Musical-Wiederaufnahme

Nur noch 4 Mal schlafen – dann ist es endlich soweit: Wir nehmen am Dienstag das Musical „Die Märchenwelt zur Kur bestellt“ wieder auf. Und wir freuen uns riesig. Die Proben haben uns schon sehr viel Freude bereitet. Nächste Woche geht’s dann endlich in Kostüm und Maske auf die Bühne!

Hier ein paar Eindrücke aus unseren Proben:

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Und so wird das Ganze dann auf der Bühne aussehen:

 

Kommt vorbei und verbringt mit Schneewittchen, Rumpelstilzchen, Aschenputtel, Froschprinzessin, dem Kaiser ohne Kleider und dem tapferen Schneiderlein einen Aufenthalt im Kurhotel Grimm! 🙂

Ein bisschen proben und fertig ist die Oper?!

Wenn man in einer Opernaufführung sitzt, denkt man nicht, wie viel Arbeit hinter einer Opernproduktion steckt. Gut, die Künstler werden ein bisschen proben, denkt man, und irgendjemand wird sich auch ums Bühnenbild und die Kostüme kümmern.
Aber wie lange dauert es wirklich, bis eine Produktion es auf die Bühne schafft?
In meiner Praktikumszeit hat die Premiere der Oper „Medea“ von Aribert Reimann stattgefunden, die erst 2010 in Wien uraufgeführt wurde und daher für fast alle SängerInnen noch unbekannt war. Lediglich die Darstellerin der Medea hat diese Partie bereits vorher in Frankfurt und Wien gesungen und kam extra für diese Oper an das Aalto-Theater.

Anderthalb bis zwei Jahre vor der Premiere wird beschlossen, dass eine Oper am Aalto-Theater aufgeführt werden soll. Für die Oper Medea bedeutet das, dass erste Planungen bereits im Jahr 2017 begannen. Es wird ein Konzept entwickelt und die entsprechenden Darsteller für die Rollen ausgewählt. Außerdem wird das Bühnenbild entworfen. Der Bühnenbildner baut ein Modell von diesem, woraufhin die Werkstätten schauen, inwiefern die Idee verwirklicht werden kann und welches Budget dafür verwendet werden muss. Nach dem Modell wird dann das Bühnenbild gebaut. All diese Aspekte werden bereits ein Jahr vor der Premiere bearbeitet.
Da Medea eine moderne Oper ist, die im Repertoire der meisten Darsteller noch nicht vorhanden ist, begannen bereits vor der Sommerpause erste Proben mit den Solisten und den Korrepetitoren. Diese üben mit den Solisten ihre Partie, damit sie diese bei den Endproben sicher beherrschen.

Sechs Wochen vor der Premiere beginnen die eigentlichen Proben. Dazu findet zunächst ein Konzeptionsgespräch mit dem Regieteam, dem Intendanten und den Darstellern statt, bei welchem das Regiekonzept erläutert wird. Ab diesem Zeitpunkt finden die Proben auf der großen Probebühne statt, zunächst noch in provisorischen Kostümen und Bühnenbildern.

In den zwei Wochen vor der Premiere konzentrieren sich die Aufgaben dann auf die Endproben mit allen künstlerisch Beteiligten auf der großen Bühne. Nachdem zunächst die Proben mit den Solisten, gegebenenfalls mit dem Chor, dem Regisseur, dem Souffleur sowie einem Pianisten stattfinden, beginnen die Proben mit dem Orchester. Jetzt tragen die Darsteller auch ihre Kostüme, das vollständige Bühnenbild ist auf der Bühne. Zur Klavierhauptprobe und Orchesterhauptprobe, spätestens aber zur Generalprobe fügen sich die Einzelstücke zusammen und man sieht das Ergebnis der vielschichtigen und langen Arbeit vieler Beteiligter, welches die Zuschauer dann bei der Premiere auf der Bühne bewundern können.

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Autor
Lena ist Studentin und absolviert ein dreiwöchiges Praktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Eindrücken am Aalto-Theater.

