Es weihnachtet sehr…

Wir bereiten derzeit „teatimes“,  Kinderstücke mit Hexe Kleinlaut, Kartenabreißerin Claudia und Fräulein Vorlaut sowie Jugendtreffen vor… Da kommt der Blog leider gerade viel zu kurz! Bald werden wir aber mal ausführlicher berichten, wie unsere Vorweihnachtszeit aussieht.

Zusätzlich drehen wir lauter Videos für unseren Adventskalender. Wenn ihr also verfolgen wollt, was wir so treiben – dann öffnet jeden Tag ein neues Türchen 😉

Hier geht es zum Aalto-Adventskalender: https://www.app-helper.com/advent/?appid=23872&cs=1

Unbenannt

Und wer mag, schaut einfach mal bei uns vorbei (eine Stunde vor jeder Vorstellung ist das Foyer geöffnet) und pflückt sich einen Wunsch von unserem Wunschbaum im Foyer. Kindern aus geflüchteten Familien wollen wir so Herzenswünsche erfüllen.

Die Geschenke sollten nicht teurer als 30 Euro sein und die Maße von 50cm x 50cm x 30cm nicht überschreiten. Bis zum 16. Dezember 2018 (3. Advent) können die verpackten Geschenke dann an der rund um die Uhr besetzten Bühnenpforte des Aalto-Theaters (Straßenbahnhaltestelle „Aalto-Theater“) abgegeben oder per Post an das Aalto-Theater, Stichwort „Wunschbaumaktion“, Opernplatz 10, 45128 Essen gesendet werden. Die Übergabe der Päckchen erfolgt in den Tagen vor Heiligabend.

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Die Oper „Carmen“ – Ein „unmoralisches Werk“

Vergangenen Montag haben wir uns mal wieder für unseren Jugendtreff JOTA zusammengesetzt. Am 13. Oktober feiert die neue Carmen-Inszenierung von Lotte de Beer Premiere im Aalto-Theater und deshalb stand unser Jugendtreff JOTA am Montag unter dem Motto „Carmen – Wenn spanische Folklore auf französische Sprache trifft“.

Bevor wir die Abendprobe von „Carmen“ besucht haben, haben wir uns einen Überblick über das Lebens des Komponisten Georges Bizet verschafft, der den großen Erfolg seiner Oper nicht mehr miterlebt hat. Und das, obwohl er über drei Jahre hinweg an seiner „Carmen“ gearbeitet hatte. Die Uraufführung am 3. März 1875 war nämlich ein großes Fiasko, und als sein Werk dann doch Weltruhm erlangte (heute ist „Carmen“ die meistgespielte Oper der Welt), war Bizet bereits verstorben.

Die Oper „Carmen“ ist eine opéra comique in vier Akten, die von Georges Bizet komponiert wurde. (Opéra comique heißt: Es gibt gesprochene Dialoge zwischen den musikalischen Nummern. Die Handlung ist nicht komisch, sondern eher rührend-sentimental. Die „großen Opern“ mit ihrer „Tragik“ waren dem Adel vorbehalten, daher gilt die opéra comique als eine Art bürgerliche Oper bzw. traditionell als die Oper der „einfachen Leute.) Das Libretto (das Textbuch der Oper) wurde von Henri Meilhac und Ludovic Halévy – nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Merimée – verfasst. Ort und Zeit der Handlung ist Sevilla um 1820.

Hier gibt es ein Video bei Youtube, in dem die Handlung der Oper anschaulich und knapp erzählt wird.

Wir haben über emotionale Beziehungen in der Oper „Carmen“ diskutiert, wie Liebe (Don José, Micaëla, evtl. Carmen), Treue (Micaëla zu José), Leidenschaft (Carmen – José, Escamillo – Carmen), Eifersucht (Don José), Selbstverliebtheit (Escamillo), Freundschaft (Mercedes, Frasquita), Glaube und Aberglaube (Kartenterzett), Mutterliebe (Don José) sowie Hass (Carmen – José) und Freiheitsliebe (Carmen). Außerdem waren Klischees ein Thema: Wir haben uns über typische Bilder wie die Farbe „Rot“, Stierkämpfer, Flamenco, Leidenschaft, Temperament, Kastagnetten und Fächer ausgetauscht. Besonders spannend wurde es, als wir besprochen haben, was Carmen so besonders macht und warum alle Männer hinter ihr her sind. Im Großen und Ganzen war man sich einig, dass es daran liegen müsse, dass Carmen sehr selbstbewusst ist und sich rar und unerreichbar macht. Die Freiheitsliebe macht sie aufregend, das starke Selbstbewusstsein macht sie attraktiv.

