Buntes Herbstgeraschel

Bunt sind schon die Wälder – Gelb die Stoppelfelder – Und der Herbst beginnt…

Was kann man Schöneres im Herbst machen, als einen Herbstspaziergang durch den Wald zu unternehmen und mit gesammelten Kastanien Deko für Zuhause zu basteln? Außerdem müssen Vorbereitungen für Halloween und womöglich anstehende Martinsumzüge getroffen werden. Und selbst, wenn es keinen Martinsumzug gibt: Laternen sehen auch im Wohnzimmer super aus.

Hexe Kleinlaut hat am vergangenen Wochenende mit ihren jungen Zuschauerinnen und Zuschauern Herbstlieder gesungen und ihnen Bastelideen präsentiert. Hier zeigen wir euch nochmal zwei unserer liebsten Bastelkreationen:

Kastanienkranz und Kastanienkugel

Benötigt werden sehr (sehr, sehr, sehr) viele Kastanien, ein großer Kranz aus dicker Pappe, Moos, eine Styroporkugel, braune Acrylfarbe, ein Pinsel und eine Heißklebepistole.

Den großen Papp-Kranz haben wir mit 12cm Dicke (die Dicke ist natürlich beliebig auswählbar) ausgeschnitten. Auf diesen wurden dann Kastanien mit der Heißklebepistole aufgeklebt. Tipp: mit dem innersten Kreis anfangen und dann den nächstgrößeren Kreis drumherum aufkleben und so weiter. Da Kastanien mit der Zeit schrumpelig und kleiner werden, sollten diese direkt so eng wie möglich aneinander geklebt werden. Wer mag, kann innen und außen Moos ankleben.

Die Styroporkugel (Durchmesser beliebig) mit brauner Acrylfarbe anmalen und trocknen lassen. Und schon kann die Kugel mithilfe der Heißklebepistole mit Kastanien beklebt werden. Auch hier muss beachtet werden, dass Kastanien mit der Zeit schrumpeln. Daher gilt auch hier: die Kastanien so eng wie möglich aneinander auf der Styroporkugel festkleben.

Kastanienkranz mit Kastanienkugel

Kugelfisch-Laterne

Leicht gebastelt – mit einem tollen Ergebnis – ist der Lampion-Muffinförmchen-Fisch. Benötigt wird ein Papierlampion mit 25 cm Durchmesser, viele bunte Muffinförmchen, eine Styroporkugel mit 6 cm Durchmesser und Bastelpappe. Außerdem blaue Acrylfarbe, ein schwarzer Filzstift und eine Heißklebepistole.

Den Lampion aufspannen und nach und nach mit den bunten Muffinförmchen bekleben. Die Styroporkugel halbieren, blau anmalen und mit Filzstift Pupillen aufmalen. Aus der Bastelpappe eine Schwanzflosse, zwei seitliche Flossen und den Fischmund basteln – diese noch an den entsprechenden Stellen ankleben – fertig.

Habt ihr auch noch tolle Basteltipps auf Lager? Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns schreibt und eure Bastelergebnisse mit uns teilt. Schickt uns eure Projekte gerne an diesen Blog oder an sandra.paulkowsky@tup-online.de 🙂

Wir sind jetzt zu dritt!

Hallo Spielzeit 2020/2021! Wir sind wieder da – und zwar zu dritt!

Unsere langjährige Kollegin Katja Goepel ist nun bei uns mit an Bord und übernimmt die Organisation und Dramaturgie für unser neues Projekt „AaltoMobil“. Es werden spezielle Opern-Aufführungsformate entwickelt, mit denen wir ab 2021 in Institutionen gehen, die nicht zu uns kommen können, wie beispielsweise Hospize, Pflegeheime oder Justizvollzugsanstalten.

Auch mit Oper Kleinlaut-Vorstellungen stehen wir in den Startlöchern. Wir starten am 5. September mit „Donnerröschen und der Forscherkönig“ in die neue Saison. Und unser Jugendtreff wird, passend zu unserer nächsten Opernpremiere, unter dem Motto „Orfeo – Höllenhits aus Griechenland“ stattfinden – wenn auch digital. Anmelden könnt ihr euch unter sandra.paulkowsky@aalto-musiktheater.de, damit ihr einen Zugang zum Online-Meeting bekommt. Das wird bestimmt ein Spaß, wenn alle gemütlich mit einer Tasse Kakao auf dem heimischen Sofa sitzen und wir trotzdem wild durcheinander plaudern 🙂 Schließlich lohnt es sich immer, in die verrückten Geschichten der griechischen Mythologie einzutauchen – und über Musik quatschen wir ja bekanntermaßen sowieso gerne.

