AkzepTANZ „Mozart mittendrin“

„Mozart mittendrin“ – unter diesem Titel haben Schüler*innen der Essener Gustav-Heinemann-Gesamtschule jetzt ihren Abschlussfilm zum Kulturprojekt „AkzepTANZ“ vorgestellt. Die Präsentation des Beitrags fand gestern auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein im Rahmen der Abschlussveranstaltung des diesjährigen Projekt-Jahrgangs statt.

Ein Jahr lang haben sich nun rund 60 Schüler*innen des sechsten und neunten Jahrgangs der Partnerschule in verschiedenen Workshops zu den Themen Tanz, Szene und Kunst mit dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart beschäftigt, professionell angeleitet von Adelina Nigra
(Tanz), Marijke Malitius (Regie), Martina Flößer (Rüstmeisterin) sowie Dramaturgin Sandra
Paulkowsky aus dem Aalto-Theater. Entstanden ist ein kunstvoll gestalteter fünfzehnminütiger
Kurzfilm, der einen Schultag zeigt, in den Mozart „hineinstolpert“. Spannende „Musikmaschinen“, die
für ihn nicht von dieser Welt zu sein scheinen, sowie ein manchmal kaum verständliches Vokabular,
begegnen dem aus der Zeit gefallenen Komponisten. Für die musikalische Gestaltung des Films
sorgte das Mannheimer Streichquartett (Arrangement: Heribert Feckler). Gedreht und produziert
wurde er von der Videokünstlerin Valeria Lampadova.

Aalto-Theater und Stiftung Zollverein haben das Programm „AkzepTANZ“ 2019 gemeinsam ins Leben gerufen, um Jugendlichen einen lebendigen Einblick in die aufregende Welt von Musiktheater, Ballett und klassischem Konzert zu ermöglichen. Unterstützt werden die beiden Kulturinstitutionen von den Freunden Zollverein und der RAG-Stiftung.

AaltoMobil: von den Proben bis zur Aufführung

„Wien. Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember[…]“. Das war der Satz, welcher mit einer tiefen Stimme in meinem Kopf hängen geblieben ist. Dieser Satz stammt aus einer AaltoMobil Produktion, welche „ Mozarts phonetischer Fingerabdruck“ heißt.

Schon zu Anfang meiner Praktikumszeit wurde ich in die Proben von AaltoMobil miteinbezogen. Es war der erste Tag und ich durfte bei den Proben zuschauen. Ich hatte kleine Aufgaben, die ich machen durfte wie zum Beispiel aufschreiben, was man verbessern könnte an diesem Stück sowie das Einrichten der Requisiten. Das Stück hatte eine nicht so ganz große Besetzung (So sah es zumindest aus), aber dennoch war es sehr unterhaltsam. Es gab drei Sänger*innen und ein Streichquartett, welche alle sehr nett rüberkamen. Das Stück an sich hatte etwas Witziges und Dramatisches.

Am nächsten Tag waren nur die Darsteller*innen da, die szenisch proben mussten. Da hat man gemerkt, was für einen großen Unterschied es macht, wenn die Musik da ist und wenn sie fehlt. Ohne die Streicher war die Probe irgendwie leer, als wenn etwas fehlen würde.

Spannender wurde es meiner Meinung nach bei der Generalprobe, welche am Donnerstag, 9. Juni 2022 stattgefunden hat, denn sowohl die Streicher*innen als auch die Sänger*innen waren sehr aktiv dabei. Die Musiker*innen haben das Stück und die Musik gefühlt, während die Darsteller*innen voll und ganz in ihre Rollen geschlüpft sind. Die Schauspieler*innen waren so sehr in ihre Rolle, dass manchmal etwas gemacht wurde, was so nicht eigentlich geplant war. Mit anderen Worten: Sie haben manchmal improvisiert, ohne dass sie es merkten. Somit wirke das Stück noch authentischer.

Dann kam der Tag der Aufführung: am Freitag, 10. Juni 2022 war die Premiere des Stückes „Mozarts phonetischer Fingerabdruck“. Das Problem ist nur, dass ich nicht da war :-(. Aber am Montag, 13. Juni, war ich dabei. Da wurde das Stück zweimal in einem Altenheim aufgeführt. Im ersten Durchgang war ich als Fotografin zuständig. Ich musste (gute) Fotos machen, damit sie vielleicht irgendwo veröffentlicht werden :-). Beim zweiten Durchgang saß ich als Zuschauerin dabei.

Der dritte Aufführungstag war in einem anderen Altenheim und auch da war es meine Aufgabe, Fotos zu machen. Da die Spielfläche in den Altenheimen anders aufgebaut war, gab es mal gute, mal schlechtere Fotos. Auch nach den Aufführungen beider Tage habe ich beim Einrichten und Aufräumen mitgeholfen.