Da wir immer gerne nachforschen, wo uns Opern im Alltag begegnen, haben wir hier noch eine Liste an Video-Links zusammengestellt, in denen berühmte Musikstücke aus „Carmen“ in Werbungen, Liedern, Filmen etc. auftauchen. Wir hoffen, dass ihr die Videos genauso interessant, witzig und unterhaltsam findet wie wir. 🙂 Viel Spaß!

Pepsi-Werbung mit Beyoncé

Ajax-Werbung von 1993

Parfum-Werbung, aktuell

Muppetshow – Habanera

Muppetshow – Pigoletto

Carmen Cubana – A Latin Pop Opera

Melendiz – Fuck you all

Habanera aus der Serie „Dance Academy“

Trailer Film „U-Carmen

Opernverfilmung „Carmen“ 1984

Film von Carlos Saura, 1983

Ballett von Roland Petit

Charlie Chaplin – A Burlesque on Carmen, 1915

JOTA Spezial 2018

Konnichiwa! Was für ein spannender und kreativer Workshop-Tag unter dem Motto „Japan“!

Es wurde gebastelt, gemalt, geschminkt, gesungen, getanzt, geschreinert und inszeniert. Herausgekommen sind fabelhafte Bilder, Kimonos, japanische Masken, Schmetterlings-Installationen, ein Paravent, ein Tanz und ein inszenierter Einblick in die japanische Kultur.

Um 12 Uhr ging es los und alle Teilnehmer sind in ihre jeweiligen Workshops abgetaucht. In der Rüstmeisterei wurden Schmetterlingsinstallationen vorbereitet, im Ballettsaal wurde ein japanischer Tanz einstudiert, auf unserer großen Probebühne wurde nach japanischer Kunst gemalt und drei Etagen unter der Erde fanden der Regie- und Gesangworkshop ihren Arbeitsplatz auf einer weiteren Probebühne. Der Masken-Workshop bemalte Masken, die Teilnehmer konnten sich als Geisha schminken lassen und es wurden blutig aussehende Wunden erstellt. In der Schreinerei wurde an einem Paravent gewerkelt und in der Kostümabteilung wurden Happi (traditionelle japanische Jacken) gestaltet.

Anders als in den vergangen Jahren gab es am Ende des Tages keine einzelnen Präsentationen der Workshops im Foyer, sondern eine „große“ Gesamtshow. Den Zuschauern wurden japanische Traditionen – wie beispielsweise eine Teezeremonie, die Nationalhymne Japans und ein Tanz zu japanischer Musik präsentiert. Die Darsteller auf der Bühne trugen die vorbereiteten Happi des Kostüm-Workshops und der Paravent der Schreinerei, die gemalten Bilder und Schmetterlingsinstallationen peppten das Bühnenbild auf. Und auch das Publikum wurde bei einem Mitmach-Song eingebunden.

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Ein herrlicher Tag mit hunderten kreativen Ideen! Wir freuen uns jetzt schon auf JOTA Spezial im nächsten Jahr, wenn es rund ums Thema „Wasser“ geht 🙂

Wer danach immer noch nicht genug von Japan hatte, besuchte im Anschluss an den Workshop-Tag JOTA Spezial die Vorstellung von „Madama Butterfly“.

Unser Quiz zur WM 2018

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland steht vor der Tür – in 20 Tagen geht’s los – und wir sind schon völlig aus dem Häuschen!

Um die WM-Programme für Fräulein Vorlaut und unseren Jugendtreff auf die Beine zu stellen, haben wir einige Informationen über das Gastgeberland Russland, die verschiedenen Teilnehmerländer und die bekanntesten Fußballspieler gesammelt. Wer es nicht ins Aalto-Theater geschafft hat, hat jetzt und hier die Möglichkeit, sein WM-Wissen aufzufrischen, auszubessern und Besserwisser-Infos zu sammeln!