Ansonsten: Lasst euch überraschen, was in dieser Spielzeit noch auf euch zukommt. Wir planen weiter und freuen uns sehr, euch bald wieder live und in Farbe zu sehen! Schaut regelmäßig hier, auf unserer Facebook-Seite und auf der Homepage des Aalto-Musiktheaters vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Eure

Marie-Helen, Katja und Sandra

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Marie-Helen Joël, Katja Goepel, Sandra Paulkowsky (v. l. n. r.)

 

TUP trotz(t) Corona

Wir bleiben trotzdem bei euch:

Leider müssen wir euch mitteilen, dass die Theater und Philharmonie Essen (TUP) alle Veranstaltungen in ihren Spielstätten Aalto-Theater, Philharmonie Essen, Grillo-Theater sowie Casa und Box bis zum Ende der laufenden Spielzeit 2019/2020 abgesagt hat. Aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Situation kann der Spielbetrieb bis zum Sommer aus organisatorischen Gründen nicht wieder aufgenommen werden. Die Spielzeit endet also vorzeitig.

Für telefonische Rückfragen stehen euch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TicketCenters von montags bis samstags, jeweils von 10 bis 15 Uhr gerne zur Verfügung.

Aktuelle Informationen findet ihr immer unter https://www.theater-essen.de/.

Wir danken euch für euer Verständnis – und bitte bleibt gesund!

 

Wir informieren euch über Neuigkeiten!
Gespielt wird derzeit nicht im Aalto-Theater, doch trotz Corona: Hexe Kleinlaut und ihre Freunde präsentieren in den kommenden Tagen und Wochen kleine Programme für Kinder und Jugendliche aus dem Opernhaus. Auch Basteltipps, Malvorlagen und Mitmachaktion sind dabei:
https://www.theater-essen.de/…/kinder-un…/tup-trotzt-corona/

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Diese Malvorlage wurde von Marie Joel gezaubert. Und das Titelfoto zu diesem Beitrag hat unser lieber Sängerkollege Dmitry Ivanchey geschossen 🙂

Vorbereitung ist doch keine Arbeit

Meist werden Vorbereitungen oder die Arbeit, die hinter Details liegen, von Außenstehenden gar nicht wahrgenommen. Doch auch Dinge wie Dekoration sind aufwendig und können eine gemütliche Atmosphäre erzeugen: So, dass das Publikum sich beispielsweise wohlfühlt. Auch Kleinigkeiten nehmen oft viel Zeit in Anspruch.

Dekoration für Hexe Kleinlaut
Vorstellungen mit Hexe Kleinlaut sind ein knapp einstündiges Unterhaltungsprogramm, für Kinder. Dafür muss einiges vorbereitet werden. Neben den Darstellern, die ihren Text lernen, den Technikern, die für Ton und Licht sorgen und den Maskenbildnern, die die Darsteller in einen neuen Charakter verwandeln, müssen auch Deko-Elemente für die Kulisse angefertigt werden.
Für das Karnevals-Programm von Hexe Kleinlaut wurden Clowns aus Papptellern aufgepeppt und gebastelt. Außerdem wurden Tiere des Bauernhofes wurden für das Kinderprogramm gezeichnet und bunt gestaltet.

Vorbereitung der Zeichnungen
1. Bilder der gewünschten Tiere aus dem Internet suchen
2. Zeichenart aussuchen, dass alle Bilder einen ähnlichen Zeichenstil haben
3. Skizzen vorzeichnen
4. Skizzen ausbessern, Proportionen anpassen
5. Mit wenigen Strichen originalgroß vorzeichnen
6. Nachzeichnen bzw. Kopie anfertigen
7. Farben anhand der Skizze ausprobieren bzw. aussortieren
8. Farbig malen
9. Schattieren
10. Aufkleben

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Autor

Michelle absolviert ein dreiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.

Es weihnachtet sehr!

Es ist ganz schön ruhig auf unserem Blog geworden. Das liegt aber keinesfalls daran, dass wir nichts zu berichten hätten sondern vielmehr daran, dass wir gerade viele verschiedene Baustellen haben und schlichtweg keine Zeit gefunden haben, ein Update zu liefern.