Sitze ich jetzt gerade in einer BO, OHP oder doch in einer GP?

Schon während der ersten Tage meines Praktikums habe ich gelernt, dass im Theater nichts ohne Abkürzungen läuft. Alle werfen mit Begriffen wie OHP, GP, oder BP um sich und man steht dazwischen und fragt sich nur, wovon diese Leute gerade um Himmels Willen reden.

Zum Glück wurden mir dann eine ganze Reihe solcher Abkürzungen erklärt. KHP ist die Abkürzung für Klavierhauptprobe. Da wird das erste Mal das gesamte Stück im Ablauf mit Kostüm, Maske und Licht auf der Bühne geprobt – ohne Orchester aber mit Klavier. Unter OHP versteht man Orchesterhauptprobe, die auf der Bühne mit allen Darstellern, Kostümen, der Maske und natürlich dem Orchester auch noch Unterbrechungen beinhaltet, wenn es zu musikalischen Unreinheiten kommt. Die GP ist die Generalprobe, die meistens einen Tag nach der OHP stattfindet und bei welcher die Darsteller ihre Originalkostüme tragen. Außerdem ist dies die letzte Probe vor der Premiere. Die Premiere ist die Erstaufführung, die mit PREM abgekürzt wird. Doch bevor es soweit ist, sind noch viele Schritte nötig. Einmal gibt es noch die BP (Bauprobe), die ca. 1 Jahr vor der Premiere stattfindet und bei der die Kulissen schon Mal grob auf die Bühne gestellt werden und dann grundlegend geschaut wird, ob diese zueinander passen. Dann gibt es auch noch die Beleuchtungsprobe (BEL), bei der die einzelnen Beleuchtungseinstellungen und Lichtstimmungen nur mit Statisten geprobt werden. Grundlegend dafür ist die BELE (Beleuchtungseinrichtung), bei der alles für die BEL vorbereitet wird. Zusätzlich zu einer BEL findet man meist auch noch eine BELKOR, was für eine Beleuchtungsprobe mit Korrektur steht. Des Weiteren findet man auch noch die BO (Bühnenorchesterprobe), bei der das Orchester mit den Sängern in Alltagskleidung und ohne die Beleuchtung probt. Zudem sind auch noch der TA und die TE von Bedeutung. TA bedeutet Technischer Aufbau und hierbei wird die Technik erstmal aufgebaut. Bei der Technischen Einrichtung werden konkretere technische Einstellungen festgelegt.

Vor jeder Vorstellung findet eine 30-minütige EF für die Oper statt. Doch Achtung! dies ist nicht die EF aus der Schule, sondern die Abkürzung für Einführung. Die Matinée (MAT) findet in der Regel eine Woche vor der Premiere am Sonntag um 11 Uhr statt. Dies ist eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Dramaturgen beispielsweise die Darsteller oder Sänger interviewen.

Sollte eine Vorstellung mit der Bezeichnung ZLM versehen sein, dann bedeutet dies, dass diese Oper/dieses Musical zum letzten Mal gespielt wird. Im Unterschiede zu ZLM bedeutet ZLMSP, dass das Werk zum letzten Mal in dieser Spielzeit aufgeführt wird. WA ist die Abkürzung für Wiederaufnahme, was bedeutet, dass ein Werk wieder auf den Spielplan genommen wird. Die WAGP (Wiederaufnahmegeneralprobe) ist, wie der Name schon sagt, die Generalprobe für das Stück, welches wiederaufgenommen wird.

Auf vielen Spielplänen eines Musikers findet man die Begriffe KZT, SiKo und KaKo, die für ein Konzert, ein Sinfoniekonzert und ein Kammerkonzert stehen. Am Ende gibt es noch die Abkürzung GS (Gastspiel), die verwendet wird, wenn ein Stück außerhalb des eigenen Theaters aufgeführt wird.

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Autor

Lina absolviert ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.   