Das Stück dauert circa eine Stunde und diese war überhaupt nicht langweilig, denn sie wurde mit ästhetischen Mitteln, Stücken von den Streicher*innen und dem Gesang der Darstellenden gefüllt. Es wurde mal leiser, mal lauter, dann traurig und witzig und glücklich. Bei den Aufführungen waren die Leute im Altenheim sehr begeistert. Wie ich mitbekommen habe, haben auch die älteren Zuschauer mitgeklatscht in einer Szene. Das sah sehr lebendig und zufrieden aus. AaltoMobil war anders als ich gedacht habe. Das war eine gute und interessante Abwechslung, da ich auch abseits des Theaters mein Praktikum verbringen konnte und ich sehen konnte, wie auch außerhalb des Theaters Menschen durch eine Aufführung Begeisterung und Freude zeigen. Das AaltoMobil bedeutete zwar etwas Hin- und Herlaufen, aber an sich war es entspannt und eine gute Zeit, auch wenn ich als Person etwas zurückhaltender bin. Man braucht halt seine Zeit, um sich an eine Situation zu gewöhnen 🙂

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Autor:

Valeria hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater. Außerdem war sie Teilnehmerin des Tanz-Workshops im Rahmen des Schulprojekts AkzepTANZ in den Schuljahren 2019/2020 und 2020/2021.

Il trittico – Ein Blick hinter die Kulissen

Wie läuft ein Opernabend hinter der Bühne ab und was macht eigentlich ein*e Inspizient*in?

Es ist der 31. März 2022. Auf dem Programm des Aalto-Theaters steht für diesen Donnerstag „Il trittico“ – drei circa einstündige Opern des italienischen Komponisten Giacomo Puccini –, eine entsprechend große Produktion mit sehr vielen Mitwirkenden, die am 22. Januar Premiere feierte. Es ist inzwischen die siebte Vorstellung und alle Beteiligten sind an den Ablauf gewöhnt. Unter anderem wegen Corona musste bei einer so großen Anzahl an Künstler*innen immer wieder kurzfristig Ersatz für Ausfälle gefunden werden. Doch an diesem Abend ist nur die Umbesetzung einer sehr kleinen Partie im letzten der drei Stücke nötig, und ansonsten können alle Künstler*innen wie geplant auftreten.

Um 19:30 Uhr soll die Vorstellung beginnen. Dafür bauen die Bühnentechniker*innen den Tag über das Bühnenbild auf. Es besteht im Wesentlichen aus einem flachen Wasserbecken und einem großen Spiegel, der darüber hängt. In der ersten der drei Opern „Il tabarro“ ist außerdem ein waagerechter Lichtstreifen im Hintergrund zu sehen und in der zweiten Oper „Suor Angelica“ umranden von oben herabhängende weiße Schleier das Becken. Wenn eineinhalb Stunden vor Beginn der Vorstellung das Becken befüllt wird, (das Wasser ist übrigens anfangs schön warm, damit niemand friert), zieht das häufig so viel Wasser aus dem System, dass in den höheren Etagen des Theaters kaum noch etwas aus dem Hahn kommt…

Wenn dann die Vorstellung beginnt und das Publikum die Musik und das Geschehen auf der Bühne verfolgt, arbeiten im Hintergrund, von den Zuschauer*innen unbemerkt, viele Menschen zusammen, damit alles läuft, wie es soll. Für alle technischen Abläufe wie Umbauten und für die Sicherheit auf der Bühne ist der*die Bühnenmeister*in hauptverantwortlich. Alles, was mit dem Licht zu tun hat, organisiert der*die Beleuchtungsmeister*in. Währenddessen kümmert sich die Abendspielleitung – an diesem Abend Sara Wieners – darum, dass alle Solist*innen wie geplant auftreten, und um die korrekten szenischen Abläufe, also alles, was die Sänger*innen auf der Bühne machen. Sie ist Regieassistentin und mit der Inszenierung vertraut, weil sie alle Proben betreut hat.

Und dann gibt es natürlich noch den*die Dirigent*in – bei „Il trittico“ Roberto Rizzi Brignoli, der die Sänger*innen und das Orchester im Orchestergraben musikalisch leitet.

Es ist also für jeden Bereich – Musik, Szene, Licht, Technik etc. – jemand zuständig. Wenn sich jeder gut um seinen Teil kümmert, sollte demnach alles funktionieren, oder?

Naja, eigentlich wäre es doch bei einer so großen Aufführung gut, wenn auch jemand den Überblick über alle Bereiche hätte! Wer sorgt dafür, dass alle Beteiligten vom Orchestergraben bis zur hintersten Ecke der Bühne auf die Sekunde genau zusammenarbeiten können?

