch noch Musiker! Bei „Sonne, Mond und Sterne“ sitzt Juriko Akimoto am Klavier und Niklas Schwarz spielt die Bratsche. Die beiden treffen sich mit Kleinlaut natürlich nicht erst kurz vor der Vorstellung, sondern haben mit unserer Opernhexe vorab schon einige Proben gehabt.

Wenn dann alles beisammen ist, kann das Konzert endlich kommen. Jetzt braucht man nur noch ganz viele Kinder, die zusammen mit Hexe Kleinlaut, Juriko und Niklas das Weltall „erkunden“ und bestaunen!

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Autor

Antonia hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.     

Sonnensystem-Bastelei

Am Sonntag geht es los mit Hexe Kleinlaut und ihrem Kinderprogramm „Sonne, Mond und Sterne“. Ein fabelhaftes Thema, um mal wieder eine kreative Bastelaktion zu starten!

Und schon ging es los: Informationen über Planeten sammeln, Materialien bereitlegen und sich in „Schutzkleidung“ schmeißen  🙂

Ganz maßstabsgetreu lassen sich die Planeten unseres Sonnensystems leider nicht verbasteln (wenn der Jupiter einen Durchmesser von ungefähr 26 cm hätte, dürfte der Merkur nur circa 1 cm groß sein). Aber es geht ja darum, Anschauungsmaterial zu haben, das zu Gesprächen anregt und uns das Bühnenbild aufpeppt.

Für die Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun) werden acht Luftballons benötigt: Die Luftballons der Planetengröße entsprechend aufpusten (Merkur und Mars sehr klein, Erde und Venus etwas größer, Uranus und Neptun noch etwas größer, Saturn nochmal größer und für den Jupiter einfach den Ballon so groß aufblasen, wie es möglich ist).

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Dann heißt es: Kleister anrühren und Zeitungspapier in kleine Stücke reißen. Nun werden alle Luftballons mit Zeitungspapier vollgekleistert. Schön dicht, dass man den Luftballon nicht mehr darunter sehen kann. (Am „Aufpuste-Loch“ des Ballons kann man die einzelnen Bastelprojekte an einem Faden oder Basteldraht zum Trocknen aufhängen.)

Über Nacht trocknen lassen und am nächsten Tag eine weitere Schicht Zeitung mit Kleister auf die Ballons auftragen. Wieder eine Nacht warten und am kommenden Tag wieder eine Schicht Zeitungspapier ankleistern … und wieder trocknen lassen. Nach drei Schichten Zeitungspapier sind die Pappmasché-Kugeln ziemlich robust und die Luftballons im Innern können kaputt gestochen/geschnitten und vorsichtig herausgeholt werden. Jetzt müssen nur noch die kleinen Löcher mit Zeitung und Kleister füllen und schon sind die einzelnen Planeten bestenfalls rund (oder zumindest planetenartig geformt ;-)).

27544694_1776945852379673_4640552653898850271_nDer Saturn benötigt natürlich noch Ringe. Einfach stabile Pappe zurechtschneiden, dass ein Ring aus Pappe um die entsprechende Pappmasche-Kugel montiert werden kann. Diesen kann man – für mehr Stabilität – mit Basteldraht befestigen und auch mit Zeitungspapier bekleistern und wieder trocknen lassen.

Endlich geht der spaßige Teil des Bastelprojekts los. Einfach die gewünschten Farben mischen und mit einem Pinsel auf die späteren Planeten auftragen! Der Mars bekommt zum Beispiel eine rote Farbe, die Erde erhält Ozeane und Kontinente und so weiter. Mit dem Einsatz von Wasser lassen sich tolle Farbverläufe erzielen.

Am Ende (bei Bedarf) mit Basteldraht und Bindfaden Aufhängemöglichkeiten einsetzen 🙂

Und das sind unsere Ergebnisse. Juhuuuuu!