1. Wie viele Zuschauer passen in das größte WM-Stadion Russlands?

  1. 81.000
  2. 52.000
  3. 73.000
  4. 67.000

2. Die größte Burg der Welt ist in Europa beheimatet. Aber in welchem Teilnehmerland der WM ist die größte Burg der Welt zu sehen?

  1. Portugal
  2. Polen
  3. Deutschland
  4. Schweiz

3. Wie oft sind die Spieler Lionel Messi und Christiano Ronaldo jeweils mit dem Titel „Weltfußballer des Jahres“ ausgezeichnet worden?

  1. 3x
  2. 4x
  3. 5x
  4. 6x

4. Wie viele Kilometer muss man fahren, um mit dem Auto von Moskau nach Wladiwostok zu kommen?

  1. ca. 8.000 km
  2. ca. 17.000 km
  3. ca. 9.000 km
  4. ca. 13.000 km

5. Auf welcher Landesflagge gibt es keinen Stern?

  1. Marokko
  2. Panama
  3. Uruguay
  4. Senegal

6. In welchem Teilnehmerland der WM befindet sich die kleinste Stadt der Welt?

  1. Panama
  2. Serbien
  3. Südkorea
  4. Kroatien

7. Auf was für einem Gegenstand fliegt die russische Hexe Baba Jaga?

  1. Besen
  2. Mörser
  3. Staubsauger
  4. Teppich

8. Welcher internationale Flughafen ist der weltgrößte Verkaufsplatz für Schokolade?

  1. Brüssel
  2. Amsterdam
  3. Paris
  4. Stockholm

9. Im Schnitt besitzt weltweit jeder Mensch 56 Legosteine. In welchem Teilnehmerland der WM ist die Firma Lego Zuhause?

  1. Schweiz
  2. Dänemark
  3. Island
  4. Kolumbien

10. Welche Länder sind bei der diesjährigen WM 2018 in Gruppe F?

  1. Deutschland, Schweden, Mexiko, Südkorea
  2. Deutschland, Schweiz, Ägypten, Portugal
  3. Deutschland, Russland, Peru, Australien
  4. Deutschland, Frankreich, Panama, Island

11. Einer der heißesten Orte der Welt befindet sich in einem Teilnehmerland der diesjährigen WM. Um welches Land handelt es sich?

  1. Ägypten
  2. Senegal
  3. Mexiko
  4. Iran

12. Über wie viele Zeitzonen erstreckt sich Russland?

  1. Über 4 Zeitzonen
  2. Über 8 Zeitzonen
  3. Über 11 Zeitzonen
  4. Über 16 Zeitzonen

13. Was haben Australien und Senegal gemeinsam?

  1. Die Sprache
  2. Einen pinkfarbenen See
  3. Die gleichen Farben in der Landesflagge
  4. Linksverkehr

14. Was gibt es in Russland?

  1. Die längste Brücke der Welt
  2. Den höchsten Berg der Welt
  3. Die höchste Sanddüne der Welt
  4. Die längste Eisenbahnstrecke der Welt

15. Der Nobelpreis wurde nach Alfred Nobel benannt. Aus welchen Land kam dieser Herr?

  1. Schweden
  2. Belgien
  3. Frankreich
  4. Australien

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Lösungen:

  1. 1. (Olympiastadion Luschniki in Moskau)
  2. 2. (Die Marienburg in Polen)
  3. 3.
  4. 3. (laut schnellster Route bei Google Maps)
  5. 3. (Auf der Flagge von Uruguay gibt es eine Sonne)
  6. 4. (Hum, 30 Einwohner)
  7. 2.
  8. 1.
  9. 2.
  10. 1.
  11. 4. (Die Wüste Dascht-e Lut ist einer der heißesten Orte der Erde. Eine Bodenmessung im Sommer per Satellit ergab 70,7 °C. Eine wissenschaftliche Expedition konnte sogar noch eine heißere Temperatur von 78,2 °C messen.)
  12. 3.
  13. 2. (Der „Lake Hillier“ und der „Retba-See“)
  14. 4. (Die Strecke der transsibirischen Eisenbahn)
  15. 1.