Das macht der*die Inspizient*in – bei „Il trittico“ Constanze Zur-Kohls. Sie kommt eine Stunde vor Vorstellungsbeginn ins Haus und steuert dann den gesamten Verlauf des Abends vom ersten Gong im Foyer bis hin zum letzten Schließen des Vorhangs. Ihr Arbeitsplatz ist das Inspizientenpult an der rechten Bühnenseite. Es steht direkt am Rand, gerade so, dass man es im Zuschauerraum nicht sieht. Von dort aus hat die Inspizientin das Geschehen auf der Bühne genau im Blick und gibt den verschiedenen Abteilungen Zeichen dafür, wann was zu passieren hat. Dazu verfolgt sie die Noten im Klavierauszug, in dem die wesentlichen Orchesterstimmen und die Gesangspartien dargestellt sind und den sie vorher im Laufe der Proben mit Anmerkungen zum Ablauf der Inszenierung eingerichtet hat. Als Vermittlerin zwischen Kunst und Technik führt sie damit alle Beteiligten sicher durch die Vorstellung.

Vor Beginn kontrolliert Constanze bei einem kurzen Rundgang, ob das Bühnenbild richtig und sicher für die Künstler*innen aufgebaut ist und ob die wichtigsten Requisiten da sind. Am Inspizientenpult richtet sie sich alle Hilfsmittel passend ein. Ein Monitor zeigt die Bühnenansicht aus Publikumsperspektive – hier muss sie ein bisschen zoomen, um den Ausschnitt anzupassen – und auf einem zweiten Bildschirm ist die Stelle im Orchestergraben zu sehen, an der gleich der Dirigent stehen wird. Von ihm nimmt die Inspizientin während der Vorstellung wichtige Einsätze ab. Dann müssen auf einem Touchfeld die Räume im Gebäude ausgewählt werden, in denen der Hausruf zu hören sein soll. Wenn Constanze jemanden zur Bühne rufen will, der sich irgendwo im Gebäude aufhält, macht sie eine Durchsage, die dann über Lautsprecher in alle angewählten Räume übertragen wird. Für die Funkverbindungen zu den verschiedenen Abteilungen gibt es ein großes Schaltfeld zum Auswählen des Ziels ihrer Ansagen.

Außerdem wird die Mithöranlage angestellt, die den Orchesterklang aus dem Graben an das Pult überträgt. Leise Stellen können über die Entfernung tatsächlich schwer zu hören sein. Dann kann man mit dem Lautstärkeregler nachhelfen. Darüber hinaus gibt es am Pult Schalter mit farbigen Leuchtziffern von eins bis fünf. Diese Lichtzeichen werden an vielen Stellen im gesamten Bühnenraum angezeigt und helfen dabei, Auftritte oder andere abgesprochene Aktionen anzuzeigen. Dabei gilt grundsätzlich: Wenn die Zahl aufleuchtet bedeutet das „Achtung“ und wenn sie dann wieder ausgeht, ist der richtige Zeitpunkt erreicht. Hilfreich ist das zum Beispiel für Chorauftritte, bei denen Sänger*innen von mehreren Seiten gleichzeitig kommen sollen. Direkt neben den Leuchtziffern ist ein weiterer Knopf mit einer kleinen Abdeckung, die verhindert, dass man ihn versehentlich erwischt – Es handelt sich um den Auslöser für den Gong im Foyer.

Es ist 19:00 Uhr – Constanze gongt im Vorderhaus und gibt per Durchsage das „erste Zeichen“ für alle Beteiligten, die sich im Hinterhaus aufhalten, also in dem Bereich, der nur für die Mitarbeiter*innen zugänglich ist.

Um sicher zu gehen, dass alle Sänger*innen zu Beginn der Vorstellung da sind, müssen sie beim Betreten des Hauses an der Pforte auf einer Anwesenheitsliste unterschreiben. So kann die Inspizientin notfalls informiert werden, sollte jemand fehlen. In diesem Fall sollte die Aufführung nicht begonnen werden, bevor alle Gesangssolist*innen da sind.

Um 19:24 bittet Constanze „die Damen und Herren des Orchesters“ in den Orchestergraben, gefolgt vom generellen Hausruf an alle: „Dies ist das dritte Zeichen, ich bitte alle Beteiligten für ‚tabarro‘ zur Bühne“. Es wird noch zweimal im Foyer gegongt. Kurz vor Beginn meldet das Personal des Vorderhauses per Telefon die Besucherzahlen.

Jetzt geht alles sehr schnell. Constanze bittet die Requisite über Funk, die Dunstmaschinen anzustellen. Annemarie Kremer und Heiko Trinsinger, die die Hauptrollen in „Il tabarro“ singen, begeben sich auf Position. Währenddessen startet Constanze die aufgezeichnete Willkommens-Durchsage für das Publikum. Bis zuletzt scheint die Stimmung auf der Bühne sehr entspannt. Dann erlischt das Arbeitslicht auf den Seitenbühnen und schließlich das Bühnenlicht selbst. Constanze sorgt mit einem letzten „Scht!“ für Ruhe, gibt dem Dirigenten grünes Licht und schon hebt sich der Vorhang. Gerade erst war noch reges Treiben rund um die Bühne, jetzt ist nichts mehr zu hören – außer der Musik aus dem Orchestergraben, die langsam lauter wird.