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Benötigte Materialien:

Luftballons, Zeitungspapier, stabile Pappe, Kleister, Pinsel, Bindfaden/Basteldraht, Schere, Acrylfarben, Behälter mit Wasser

Hänsel ohne Hexe? – Märchenhafte Opernwelt

Endlich wieder JOTA! Vor dreieinhalb Wochen sind wir bereits aus den Spielzeitferien zurückgekehrt aber bis zum ersten Jugendtreff mussten wir noch bis gestern warten.

Nachdem wir bereits ein paar Requisiten und das Bühnenmodell der anstehenden „Hänsel und Gretel“-Premiere bereitgestellt hatten, konnten wir circa 20 Personen in Empfang nehmen, mit denen wir über die Neuinszenierung der Märchenoper sprechen wollten. Und das haben wir auch getan 🙂

Wir haben einen kleinen Einblick in die Handlung der Oper gegeben – die ist nämlich ein wenig anders, als wir alle es aus dem Grimm‘schen Märchen kennen. Die Mutter ist in der Oper nicht böse und möchte die Geschwister loswerden, sondern vielmehr gestresst. Sie schickt die Kinder lediglich in den Wald, damit sie ein paar Erdbeeren pflücken und zum Abendbrot wieder zurück sind. Außerdem gibt es in der Oper noch zusätzliche Wesen, wie das Sandmännchen, Taumännchen und einige Engel. Und am Ende der Geschichte, werden Hänsel und Gretel nicht reich, sondern retten viele andere Kinder, die von der Hexe bereits zuvor gefangen genommen worden sind.

Richtig spannend wurde es gestern aber erst, als sich jeder überlegen sollte, wie er (oder sie) sich eine Hexe vorstellt: Muss die Hexe einen krummen Rücken und eine Hakennase haben? Muss die Hexe alt sein? Muss die Hexe überhaupt eine Frau sein? – Und das Hexenhaus: Ist es groß oder klein? Ist es wirklich aus Lebkuchen gebaut oder handelt es sich vielleicht um ein modernes Einfamilienhaus? – Wie muss der Wald aussehen: Ist es ein Laubwald? Oder müsste es Nadelgehölz sein? Gehört Nebel dazu? … Fragen über Fragen! Wir haben gemeinsam diskutiert und festgestellt: Es gibt wohl kein allgemeingültiges Gesetz, wie die Hexe auf der Opernbühne aussehen muss. Quasi alles ist möglich, solange es sich dramaturgisch erklären lässt und ein bestehendes Gesamtkonzept nicht sprengt.

Weg von Theorie, hin zur Praxis! Nach der Diskussion haben wir uns gemeinsam das Bühnenmodell für die anstehende Produktion von „Hänsel und Gretel“ angeschaut. Unsere Teilnehmer des Jugendtreffs hatten Glück und durften schon einen exklusiven Blick auf das Bühnenbild werfen, welches ansonsten natürlich noch bis zur Premiere streng geheim bleibt 😉

Zu guter Letzt sind wir noch in die Tiefen des Aalto-Theaters vorgedrungen und haben uns einige Bühnenteile im Kulissenlager angesehen. Das war richtig interessant: Von der Idee zum konkreten Bühnenteil, das in nur wenigen Wochen auf der Bühne stehen wird!

Beim nächsten JOTA-Termin am 20. November dürfen wir dann den Beruf des Maskenbildners kennenlernen. Es wird spannend! 🙂

„So jung kommen wir nicht mehr zusammen“

Was für ein fabelhaftes Wochenende! Wir haben den 125. Geburtstag des Grillo-Theaters gefeiert.

Zuvor haben wir die ganze Woche über gezittert und gebangt, ob das Wetter mitspielen oder uns im Stich lassen würde. Und dann kam der lang erwartete Samstag:  Sonnenschein und angenehme Temperaturen!

Es wurde gesungen, getanzt, musiziert, gerätselt, gestaunt und gelacht 🙂

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