Jahresende

Stern über Betlehem, zeig uns den Weg … Jingle Bells, Jingle Bells … Engel auf den Feldern singen … Kling, Glöckchen, klingelingeling … O du fröhliche … Lasst uns froh und munter sein … O Tannenbaum …

Weihnachten kann kommen! Wir haben schon lauter Ohrwürmer von den schönsten Weihnachtsliedern, die wir in den vergangenen Wochen im Rahmen von Kindervorstellungen im Aalto-Theater und in der Philharmonie gesungen haben.

Heute Abend steht endlich wieder „Hänsel und Gretel“ auf dem Programm! Am 30. Dezember und 6. Januar gibt es übrigens noch weitere Vorstellungen. Wir werden auf jeden Fall dabei sein und freuen uns schon riesig auf das Abtauchen in eine fantastische Traumwelt, gigantische Kekse und natürlich den Abendsegen 🙂

Euch allen wünschen wir eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2019. Wir melden uns Anfang Januar wieder und verraten euch, was wir noch alles für diese Spielzeit planen!

Viele Grüße

Marie-Helen und Sandra

Ferienabenteuer 2018

Unter dem Motto „Knusper, Knusper Knäuschen, wir bauen uns ein Häuschen!“ ging das Ferienabenteuer Vorlaut in den vergangenen Tagen in eine neue Runde. Mit kleinen und großen Helfern entstand neben einer bezaubernden Kulisse und eindrucksvollen Tanz- und Gesangseinlagen, eine ganz außergewöhnlich-schöne Geschichte.

In dem Märchen von den backenden Waldhexen und den hungrigen Kindern begleiten die Zuschauer eine kleine Hexe und ihren lustigen Raben, Ruseldudel. Die beiden ziehen in ein Dorf um, welches es sich zur Aufgabe macht, das schönste Süßigkeiten-Hexendorf zu werden. Dies gelingt mit vereinten Backkräften und durch die Hilfe von Hänsel und Gretel. Doch bis zur großen Kuchenparade müssen die Dorfbewohner mit einem Erdbeerbeben, hungrigen Kindern, und so manch anderer Überraschung fertig werden.

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Doch bevor es zu der Vorstellung am 25. Oktober 2018 um 12:00 Uhr im Foyer des Aalto-Theaters kommen kann, stehen 31 Kinder drei Tage zuvor am Bühneneingang des Theaters und warten gespannt auf das, was sie erwarten wird. Die Augen weiten sich, als sie ins Bastelparadies eintreten. Hier gibt es alles was ein kreatives Herz begehrt: Acrylfarben, Federn, Buntstifte, Glitzerstaub, Strasssteinchen, Klebeherzen, bunte Pappe, Glitzerpappe, Tortenspitze, Watte, Pailletten, Moos und viele weitere Bastelutensilien. Schau selbst:

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So basteln wir fleißig an Lebkuchenmännern, Masken, Lebkuchenkeksen, den Fenster und Türen der Papp-Lebkuchenhäuschen und deren Dachziegeln. Zu guter Letzt entsteht auch ein Regenbogen.

Auf der benachbarten Probebühne wird zeitgleich an der Choreografie gearbeitet. Im Stück tauchen neben den Hexen nämlich auch Fliegenpilze, Engelchen, Unwetterstürme, ein Eichhörnchen und ein Rabe auf. Jeden Mittag gibt es eine kleine Vorschau von den bereits erarbeiteten Szenen und es macht großen Spaß zu sehen, wie sich nach und nach das Stück zu einem zusammengewachsenen Ganzen etabliert.

Am Ende dieser Zeit steht eine Vorstellung, die sowohl das Publikum als auch Mitwirkende begeistert. In diesem Sinne – Wir sind gespannt auf das nächste Ferienabenteuer!

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Autor

Luzia absolviert im Rahmen ihres Studiums ein zweiwöchiges Praktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.  

Die Oper „Carmen“ – Ein „unmoralisches Werk“

Vergangenen Montag haben wir uns mal wieder für unseren Jugendtreff JOTA zusammengesetzt. Am 13. Oktober feiert die neue Carmen-Inszenierung von Lotte de Beer Premiere im Aalto-Theater und deshalb stand unser Jugendtreff JOTA am Montag unter dem Motto „Carmen – Wenn spanische Folklore auf französische Sprache trifft“.