Il tabarro

Constanze verfolgt den Klavierauszug mit. Immer, wenn sich das Licht verändern soll, wie zum Beispiel beim ersten Gesangs-Einsatz von Annemarie Kremer, gibt sie eine Anweisung ins Stellwerk – so heißt der Ort, an dem die Beleuchter*innen die vorgespeicherten Lichtstimmungen koordinieren. Dazu stellt Constanze die Funkverbindung zum Stellwerk her und spricht in ihr Headset: „Achtung für Stimmung 2… Stimmung 2… und… jetzt.“ Die Sänger*innen müssen den genauen Punkt für ihren Auftritt selber finden, allerdings werden sie ein paar Minuten vorher über den Hausruf zur Bühne gebeten. So heißt es einige Zeit nach Beginn „Frau Ranch bitte zur Bühne“. Bettina Ranch singt die Rolle „La Frugola“ und schiebt in der Essener Inszenierung einen vollgepackten Einkaufswagen durch das Wasserbecken, der beim Kontrollgang vorhin schon fertig vorbereitet auf der Seitenbühne stand. Beim ein oder anderen Auftritt hilft Constanze mit den Leuchtziffern, weil man die Musik hinter dem schwarzen Vorhang, der die Bühne nach hinten begrenzt, nicht gut hören kann.

Auf der linken Seitenbühne ist alles für die Bühnenmusik aufgebaut. Der Chor singt und Orchestermitglieder spielen an verschiedenen Stellen der Oper zum Beispiel Glocken oder auch ein Trompetensignal und eine Hupe von der Seite aus, sodass der Klang für das Publikum hörbar nicht aus dem Orchestergraben, sondern von der Bühne kommt. Dazu werden die Gesten des Dirigenten auf einem Bildschirm übertragen und zusätzlich dirigiert ein*e Musiker*in des Hauses mit. Auch zwei Solist*innen singen in „Il tabarro“ von der Seite aus. Für sie steht ein Mikro zur Verstärkung bereit, welches auf Constanzes Ansage hin zum richtigen Zeitpunkt vorbereitet wird.

Es ist jetzt 20:18 Uhr und während auf der Bühne das Finale von „Il tabarro“ in vollem Gange ist und sich der Konflikt zwischen zwei Figuren zuspitzt, macht die Inspizientin schon den Hausruf: „Ich bitte alle Beteiligten für Suor Angelica zur Bühne, die Soli, den Opernchor und die Bühnenmusik“. Der Übergang zur zweiten der drei Opern ist in der Essener Inszenierung fließend. Daher müssen alle Beteiligten rechtzeitig bereitstehen. Noch ist aber die Handlung von „Il tabarro“ nicht vorbei. Auf der Bühne geht es hektisch zu und es gibt schnellere Lichtwechsel. Hinter einer der Zahlen für die durchnummerierten Lichtstimmungen, die Constanze angibt, verbirgt sich ein helles flackerndes Licht von der Seite, sodass die Inspizientin nun mit im Blitzlicht sitzt. Davon ungestört gibt sie weitere Anweisungen, sagt neue Lichtstimmungen durch und kündigt kurz darauf das Herablassen der weißen Schleier an. Sie hängen von Anfang an im Schnürboden – so nennt man den großen freien Raum über der Bühne, wo Kulissen hängen, die von oben herab eingefahren werden. Die letzten dramatischen Töne von „Il tabarro“ verklingen, der Dirigent wartet einen Moment, dann ist es soweit, „Suor Angelica“ beginnt mit Glockenklängen: „Die Schleier… jetzt!“

Suor Angelica

Langsam senken sich die weißen Schleier von oben herab und die Protagonist*innen der ersten Oper bewegen sich wie in Zeitlupe von der Bühne weg, während sich von hinten die Nonne Schwester Angelica nähert – sie ist die Hauptfigur der zweiten Oper und wird gesungen von Jessica Muirhead. Constanze weist die Requisite an, die Dunstmaschinen auszustellen, wenn die Schleier ganz unten sind und informiert dann über den Hausruf „Suor Angelica hat soeben begonnen“. Die Frauen des Opernchores kommen in Nonnengewändern gekleidet von allen Seiten und erscheinen hinter den Schleiern. Der Chor beginnt zu singen und Constanze hat erstmal einen Moment Ruhe, nachdem der Übergang zur zweiten Oper gelungen ist.

Um 20:48 Uhr tritt die „zia principessa“ – die böse Tante von Angelica – auf. Gesungen wird die Rolle von Bettina Ranch – Moment, war die nicht schon in „Il tabarro“ dabei? Genau, innerhalb der Zeit, die seit ihrem Abgang als „La Frugola“ vergangen ist, war sie in der Maske und hat sich umgezogen, sodass man sie nun nicht wiedererkennt. Bei ihrem Auftritt wird jetzt ein Schleier von einem Mitarbeiter der Technik an der Seite auch vorne wie ein Vorhang mit einer Kordel vor das Becken gezogen.