Jetzt aber!

Nun stecken wir schon mitten in der Adventszeit und kommen durch unsere Weihnachtsprogramme auch schon richtig in Stimmung. Vergangenes Wochenende gab es in der Philharmonie ordentlich „Rabatz unterm Weihnachtsbaum“. Draußen war es sonnig und knackig kalt und im RWE-Pavillon wurde es gemütlich weihnachtlich. Zusammen mit den Kindern wurde über Baumschmuck gesprochen und fröhlich gesungen. Das war ein großer Spaß und wir freuen uns schon, wenn es am Sonntag mit Hexe Kleinlaut, den Weihnachtsvorbereitungen und „10 kleinen Weihnachtsmännern“ weitergeht. Fotos folgen 😉

Außerdem ist Hexe Kleinlaut am 18. Dezember auf Zollverein zu Gast und wird auch dort hexen, singen und sich Mühe geben, nicht vorzeitig alle Türchen des Adventskalender zu öffnen.

Apropos Adventskalender! Der digitale Adventskalender des Aalto-Theaters ist natürlich auch in diesem Jahr wieder am Start. In 24 kurzen Videos wird die Weihnachtsgeschichte erzählt – Marias und Josephs Herbergssuche im Theater, ein Krippenbild und natürlich viel Musik warten auf euch. Schaut mal rein!

Und was darf an Weihnachten auf gar keinen Fall fehlen, natürlich auch nicht bei uns im Theater? Natürlich, der Tannenbaum! Im Foyer steht schon seit zwei Wochen der Wunschbaum. Am geschmückten Baum hängen Wünsche von Kindern, die mit ihren Familien in Essen eine Zuflucht gefunden haben. Mit dem Wunschbaum will das Aalto-Theater in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk Essen Kindern aus solchen Familien zu Weihnachten einen Herzenswunsch erfüllen. Alle Theatergänger sind aufgerufen, bei ihren Vorstellungsbesuchen einen dieser Weihnachtswünsche vom Baum zu nehmen und zu erfüllen. Dabei sollten die Geschenke nicht teurer als € 30,00 werden und die Maße von 50cm x 50cm x 30cm nicht überschreiten. Bis zum 15. Dezember 2019 (3. Advent) können die verpackten Geschenke (mit angehängtem Wunschzettel) an der – rund um die Uhr besetzten – Bühnenpforte des Aalto-Theaters (Straßenbahnhaltestelle
„Aalto-Theater“) abgegeben oder per Post an: Aalto-Theater, Stichwort „Wunschbaum“, Opernplatz 10, 45128 Essen gesendet werden.

Die Geschenke sammeln wir dann, bis diese abgeholt werden, in unserem Büro. Hier wird es immer voller und enger aber es ist wirklich schön, den ganzen Tag buntes Geschenkpapier und so viele erfüllte Wünsche um sich zu haben. Und es werden von Tag zu Tag mehr 🙂

Am 20. Dezember findet die diesjährige Weihnachts-Teatime unter dem Motto „Süßer die Glocken nie wimmeln“ im Aalto-Foyer statt. Auch hierfür stehen wir in den Startlöchern. Fräulein Vorlaut kann es kaum erwarten, ihre Gäste und sich selbst so richtig in Weihnachtsstimmung zu singen.

Wir melden uns ganz bald wieder und wünschen euch eine schöne Adventszeit!

 

Hallo Spielzeit 2019|2020!

Wir sind wieder hier und wir starten direkt voll durch!

Es wird schon wieder fleißig für das Oper Kleinlaut-Programm „Rotkäppchen und der Aufschneider“ geprobt, unser gemeinsames Theaterfest mit allen Sparten steht auch schon vor der Tür und der erste Jugendtreff findet am 30. September statt.

Wir freuen uns sehr auf die neue Spielzeit, auf euch und viele spannende Projekte!

Schaut mal rein, was in den kommenden Monaten alles auf dem Programm steht: https://www.theater-essen.de/oper/kinder-jugend/

Bis ganz bald
Marie-Helen & Sandra

Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt…

… oder vielmehr: Hexe Kleinlaut und Fräulein Vorlaut kommen, und zwar mit dem Kinderprogramm „Zollverein – Die schönste Zeche der Welt“. Ausgerüstet mit Schutzbrille und Taschenlampe bahnen sie sich einen Weg zwischen den jungen Zuschauern hindurch, um die Bühne zu erreichen, die wie eine Mischung aus Oma Trudes Wohnzimmer und einem Lager für Bergbau-Ausstattung aussieht.