 

0-4 richtige Antworten: Fan

Schon gar nicht schlecht! Aber da geht noch mehr 🙂

5-8 richtige Antworten: Profi

Du weißt schon eine ganze Menge und bist super auf die anstehende Weltmeisterschaft vorbereitet!

9-12 richtige Antworten: Experte

Dir macht in Sachen Fußball-Weltmeisterschaft 2018 kaum jemand was vor. Vielleicht solltest du noch schnell ein Ticket buchen und zur WM fliegen 😉

13-15 richtige Antworten: Besserwisser

Wow! Du weißt wirklich mehr als jeder Fernsehmoderator! Für dich kann’s wirklich losgehen 🙂

Hänsel ohne Hexe? – Märchenhafte Opernwelt

Endlich wieder JOTA! Vor dreieinhalb Wochen sind wir bereits aus den Spielzeitferien zurückgekehrt aber bis zum ersten Jugendtreff mussten wir noch bis gestern warten.

Nachdem wir bereits ein paar Requisiten und das Bühnenmodell der anstehenden „Hänsel und Gretel“-Premiere bereitgestellt hatten, konnten wir circa 20 Personen in Empfang nehmen, mit denen wir über die Neuinszenierung der Märchenoper sprechen wollten. Und das haben wir auch getan 🙂

Wir haben einen kleinen Einblick in die Handlung der Oper gegeben – die ist nämlich ein wenig anders, als wir alle es aus dem Grimm‘schen Märchen kennen. Die Mutter ist in der Oper nicht böse und möchte die Geschwister loswerden, sondern vielmehr gestresst. Sie schickt die Kinder lediglich in den Wald, damit sie ein paar Erdbeeren pflücken und zum Abendbrot wieder zurück sind. Außerdem gibt es in der Oper noch zusätzliche Wesen, wie das Sandmännchen, Taumännchen und einige Engel. Und am Ende der Geschichte, werden Hänsel und Gretel nicht reich, sondern retten viele andere Kinder, die von der Hexe bereits zuvor gefangen genommen worden sind.

Richtig spannend wurde es gestern aber erst, als sich jeder überlegen sollte, wie er (oder sie) sich eine Hexe vorstellt: Muss die Hexe einen krummen Rücken und eine Hakennase haben? Muss die Hexe alt sein? Muss die Hexe überhaupt eine Frau sein? – Und das Hexenhaus: Ist es groß oder klein? Ist es wirklich aus Lebkuchen gebaut oder handelt es sich vielleicht um ein modernes Einfamilienhaus? – Wie muss der Wald aussehen: Ist es ein Laubwald? Oder müsste es Nadelgehölz sein? Gehört Nebel dazu? … Fragen über Fragen! Wir haben gemeinsam diskutiert und festgestellt: Es gibt wohl kein allgemeingültiges Gesetz, wie die Hexe auf der Opernbühne aussehen muss. Quasi alles ist möglich, solange es sich dramaturgisch erklären lässt und ein bestehendes Gesamtkonzept nicht sprengt.

Weg von Theorie, hin zur Praxis! Nach der Diskussion haben wir uns gemeinsam das Bühnenmodell für die anstehende Produktion von „Hänsel und Gretel“ angeschaut. Unsere Teilnehmer des Jugendtreffs hatten Glück und durften schon einen exklusiven Blick auf das Bühnenbild werfen, welches ansonsten natürlich noch bis zur Premiere streng geheim bleibt 😉

Zu guter Letzt sind wir noch in die Tiefen des Aalto-Theaters vorgedrungen und haben uns einige Bühnenteile im Kulissenlager angesehen. Das war richtig interessant: Von der Idee zum konkreten Bühnenteil, das in nur wenigen Wochen auf der Bühne stehen wird!

Beim nächsten JOTA-Termin am 20. November dürfen wir dann den Beruf des Maskenbildners kennenlernen. Es wird spannend! 🙂

JOTA Spezial 2017

Und schon wieder ist unser jährlicher und ereignisreicher JOTA Spezial-Workshoptag erfolgreich über die Bühne gegangen.

Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren haben den vergangenen Sonntag zu einem einzigartigen Tag gemacht. Es wurden Tänze einstudiert, Stücke geschrieben, es wurde gemalt, geschreinert, gebatikt und vieles mehr. Folgende Workshops wurden angeboten: Maske, Kostüm, Regie, Dramaturgie, Rüstmeisterei, Schreinerei, Presse, Gesang, Tanz und Malen.

Abends haben wir dann noch gemeinsam das Abenteuer Konzert „Fantasia Aalto“ besucht und uns von Bühnentechnik, Beleuchtung und Sängern verzaubern lassen.

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Ausgabe von JOTA Spezial am 24. Juni 2018 😉

Hier ein kleiner Einblick in die Arbeiten einiger Workshops:

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Diese Geschichte haben der Dramaturgie- und Regie-Workshop geschrieben und inszeniert:

Dramturgie_Regie

Und so sah es bei der Show abends auf der Bühne aus:

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Sommer, Sonne, Stadtpark

Die 25-Grad-Marke wird jeden Tag aufs Neue geknackt, die Sonnenbrillen werden täglich blank geputzt und das Eis schmeckt zu jeder Tageszeit! Nicht nur in den Parkanlagen und den Freibädern ist die Stimmung auf dem Zenit, sondern auch bei uns im Aalto-Theater genießen wir das sommerliche Wetter in vollen Zügen.

Hier ein paar Bilder von unserem Haus in strahlendem Sonnenschein:

 

Finden unsere Proben natürlich auf unseren Probebühnen statt und werden Beleuchtungsproben weiterhin nur hinter geschlossenen Türen möglich sein, so genießt eine Vielzahl unserer Mitarbeiter jede freie Minute auf der Terrasse. Da werden Sonnenbrillen aufgesetzt, in der Kantine ein Eis nach dem anderen bestellt und es wird von gemütlichen Stunden am Baldeneysee geträumt.

Aber wir wären ja nicht am Theater, wenn wir nicht lieben würden, was wir tun. So großartig es auch ist, ein kleines Päuschen in der Sonne (oder im Schatten unter dem Sonnenschirm) zu machen, so schön ist es auch ins Aalto-Theater einzukehren und weiter an Programmen zu feilen und sich Planungen für die nächsten Vorstellungen und Formate zu widmen.

In diesem Monat und auch dem nächsten steht noch Einiges auf dem Programm: JOTA Spezial, das Abenteuer Konzert „Fantasia Aalto“, der Konzertabend „Very British!“ und ein Sommerferien-Programm mit Hexe Kleinlaut. Wir stecken schon wieder in den Startlöchern und sammeln sommerliche Bastelideen und Strand-Songs.

Neues Bild (1)Neues Bild

Ihr seht: Die Sonnenstrahlen motivieren uns so richtig durchzustarten 🙂

Jeanshose, Rock oder Ballkleid?

Zunächst einmal: Es gibt keine festen Regeln, was bei einem Theaterbesuch getragen werden muss! Jeder Zuschauer kann sich so (schick oder auch nicht schick) anziehen, wie er mag.

Einigen Leuten macht es bestimmt Spaß, sich speziell fürs Theater in Schale zu schmeißen und das schönste Kleid anzuziehen, sowie das glamouröseste Make-Up aufzutragen. Beim wöchentlichen Einkauf würde man schließlich doch schräg angeguckt werden, wenn man im Ballkleid in den Supermarkt geht 😉

Aber warum sollte man sich schick anziehen, wenn es im Zuschauerraum doch eh dunkel ist und niemand das ausgewählte Outfit sehen kann? Nun ja, es gibt schließlich immer noch Pausen und eine Zeit , bevor die Vorstellung beginnt. Da kann man sich im Foyer bei bester Beleuchtung den anderen Zuschauern zeigen.

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© Lukas Zander

Außerdem zeugt eine vornehme Kleiderwahl von Wertschätzung des Theaterbesuchs und von Würdigung der künstlerischen Arbeit; man zeigt, dass man die Vorstellung und die Kunst auf der Bühne ernst nimmt und das Ereignis für wichtiger hält als einen Fernsehabend auf dem Sofa.