Bevor wir die Abendprobe von „Carmen“ besucht haben, haben wir uns einen Überblick über das Lebens des Komponisten Georges Bizet verschafft, der den großen Erfolg seiner Oper nicht mehr miterlebt hat. Und das, obwohl er über drei Jahre hinweg an seiner „Carmen“ gearbeitet hatte. Die Uraufführung am 3. März 1875 war nämlich ein großes Fiasko, und als sein Werk dann doch Weltruhm erlangte (heute ist „Carmen“ die meistgespielte Oper der Welt), war Bizet bereits verstorben.

Die Oper „Carmen“ ist eine opéra comique in vier Akten, die von Georges Bizet komponiert wurde. (Opéra comique heißt: Es gibt gesprochene Dialoge zwischen den musikalischen Nummern. Die Handlung ist nicht komisch, sondern eher rührend-sentimental. Die „großen Opern“ mit ihrer „Tragik“ waren dem Adel vorbehalten, daher gilt die opéra comique als eine Art bürgerliche Oper bzw. traditionell als die Oper der „einfachen Leute.) Das Libretto (das Textbuch der Oper) wurde von Henri Meilhac und Ludovic Halévy – nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Merimée – verfasst. Ort und Zeit der Handlung ist Sevilla um 1820.

Hier gibt es ein Video bei Youtube, in dem die Handlung der Oper anschaulich und knapp erzählt wird.

Wir haben über emotionale Beziehungen in der Oper „Carmen“ diskutiert, wie Liebe (Don José, Micaëla, evtl. Carmen), Treue (Micaëla zu José), Leidenschaft (Carmen – José, Escamillo – Carmen), Eifersucht (Don José), Selbstverliebtheit (Escamillo), Freundschaft (Mercedes, Frasquita), Glaube und Aberglaube (Kartenterzett), Mutterliebe (Don José) sowie Hass (Carmen – José) und Freiheitsliebe (Carmen). Außerdem waren Klischees ein Thema: Wir haben uns über typische Bilder wie die Farbe „Rot“, Stierkämpfer, Flamenco, Leidenschaft, Temperament, Kastagnetten und Fächer ausgetauscht. Besonders spannend wurde es, als wir besprochen haben, was Carmen so besonders macht und warum alle Männer hinter ihr her sind. Im Großen und Ganzen war man sich einig, dass es daran liegen müsse, dass Carmen sehr selbstbewusst ist und sich rar und unerreichbar macht. Die Freiheitsliebe macht sie aufregend, das starke Selbstbewusstsein macht sie attraktiv.

Da wir immer gerne nachforschen, wo uns Opern im Alltag begegnen, haben wir hier noch eine Liste an Video-Links zusammengestellt, in denen berühmte Musikstücke aus „Carmen“ in Werbungen, Liedern, Filmen etc. auftauchen. Wir hoffen, dass ihr die Videos genauso interessant, witzig und unterhaltsam findet wie wir. 🙂 Viel Spaß!

Pepsi-Werbung mit Beyoncé

Ajax-Werbung von 1993

Parfum-Werbung, aktuell

Muppetshow – Habanera

Muppetshow – Pigoletto

Carmen Cubana – A Latin Pop Opera

Melendiz – Fuck you all

Habanera aus der Serie „Dance Academy“

Trailer Film „U-Carmen

Opernverfilmung „Carmen“ 1984

Film von Carlos Saura, 1983

Ballett von Roland Petit

Charlie Chaplin – A Burlesque on Carmen, 1915

Wir sind wieder hier!

Was hatten wir für einen herrlicher Sommer! Das Wetter war einfach phänomenal und wir sind schön verreist und haben ein wenig die Seele baumeln lassen.

Seit vergangenem Donnerstag sind wir wieder zurück und sind schon wieder voll bei der Sache (naja, eher bei ganz vielen tollen Sachen). Wir proben bereits für das neue Programm von Oper Kleinlaut mit dem Titel „Ruckedigu, da fehlt doch ein Schuh!“ und auch die Vorbereitungen für das Theaterfest sind in vollem Gange.

