Hänsel ohne Hexe? – Märchenhafte Opernwelt

Endlich wieder JOTA! Vor dreieinhalb Wochen sind wir bereits aus den Spielzeitferien zurückgekehrt aber bis zum ersten Jugendtreff mussten wir noch bis gestern warten.

Nachdem wir bereits ein paar Requisiten und das Bühnenmodell der anstehenden „Hänsel und Gretel“-Premiere bereitgestellt hatten, konnten wir circa 20 Personen in Empfang nehmen, mit denen wir über die Neuinszenierung der Märchenoper sprechen wollten. Und das haben wir auch getan 🙂

Wir haben einen kleinen Einblick in die Handlung der Oper gegeben – die ist nämlich ein wenig anders, als wir alle es aus dem Grimm‘schen Märchen kennen. Die Mutter ist in der Oper nicht böse und möchte die Geschwister loswerden, sondern vielmehr gestresst. Sie schickt die Kinder lediglich in den Wald, damit sie ein paar Erdbeeren pflücken und zum Abendbrot wieder zurück sind. Außerdem gibt es in der Oper noch zusätzliche Wesen, wie das Sandmännchen, Taumännchen und einige Engel. Und am Ende der Geschichte, werden Hänsel und Gretel nicht reich, sondern retten viele andere Kinder, die von der Hexe bereits zuvor gefangen genommen worden sind.

Richtig spannend wurde es gestern aber erst, als sich jeder überlegen sollte, wie er (oder sie) sich eine Hexe vorstellt: Muss die Hexe einen krummen Rücken und eine Hakennase haben? Muss die Hexe alt sein? Muss die Hexe überhaupt eine Frau sein? – Und das Hexenhaus: Ist es groß oder klein? Ist es wirklich aus Lebkuchen gebaut oder handelt es sich vielleicht um ein modernes Einfamilienhaus? – Wie muss der Wald aussehen: Ist es ein Laubwald? Oder müsste es Nadelgehölz sein? Gehört Nebel dazu? … Fragen über Fragen! Wir haben gemeinsam diskutiert und festgestellt: Es gibt wohl kein allgemeingültiges Gesetz, wie die Hexe auf der Opernbühne aussehen muss. Quasi alles ist möglich, solange es sich dramaturgisch erklären lässt und ein bestehendes Gesamtkonzept nicht sprengt.

Weg von Theorie, hin zur Praxis! Nach der Diskussion haben wir uns gemeinsam das Bühnenmodell für die anstehende Produktion von „Hänsel und Gretel“ angeschaut. Unsere Teilnehmer des Jugendtreffs hatten Glück und durften schon einen exklusiven Blick auf das Bühnenbild werfen, welches ansonsten natürlich noch bis zur Premiere streng geheim bleibt 😉

Zu guter Letzt sind wir noch in die Tiefen des Aalto-Theaters vorgedrungen und haben uns einige Bühnenteile im Kulissenlager angesehen. Das war richtig interessant: Von der Idee zum konkreten Bühnenteil, das in nur wenigen Wochen auf der Bühne stehen wird!

Beim nächsten JOTA-Termin am 20. November dürfen wir dann den Beruf des Maskenbildners kennenlernen. Es wird spannend! 🙂

JOTA Spezial 2017

Und schon wieder ist unser jährlicher und ereignisreicher JOTA Spezial-Workshoptag erfolgreich über die Bühne gegangen.

Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren haben den vergangenen Sonntag zu einem einzigartigen Tag gemacht. Es wurden Tänze einstudiert, Stücke geschrieben, es wurde gemalt, geschreinert, gebatikt und vieles mehr. Folgende Workshops wurden angeboten: Maske, Kostüm, Regie, Dramaturgie, Rüstmeisterei, Schreinerei, Presse, Gesang, Tanz und Malen.

Abends haben wir dann noch gemeinsam das Abenteuer Konzert „Fantasia Aalto“ besucht und uns von Bühnentechnik, Beleuchtung und Sängern verzaubern lassen.

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Ausgabe von JOTA Spezial am 24. Juni 2018 😉

Hier ein kleiner Einblick in die Arbeiten einiger Workshops:

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Diese Geschichte haben der Dramaturgie- und Regie-Workshop geschrieben und inszeniert:

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Und so sah es bei der Show abends auf der Bühne aus:

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Sommer, Sonne, Stadtpark

Die 25-Grad-Marke wird jeden Tag aufs Neue geknackt, die Sonnenbrillen werden täglich blank geputzt und das Eis schmeckt zu jeder Tageszeit! Nicht nur in den Parkanlagen und den Freibädern ist die Stimmung auf dem Zenit, sondern auch bei uns im Aalto-Theater genießen wir das sommerliche Wetter in vollen Zügen.