Allerdings stellt sich noch die Frage, warum man für Theater-, Opern- und Ballettbesuche  das Bedürfnis hat sich „aufzuhübschen“, für Kinobesuche aber für gewöhnlich nicht. Schließlich könnten Theaterbesuche doch genauso alltäglich sein wie ein Abend im Kino. Vom Prinzip her ist es sehr ähnlich: Man kauft sich Karten, holt sich noch ein Getränk (und zusätzlich Popcorn) und setzt sich mit anderen Menschen gemeinsam in einen Zuschauerraum. So weit, so gut. Dann kommt es allerdings zum entscheidenden Unterschied zwischen Theater- und Kinobesuch. Im Theater ist alles live. Jede Vorstellung ist aufs Neue anders und die Künstler stehen wirklich vor einem und strengen sich für das Publikum an. Im Kino wird „lediglich“ ein Film gezeigt, der gedreht wurde und nun beliebig oft wiederholt werden kann. Da mir persönlich der Live-Charakter bei einem Kinobesuch fehlt, ziehe ich mich bei diesem genauso an, wie in der Schule. Wenn ich dann allerdings ins Theater gehe, achte ich schon auf eine halbwegs schicke Kleiderwahl.

Im Großen und Ganzen finde ich, dass es für einen Theaterbesuch angemessen ist, einen Rock mit einer Bluse oder eine Hose mit einem schicken Oberteil zu kombinieren und nicht einfach in einer Jogginghose mit Schlabbershirt aufzukreuzen. Und so scheinen es die meisten Besucher auch zu halten, wie diese Aufnahme aus dem Foyer verdeutlicht:

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© Lukas Zander

Letztendlich darf aber natürlich jeder für sich entscheiden, wie er sich für einen Abend im Theater kleidet.

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Autor
Felicitas ist regelmäßige Teilnehmerin von JOTA und von nun an auch Autorin im Rahmen dieses Blogs.

Neues Jahr, neuer JOTA-Termin!

Nächsten Montag treffen wir uns das erste Mal in 2017 und wollen zusammen mit euch in eine Probe von Rigoletto reinschnuppern. Ihr denkt, dass ihr Rigoletto nicht kennt? Wir wetten, dass ihr die Musik mit Sicherheit schonmal gehört habt. Aber dazu kommen wir am Montag 😉

Hier mal ein kleiner Tipp vorab, woher ihr einen kleinen Ausschnitt der Oper bereits kennen könntet:

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Zwar feiern wir erst nächste Woche Samstag Premiere, können aber vorher bereits einen Blick in die Klavierhauptprobe – kurz KHP – werfen. In dieser Probe wird das erste Mal die gesamte Ausstattung zusammengefügt und wird bestenfalls so aussehen, wie auch bei der Premiere: Beleuchtung, Kostüm, Maske, Requisite, und, und, und.

„KHP“ bedeutet übrigens, dass es keine Orchestermusik geben wird und die Sänger lediglich von einem Pianisten auf dem Flügel begleitet werden. Mit etwas „Glück“ (jedenfalls für uns) wird die Probe aber bestimmt mal unterbrochen und wir können sehen und hören, was der Regisseur sich anders vorstellt, wie die Sänger auf der Bühne arbeiten oder wie Umbauten ablaufen. In Klavierhauptproben gibt es nämlich manchmal noch Einiges, was verbessert wird.

Im Anschluss wollen wir uns mit euch zusammensetzen und Fragen beantworten sowie gesammelte Eindrücke besprechen. Kritikpunkten und Anmerkungen sind keine Grenzen gesetzt und wir können jegliche Beobachtung innerhalb unserer Gruppe diskutieren, wie beispielsweise: „Warum passiert dieses oder jenes?“, „Was macht er oder sie an dieser Stelle?“, „Das hat mir gefallen, was anderes wiederum überhaupt nicht.“ Wir reden einfach über alles, was euch in den Sinn kommt 🙂

Zur Einstimmung könnt ihr hier nochmal das Plakat sehen. Auch darüber können wir am Montag gemeinsam quatschen.

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Plakat zu Verdis Rigoletto im Aalto-Theater in der Inszenierung von Frank Hilbrich

 

Macht euch auf was gefasst!

Wir freuen uns schon!