Am Ende der zweiten Oper gibt es ein großes dramatisches Finale. Während Jessica Muirhead auf der Bühne alleine singt, musizieren hinter der Bühne viele Musiker*innen zusammen: Der Aalto-Opernchor, der Kinderchor und Mitglieder des Orchesters, die Trompete, Klavier und Glocken spielen. Constanze ruft sie um 21:04 Uhr alle rechtzeitig zur linken Bühnenseite, bis dann um 21:12 die Chorverstärkung von der Tonabteilung nach Aufforderung eingeschaltet wird und dann alle gemeinsam musizieren: Das Orchester im Graben, die Solistin auf der Bühne und der Chor mit weiteren Musiker*innen hinter der Bühne. Außerdem wird der Klang der elektrisch betriebenen Orgel aus einem Raum im Untergeschoss übertragen. Zum Schluss fallen die weißen Schleier an einigen Stellen hinunter, ausgelöst durch ein Zeichen von Constanze. Der letzte Ton verklingt und das Bühnenlicht erlischt.

Für die richtige Reihenfolge der Künstler*innen beim Applaus sorgt Sara Wieners, die Abendspielleiterin, mit Zeichen und tatsächlich auch mit lauten Rufen von der Seite. Im Publikum hört man das beim Lärm des Klatschens nicht. Was einem jedoch auffallen kann, ist, dass da beim Applaus vor der Pause nicht alle bisher Beteiligten dabei sind. Das liegt daran, dass zum Beispiel Heiko Trinsinger, Marie-Helen Joël und Liliana de Sousa eine zweite Rolle in der letzten der drei Opern haben und direkt nach ihrem ersten Auftritt wieder in der Maske verschwinden und ein neues Kostüm anlegen.

Pause

Hinterm geschlossenen Vorhang wird das Bühnenbild für die dritte Oper „Gianni Schicchi“ aufgebaut. Schwimmende Elektro-Teelichter, die zuvor während „Suor Angelica“ in das Becken gelegt wurden, werden jetzt mit einem Kescher aus dem Wasser gefischt und die weißen Schleier sorgfältig in Hüllen verpackt. Dann hängen die Bühnentechniker*innen Jalousien auf, die später wieder aus dem Schnürboden herabgelassen werden. Zudem werden eine Seifenblasenmaschine und eine Fontäne getestet, die im hinteren Bereich des Beckens positioniert sind. Im vorderen Bereich wird aus vielen einzelnen Elementen ein Podest über das Wasser gebaut, sodass man darauf laufen kann.

Sobald alles fertig ist, macht Sara Wieners mit dem Einspringer für eine Gesangspartie noch eine Bühnenbegehung, damit er sich im Bühnenbild zurechtfindet und weiß, was er zu tun hat.

Um 21:49 Uhr heißt es dann „Die Pause auf der Bühne ist beendet, ich bitte alle Beteiligten für Gianni Schicchi zur Bühne!“. Das Publikum nimmt nach dem Gong im Foyer wieder die Plätze ein und hinter dem Vorhang gehen alle auf Position.

Gianni Schicchi

Die dritte Oper ist eine Komödie. Es geht wild und lustig zu, weil alle möglichst viel vom reichen Erbe eines Verwandten abbekommen möchten. Am Anfang warten sie wie eingefroren im Hintergrund und stürmen dann nach dem Schuss, mit dem der Verwandte sich umbringt, auf die Bühne, um nach dem Testament zu suchen. Das wilde Treiben geht einher mit vielen schnellen und unerwarteten Lichtwechseln und anderen Effekten. Constanze hat also viel damit zu tun, ihre Ansagen auf die Note genau zu geben: Fontäne an, Fontäne aus, neues Licht, Jalousien runter, Dunst aus, Achtung für Schüsse, neues Licht,… Die Darsteller*innen holen auf der Suche nach dem Testament haufenweise Aktenordner zum Durchwühlen auf die Bühne, die von der Requisite bereitgestellt werden.

Dann ruft sie Heiko Trinsinger zur Bühne. Er spielt schon wieder die Hauptrolle, nach der das Stück in diesem Fall auch benannt ist: Gianni Schicchi. Dafür hat er nun eine Glatze, die ihm die Maske täuschend echt über seine Haare gebastelt hat.