Wir versprechen euch: Es wird eine fabelhafte Spielzeit 18/19 und wir freuen uns schon riesig darauf, euch bei unseren Jugendtreffs wiederzusehen, mit euch in den Ferien Hexenhäuser zu bauen und die Märchenwelt wieder zur Kur zu bestellen 🙂

Schaut mal rein, was in den kommenden Monaten alles auf dem Programm steht:

https://www.theater-essen.de/oper/kinder-jugend/

Bis ganz bald

Marie-Helen & Sandra

JOTA Spezial 2018

Konnichiwa! Was für ein spannender und kreativer Workshop-Tag unter dem Motto „Japan“!

Es wurde gebastelt, gemalt, geschminkt, gesungen, getanzt, geschreinert und inszeniert. Herausgekommen sind fabelhafte Bilder, Kimonos, japanische Masken, Schmetterlings-Installationen, ein Paravent, ein Tanz und ein inszenierter Einblick in die japanische Kultur.

Um 12 Uhr ging es los und alle Teilnehmer sind in ihre jeweiligen Workshops abgetaucht. In der Rüstmeisterei wurden Schmetterlingsinstallationen vorbereitet, im Ballettsaal wurde ein japanischer Tanz einstudiert, auf unserer großen Probebühne wurde nach japanischer Kunst gemalt und drei Etagen unter der Erde fanden der Regie- und Gesangworkshop ihren Arbeitsplatz auf einer weiteren Probebühne. Der Masken-Workshop bemalte Masken, die Teilnehmer konnten sich als Geisha schminken lassen und es wurden blutig aussehende Wunden erstellt. In der Schreinerei wurde an einem Paravent gewerkelt und in der Kostümabteilung wurden Happi (traditionelle japanische Jacken) gestaltet.

Anders als in den vergangen Jahren gab es am Ende des Tages keine einzelnen Präsentationen der Workshops im Foyer, sondern eine „große“ Gesamtshow. Den Zuschauern wurden japanische Traditionen – wie beispielsweise eine Teezeremonie, die Nationalhymne Japans und ein Tanz zu japanischer Musik präsentiert. Die Darsteller auf der Bühne trugen die vorbereiteten Happi des Kostüm-Workshops und der Paravent der Schreinerei, die gemalten Bilder und Schmetterlingsinstallationen peppten das Bühnenbild auf. Und auch das Publikum wurde bei einem Mitmach-Song eingebunden.

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Ein herrlicher Tag mit hunderten kreativen Ideen! Wir freuen uns jetzt schon auf JOTA Spezial im nächsten Jahr, wenn es rund ums Thema „Wasser“ geht 🙂

Wer danach immer noch nicht genug von Japan hatte, besuchte im Anschluss an den Workshop-Tag JOTA Spezial die Vorstellung von „Madama Butterfly“.

Die Wiederaufnahme der Zaubertröte: Wie man eine vorlaute Oper auf die Bühne bringt

Vor hunderten Zuschauern auf einer riesigen Bühne werden im Aalto Theater unter anderem große Opern und Ballettklassiker gespielt. Aber auch eigene Stücke werden hier produziert. So steht auf dem Spielplan zwischen Schwanensee und Troubadour „Die Zaubertröte“, ein Stück das in diesem Haus selbst geschrieben wurde.

In dem Stück, dass 2013 Premiere feierte und jetzt wiederaufgenommen wird, findet sich der mutige Jüngling Tamino aus der Oper „Die Zauberflöte“ in dem Kostümfundus des Aalto-Theaters wieder. Dort wird er erstmal von Fräulein Vorlaut und Miss Betterknower unter die Lupe genommen. Auch ein Maskenbildner und ein Hausmeister kommen dazu. Alle gemeinsam hinterfragen sie die Geschichte von Mozarts Oper, ihren Helden und warum sich Taminos Zauberflöte eher anhört wie eine Zaubertröte.