2018 wird mit der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Zeche im Ruhgebiet geschlossen, auf Zeche Zollverein war schon 1986 Schicht im Schacht. Das hat die TUP zum Anlass genommen, die Festwoche KUNST⁵ unter das Motto „HeimArt“ zu stellen. Und auch Fräulein Vorlaut (im Aalto-Theater) und Hexe Kleinlaut (auf dem Welterbe Zollverein) haben sich mit dem Thema „Zeche und Kohle“ auseinandergesetzt.

Fräulein Vorlaut und Hexe Kleinlaut sprechen mit ihren Zuschauern – im Grundschul- und Kindergartenalter – über die Entstehung von Kohle, über die Werkzeuge der Bergleute und die Bergmannssprache, die oft als „hart aber herzlich“ bezeichnet wird. So gibt es den sogenannten „Weiberarsch“, eine Kohlenschüppe, die eine entsprechende Form aufweist…

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Der „Weiberarsch“ war auch bei Nachbesprechungen in der Schule ein Thema

Es wurde aber auch über viele weitere typische Begriffe aus dem Ruhrgebiet gesprochen: Wisst ihr, was „Kokolores“ ist? Oder was es bedeutet, wenn viel „Tinnef“ herumsteht, es draußen „dröppelt“ und die Kinder ständig „gibbeln“? (Auflösung siehe unten)

Dass es jetzt unter uns wie ein Schweizer Käse aussieht, haben wir den Bergleuten zu verdanken, die jahrzehntelang das Ruhrgebiet auf der Suche nach Kohle ausgehöhlt haben. Aber wie wurde die Kohle überhaupt entdeckt? Hier eine Kurzfassung des Märchens „Schweinehirt Jörgen entdeckt die Kohle“, das Hexe Kleinlaut und Fräulein Vorlaut zum Besten gegeben haben:

Es war einmal an einem Winterabend vor langer Zeit. Jörgen hatte den ganzen Tag über Schweine gehütet und wollte nun eine Kuhle graben, um darin Brennholz zu entzünden. Da sah er, dass eines der Schweine schon ein Loch gewühlt hatte, also entzündete er dort ein Feuer. Nach der Mahlzeit kroch er unter seine Decke und schlief ein.

Als Jörgen am Morgen erwachte, staunte er nicht wenig: die schwarzen Steine, auf denen er das Feuer entzündet hatte, glühten und funkelten in den schönsten Farben und gaben Wärme ab. Er konnte es kaum fassen und hielt diese seltsamen schwarzen Steine für verhexte Zaubersteine; daher verließ er mit seiner Schweineherde eilig diesen unheimlichen Ort.

Am nächsten Tag jedoch geschah das gleiche, wieder fand er morgens glühende Steine auf seiner Feuerstelle. Nun war Jörgen nicht mehr so ängstlich, nahm ein paar der Steine mit ins Dorf und berichtete den staunenden Leuten von seiner Entdeckung. Diese wollten nun ebenfalls solche Wundersteine besitzen, Jörgen zeigte ihnen die Stellen, und die Leute sammelten sie auf und nahmen sie mit nach Hause. Dort erfreuten sie sich an den wärmenden Zaubersteinen, mit denen sie vortrefflich heizen konnten.

 Und natürlich wurde für und mit den Kindern gesungen! Passend zum Thema gibt es eine – von Marie-Helen Joël und Heribert Feckler – komponierte „Zollverein-Hymne“. Zu den Liedzeilen „Wir sind Feuer und Flamme für immer – Kumpel wollen wir sein – Die schönste Zeche auf Erden – bleibt immer Zollverein!“ kann kräftig mitgeschunkelt werden und bei dem Lied „Es geht weiter“ wird ein Blick auf die Zukunft des Ruhrgebiets geworfen. Denn: „Den Blick nach vorn, den hab’n wir nie verlor’n“ 😉

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Lösung zum Wort-Quiz: Kokolores = Unsinn, Tinnef = unnützer Kleinkram, dröppeln = leichter Regen, gibbeln = kichern

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Autor

Jana studiert Musikpädagogik und hat in ihren Semesterferien ein vierwöchiges Praktikum in der Theaterpädagogik gemacht. Hier schreibt sie von ihren Eindrücken und Erlebnissen.