Nach reichlich Chaos und einem manipulierten Testament neigt sich der Abend langsam aber sicher dem Ende entgegen. Um 22:41 informiert Constanze das Hinterhaus: „In wenigen Minuten ist die Vorstellung vorbei.“ Zum Schluss verscheucht Gianni Schicchi alle anderen Figuren von der Bühne, die dabei wild entschlossen alles mitnehmen, was noch im Bühnenbild herumsteht. Singend rennen sie durcheinander, auf die Mitarbeiter*innen zu, die am Bühnenrand alles, was die Künster*innen von der Bühne schleppen entgegennehmen. Von Off-Stage singen sie weiter, für den Zuhörer wie von ganz weit weg, obwohl sie eigentlich direkt am Bühnenrand stehen. Direkt neben Constanze singt Heiko Trinsinger in einer ordentlichen Lautstärke. Sie sorgt währenddessen dafür, dass die Seifenblasenmaschine und die Wasserfontäne angehen und dass sich noch einmal ein langer Lichtstreifen – jetzt hängend, wie ein lächelnder Mund – von oben herab senkt, welcher an den Lichtreifen aus „Il tabarro“ erinnert. In diesem letzten Szenario richtet sich Gianni Schicchi schließlich an das Publikum, bevor Constanze das „Blackout“, also das „Licht aus“ angibt und den Vorhang schließt: „Für diese Schelmerei hat man mich in die Hölle geworfen. Sei’s drum! […] Wenn ihr heute Abend Spaß hattet, gewährt mir doch bitte mildernde Umstände!“

Die letzte Vorstellung von „Il Trittico“ in dieser Spielzeit findet am 15. Juni 2022 um 19:30 statt.

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Autor:

Noah absolviert derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ-Kultur) in der Notenbibliothek des Aalto-Theaters.

AaltoMobil „Kriminaltango mit Carmen“

Das erste Jahr liegt schon längst hinter uns! Zwar lief alles anders als zunächst geplant, aber mit Unterstützung der Förderung „Neue Wege“ sind drei unterhaltsame Produktionen auf den Weg gebracht: Im Dezember 2020 wurde zur Klärung der Frage „Mord oder Notwehr“ der berühmte Hexen-Fall mit den Tatverdächtigen Hänsel und Gretel neu aufgenommen.

Hier findet ihr das Hörspiel:

Im März 2021 ließ der (vermeintliche) Raub der Königin der Nacht Chefinspektor Magnus B. Harrlich und Inspektor Doktor Dan Wassden keine Ruhe, sodass Papagena und Papageno einiges richtig zu stellen hatten.

Hier könnt ihr die Streaming-Aufnahme sehen:

Und dass „Der Ring“ ein Fall für eine Stunde ist, konnte in einer ersten Vorstellungsreihe Ende Mai 2021 bestätigt werden. Sei es als Hörspiel, Live-Stream oder -Darbietung – jedes Format fand und findet sein Publikum.

Die Idee der Theater und Philharmonie Essen (TUP) ist es, mit dem Projekt „AaltoMobil“ Musik-Produktionen für Seniorenheime, Hospize, Krankenhäuser, Justizvollzugsanstalten und Schulen anzubieten. Künstler*innen verlassen mit mobilen Auftritten und Workshops das Theater und sprechen vorrangig ein Publikum an, das aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage ist, eigenständig in das Theater oder den Konzertsaal zu kommen. Mit „AaltoMobil“ kommt die TUP einmal mehr der politischen Forderung nach kultureller Teilhabe für Alle nach.

Im November 2021 stand ein „Kriminaltango mit Carmen“ nach der Oper „Carmen“ von Georges Bizet (Premiere 22. November 2021) auf dem Programm. Es folgt noch eine 60er-Jahre Show unter dem Titel „Musik der 60er! Genau mein Fall!“ (Premiere 15. März 2022), und wir begeben uns auf die Suche nach „Mozarts phonetischem Fingerabdruck“ (Premiere 10. Juni 2022).

Hier könnt ihr noch ein paar Fotos sowie das „Making of“ von unserem einstündigen Opernkrimi „Kriminaltango mit Carmen“ sehen:

Wiederaufnahme: „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“

Fast ein Jahr und zehn Monate nach der Premiere von „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“ konnten endlich die dritte und vierte Vorstellung der mitreißenden Musical-Revue stattfinden. Und es war eine phänomenale Wiederaufnahme! Mitklatschen bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“, Mitsingen bei „I’m a Believer“, Standing Ovations beim Hippie- und Rock’n’Roll-Medley sowie kullernde Tränen bei „Father and Son“ – was für ein Erlebnis!

Im Januar, März, April und Mai gibt es noch weitere Vorstellungen. Also: Unbedingt vorbeikommen und mit der Band und den Sänger*innen die Swinging Sixties zum Leben erwecken!

Zurück im Theater

Wir sind wieder hier, freuen uns riesig auf die anstehende Spielzeit 2021/2022 und sind voller Tatendrang!

An diesem Wochenende stehen direkt die ersten Vorstellungen im Rahmen von „Oper Kleinlaut“ auf dem Programm. Unser Jugendtreff wird im September endlich wieder live stattfinden, Hexe Kleinlaut und Fräulein Vorlaut können es gar nicht abwarten Quatsch zu machen und das Teewasser aufzusetzen und auch Formate wie unser Schulpatenprojekt „AkzepTANZ“ und neue Produktionen im Rahmen von „AaltoMobil“ werden fortgesetzt.