In der Zeit meines Praktikums an diesem Haus konnte ich bei einigen Proben und der Wiederaufnahme des Stückes dabei sein. In der Woche vor der Vorstellung waren schon ein paar Einzelproben von Tamino und Fräulein Vorlaut, die gemeinsam Taminos Text durchgegangen sind. Doch die wirklichen Proben gingen erst in der Woche der Aufführung los:

MONTAG:

11:00-13:00 Uhr: Lese- und Gesangsprobe, Probebühne 1. Die Besetzung der Zaubertröte ist gemeinsam vor dem Klavier der Probebühne versammelt und geht gemeinsam die Arien, Songs und anderen Gesangseinlagen des Stückes durch. Darauf folgt die Leseprobe auf der Terrasse. Wenn man sich diese anguckt, so wird schon eher klar, wie die Figuren und Szenen aufgebaut sind und worum es in dem Stück überhaupt geht.

13:00-17:30 Uhr: Beleuchtungsprobe. Für die Beleuchtungsprobe ist das Bühnenbild größtenteils aufgebaut, ab jetzt wird nämlich auf der richtigen Bühne gearbeitet. Bei der Beleuchtungsprobe wird bei jeder Stimmung überprüft, ob das Licht von der früheren Vorstellung noch passt, zum Beispiel muss eine Tür die auf der Bühne steht richtig angestrahlt werden. Bei dieser Probe war zuerst nur die Technik und dann auch Marie-Helen Joël als Regisseurin anwesend. Dabei durfte ich als Beleuchtungsstatist auf die Bühne, denn die richtigen Darsteller sind bei dieser Probe nicht dabei.

18:00-20:30 Uhr: Bühnenprobe. Bei diesem Durchlauf wird immer wieder unterbrochen um noch zu klären wer sich wann genau an welchem Ort aufhält. Anstatt der ganzen Band wird nur mit Klavier geprobt und auch Kostüme werden nicht vollständig angezogen. Insgesamt zeigt sich, dass an manchen Stellen noch etwas fehlt, wie Textsicherheit oder Timing, aber das meiste geht schon. Für mich wird der Inhalt des Stückes immer klarer.

DIENSTAG:

10:00-13:30 Uhr: Bühnenprobe. Noch einmal wird das Stück wie am Vortag durchgegangen. Immer noch ohne Kostüme, dafür mit Band. Angefangen wird mit einem Soundcheck, also werden erst einmal die einzelnen Lieder aus dem Stück gespielt. Dabei stellt die Tontechnik die Lautstärke der Sänger und der Band so ein, dass sie für den Zuschauer in der richtigen Balance zu hören sind. Nach dem Soundcheck gibt es noch einen Durchlauf des Stückes. Das Stück läuft immer besser, aber einen Tag später um diese Zeit ist auch schon die Aufführung.

15:00-17:00 Uhr: Beleuchtungsprobe. Es werden noch einmal Effekte getestet und einzelne Stimmungen mit den Erfahrungen der letzten Proben optimiert. Damit wird alles bereit gemacht für die Generalprobe.

18:00-20:30 Uhr: Generalprobe. Der letzte Durchlauf vor der Aufführung. Einige Verbesserungen wurden vorher noch einmal besprochen und die letzten Macken werden nach der Generalprobe noch ausgebeult. Alle fühlen sich bereit für Mittwoch.

MITTWOCH:

11:00 Uhr: Wiederaufnahme. Alle verfügbaren Plätze sind besetzt. 600 Grundschüler warten auf die Aufführung der Zaubertröte. Und dann geht es los: Erst die Ouvertüre, dann kommt Tamino, der aus der Versenkung hochgefahren wird. Das Stück läuft, und es läuft gut. Die Witze funktionieren und die jungen Zuschauer kommen mit der komplexen Handlung der Zauberflöte zurecht, die in dem Stück erklärt wird und sind begeistert. Am Ende gibt es sogar noch eine Zugabe!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Autor

Nicolas absolviert ein vierwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von seinen Erlebnissen am Aalto-Theater.