Hier ein paar Bilder von unserem Haus in strahlendem Sonnenschein:

 

Finden unsere Proben natürlich auf unseren Probebühnen statt und werden Beleuchtungsproben weiterhin nur hinter geschlossenen Türen möglich sein, so genießt eine Vielzahl unserer Mitarbeiter jede freie Minute auf der Terrasse. Da werden Sonnenbrillen aufgesetzt, in der Kantine ein Eis nach dem anderen bestellt und es wird von gemütlichen Stunden am Baldeneysee geträumt.

Aber wir wären ja nicht am Theater, wenn wir nicht lieben würden, was wir tun. So großartig es auch ist, ein kleines Päuschen in der Sonne (oder im Schatten unter dem Sonnenschirm) zu machen, so schön ist es auch ins Aalto-Theater einzukehren und weiter an Programmen zu feilen und sich Planungen für die nächsten Vorstellungen und Formate zu widmen.

In diesem Monat und auch dem nächsten steht noch Einiges auf dem Programm: JOTA Spezial, das Abenteuer Konzert „Fantasia Aalto“, der Konzertabend „Very British!“ und ein Sommerferien-Programm mit Hexe Kleinlaut. Wir stecken schon wieder in den Startlöchern und sammeln sommerliche Bastelideen und Strand-Songs.

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Ihr seht: Die Sonnenstrahlen motivieren uns so richtig durchzustarten 🙂

Es grünt so grün

Bei uns im Aalto-Foyer kann man mit Hexe Kleinlaut gerade das grüne Wunder erleben. Dieses Programm bedeutete schon in der Vorbereitungszeit eine Menge Spaß für uns: Wir konnten Blumen pflanzen und basteln, was das Zeug hält!

Für unser „Rhythmus und Pulsschlag“-Programm in der Philharmonie nutzten wir letztens alte Linsen, um Instrumente zu basteln. Und genau diese Linsen haben wir uns geschnappt und weiterverwertet. In Wasser eingelegt, keimen Linsen und schon können sie eingebuddelt werden. Nur ein paar Tage später durften wir die ersten kleinen Linsen-Pflänzchen bestaunen 🙂

Zusätzlich haben wir noch Kresse gesät. Dafür wurden Plastikflaschen halbiert, die Flaschenunterteile mit Erde gefüllt und mit Nasen und Augen verziert. Kresse oben drauf und zack standen auf unserer Fensterbank innerhalb weniger Tage Kresseköpfe mit vollem „Haar“.

Hier könnt ihr unser Ergebnis sehen:

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Um das Bühnenbild bunt und kreativ zu gestalten, haben wir noch allerhand Frühlingsboten gebastelt: Blumen, Schmetterlinge, Marienkäfer, Schafe, Kleeblätter und riesige Ostereier. Letztere aus Luftballons, die mit Zeitung und Kleister bepinselt wurden und schlussendlich mit bunten Farben bemalt wurden. Ansonsten hielten Pappteller, Tortenspitze, leere Klopapierrollen und buntes Papier für unsere Bastelzwecke her.

Und das haben wir aus diesen einfachen Hilfsmitteln zustande gebracht:

Also: Unbedingt nachbasteln! Es macht herrlich viel Spaß und selbst wenn die Sonne mal nicht scheint, kommt man in Frühlingsstimmung 🙂

Her mit dem Krempel!

„Kann man bestimmt noch gebrauchen…“, „Wer weiß, wozu das noch gut sein könnte…“ oder „Vorsichtshalber kann man das doch aufbewahren…“ – Das sind die typischen Erklärungen, weshalb wir bei uns in der Theaterpädagogik so wenig wie möglich in den Mülleimer werfen.

Wir können uns beide nur sehr schwer von Dingen trennen und versuchen unseren Aufbewahrungs-Drang damit zu rechtfertigen, dass wir den entsprechenden Kleinkram in der Zukunft bestimmt mal benötigen könnten. Vielleicht übertreiben wir auch, wenn wir die kreisrunden Aufkleber von Ordnerrückenaufklebern aufbewahren…

… aber auch diese kreisrunden Aufkleber konnten wir für die Gestaltung einer Requisite für unsere Hexe Kleinlaut verwerten:

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Nächste Woche stürzen wir uns in unser Ferienabenteuer Vorlaut mit dem diesjährigen Thema „Vom Schneemann, der die Sonne liebte“. Und für eben dieses anstehende Projekt haben wir Material gekauft und gesammelt. So haben wir zwar viele neue Bastelmaterialien besorgt, waren aber auch Kastanien sammeln, haben Pappen und alte Zeitungen vor dem Mülleimer bewahrt und uns die schönsten Stoffreste – die ansonsten weggeschmissen worden wären – bei der Kostümabteilung zusammengeklaubt. Warum viel Geld ausgeben, wenn sich so viele Sachen weiterverwerten lassen? So können wir Geld sparen und viele Materialien recyceln, während wir keine Unmengen von Abfall produzieren.

Im nächsten Blogbeitrag berichten wir euch dann von unserem Ferienabenteuer und zeigen euch, was wir alles aus dem gesammelten Krimskrams gebastelt haben.

Ihr werdet sehen: Es zahlt sich immer wieder aus, dass wir nix wegschmeißen 😉