Hier findet ihr alle Infos – wann, wo, wie und überhaupt: https://www.theater-essen.de/oper/kinder-jugend/

Bis ganz bald im Aalto-Theater, in der Philharmonie, auf Zollverein, in der Schule oder, oder, oder…

Eure Marie-Helen und Sandra

Foto: Lukas Zander

AkzepTANZ „Ludwig van Beethoven – einsam zwischen Chaos und Musik“

Wie aufregend Musiktheater, Ballett und klassisches Konzert sein können, haben die Schülerinnen und Schüler der Essener Gustav-Heinemann-Gesamtschule in den vergangenen zwei Jahren erfahren. Trotz Pandemie konnten das Aalto-Theater und die Stiftung Zollverein mit ihrer Patenschule das gemeinsame Schulprojekt „AkzepTANZ“ verwirklichen.

Seit heute ist auch das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit online verfügbar: Unter dem Titel „Ludwig van Beethoven – einsam zwischen Chaos und Musik“ präsentieren die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs einen kunstvoll gestalteten Kurzfilm, der sich mit Beethovens Leben, seiner Musik sowie mit seiner Taubheit und der daraus resultierenden Isolation auseinandersetzt. Das zwölfminütige Video (Produktion: VL Videoproduktion) steht ab sofort auf der Homepage und dem YouTube-Kanal des Aalto-Musiktheaters zur Verfügung. Wir sind so begeistert!

Seit Februar 2020 haben sich die Jugendlichen – mit längeren coronabedingten Unterbrechungen – in verschiedenen Workshops zu den Themen Tanz, Szene und Kunst mit dem berühmten Komponisten beschäftigt, professionell angeleitet von Adelina Nigra (Tanz), Marijke Malitius (Regie) und Martina Flößer (Rüstmeisterin) aus dem Aalto-Theater. Eigentlich sollten die Ergebnisse der Workshops bei einer großen Abschlussveranstaltung im Sommer 2020 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein gezeigt werden, alternativ ist es nun zu einem – wie wir finden – großartigen Kurzfilm gekommen. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Quartett Uwaga! gemeinsam mit dem Folkwang Kammerorchester.

Das Projekt „AkzepTANZ“ wurde im September 2019 vom Aalto-Theater und von der Stiftung Zollverein ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie von den Freunden Zollverein und der RAG-Stiftung. Das Angebot ist mit Proben- und Konzertbesuchen, Gesprächen mit Theaterleuten, Backstage-Einblicken und Workshops vielseitig angelegt. Vieles davon konnte trotz Pandemie in die Tat umgesetzt werden. Die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben bei Besuchen auf Zollverein, in der Philharmonie Essen und im Aalto-Theater Kindervorstellungen, reguläre Abendvorstellungen, Proben und Sinfoniekonzerte angeschaut sowie an Führungen und Jugendtreffs teilgenommen.

In der kommenden Spielzeit setzen das Aalto-Theater und die Stiftung Zollverein ihre Zusammenarbeit mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule fort – dann wird Mozart genauer unter die Lupe genommen.

Schulprojekt AkzepTANZ

Im September 2019 sind wir mit dem Schulprojekt „AkzepTANZ“ an den Start gegangen:

Mehr als eintausend Schülerinnen und Schüler der Essener Gustav-Heinemann-Gesamtschule erfahren, wie aufregend Musiktheater, Ballett und klassisches Konzert sein können: Für das Projekt „AkzepTANZ“ haben sich das Aalto-Theater, die Stiftung Zollverein und das Folkwang Kammerorchester Essen zusammengeschlossen, unterstützt werden sie von den Freunden Zollverein und der RAG-Stiftung. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen die Akzeptanz klassischer Musik im Alltag zu erleichtern. Das Angebot ist vielseitig: Proben-und Konzertbesuche, Gespräche mit Theaterleuten, Backstage-Einblicke und Workshops. Ein Schwerpunkt ist die Musik von Ludwig van Beethoven, der 2020 seinen 250. Geburtstag gefeiert hätte.

Die Schülerinnen und Schüler der Kurse „Darstellen und Gestalten“ im 8. und 9. Jahrgang (seit diesem Schuljahr 9. und 10. Jahrgang) setzen sich mit Ludwig van Beethoven auseinander – seinem Leben, seinem Handicap (Otosklerose) und seiner Musik. Im 9. (jetzt 10.) Jahrgang konnten die Schüler zwischen einem Szene-und einem Tanz-Workshop wählen, im 8. (jetzt 9.) Jahrgang zwischen einem Kunst- und einem Tanz-Workshop. Workshopleiterinnen sind erfahrene Profis in den jeweiligen Gebieten. Adelina Nigra war Tänzerin (Tanz-Workshop), Martina Flößer ist Rüstmeisterin (Kunst-Workshop) und Marijke Malitius ist Regieassistentin (Szene-Workshop).

Im Juni 2020 sollte es dann eine große Abschlusspräsentation der Workshops auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein geben – diese konnte natürlich nicht stattfinden, weil Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aber: „Not“ macht erfinderisch und so haben wir das Format weiterentwickelt und verlängert. Über längere Zeiträume konnten wir die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler nicht persönlich treffen (einige leider bis heute noch nicht) und so war klar, dass wir zusätzliche Workshop-Termine im Schuljahr 20/21 benötigen. Zudem begleitet uns die Videokünstlerin Valeria Lampadova und dreht fantastische Aufnahmen von und mit den Schülerinnen und Schülern. Des Weiteren wird Tonmaterial von Uwaga! und dem Folkwang Kammerorchester in die Videos eingebettet. Bisher wurde ein „Making of“ gedreht, geschnitten und veröffentlicht:

Und gerade stecken wir in den Dreharbeiten für das finale Abschlussvideo! Wir hoffen, dass wir euch kurz vor den Sommerferien das Ergebnis präsentieren können. Tanz- und Szene-Workshop arbeiten nun eng zusammen, um eine Geschichte über Beethovens Leben, Leidenschaften und Sorgen darzubieten – wir sind uns sehr sicher: es wird ganz wunderbar!

Hier haben wir noch ein paar Detailaufnahmen von den Arbeiten des Kunst-Workshops. Auch diese Kunstwerke werdet ihr im Abschlussvideo wiederfinden können – Geigen, einen Flügel, Notengirlanden!

Also: Stay tuned! Wir halten euch auf dem Laufenden und melden uns spätestens mit dem Beethoven-Abschlussvideo!

JOTA-Digital „Rüstmeisterei“

Nachdem wir im Mai unsere Kostümabteilung näher vorgestellt haben, haben wir als nächste Abteilung die Rüstmeisterei unter die Lupe genommen und spannende Videos gedreht! Es geht um das Berufsbild des Rüstmeisters (oder im Falle des Aalto-Theaters der Rüstmeisterin), um Rüstungen, Waffen, Kronen und anderen Kopfschmuck.

In sechs weiteren Videos gibt es dann von Rüstmeisterin Martina Flößer eine Anleitung für eine Ritterrüstung zum Selberbauen. Mit Tipps zu Schnittmustern, Farben und Nieten kann Zuhause der eigene Brustpanzer entwickelt werden.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns eure Ergebnisse zusendet und wir Fotos von stolzen Ritterinnen und Rittern bekommen! 🙂

Und hier sind die insgesamt 7 Videos und der Link zum Schnittmuster des Brustpanzers:

Und hier findet ihr das Schnittmuster für den Brustpanzer zum runterladen: schnittmuster_blechmann_brustpanzer.pdf (theater-essen.de)

Wir sind jetzt zu dritt!

Hallo Spielzeit 2020/2021! Wir sind wieder da – und zwar zu dritt!

Unsere langjährige Kollegin Katja Goepel ist nun bei uns mit an Bord und übernimmt die Organisation und Dramaturgie für unser neues Projekt „AaltoMobil“. Es werden spezielle Opern-Aufführungsformate entwickelt, mit denen wir ab 2021 in Institutionen gehen, die nicht zu uns kommen können, wie beispielsweise Hospize, Pflegeheime oder Justizvollzugsanstalten.

Auch mit Oper Kleinlaut-Vorstellungen stehen wir in den Startlöchern. Wir starten am 5. September mit „Donnerröschen und der Forscherkönig“ in die neue Saison. Und unser Jugendtreff wird, passend zu unserer nächsten Opernpremiere, unter dem Motto „Orfeo – Höllenhits aus Griechenland“ stattfinden – wenn auch digital. Anmelden könnt ihr euch unter sandra.paulkowsky@aalto-musiktheater.de, damit ihr einen Zugang zum Online-Meeting bekommt. Das wird bestimmt ein Spaß, wenn alle gemütlich mit einer Tasse Kakao auf dem heimischen Sofa sitzen und wir trotzdem wild durcheinander plaudern 🙂 Schließlich lohnt es sich immer, in die verrückten Geschichten der griechischen Mythologie einzutauchen – und über Musik quatschen wir ja bekanntermaßen sowieso gerne.

Ansonsten: Lasst euch überraschen, was in dieser Spielzeit noch auf euch zukommt. Wir planen weiter und freuen uns sehr, euch bald wieder live und in Farbe zu sehen! Schaut regelmäßig hier, auf unserer Facebook-Seite und auf der Homepage des Aalto-Musiktheaters vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Eure

Marie-Helen, Katja und Sandra

dav

Marie-Helen Joël, Katja Goepel, Sandra Paulkowsky (v. l. n. r.)