Ferienabenteuer 2018

Unter dem Motto „Knusper, Knusper Knäuschen, wir bauen uns ein Häuschen!“ ging das Ferienabenteuer Vorlaut in den vergangenen Tagen in eine neue Runde. Mit kleinen und großen Helfern entstand neben einer bezaubernden Kulisse und eindrucksvollen Tanz- und Gesangseinlagen, eine ganz außergewöhnlich-schöne Geschichte.

In dem Märchen von den backenden Waldhexen und den hungrigen Kindern begleiten die Zuschauer eine kleine Hexe und ihren lustigen Raben, Ruseldudel. Die beiden ziehen in ein Dorf um, welches es sich zur Aufgabe macht, das schönste Süßigkeiten-Hexendorf zu werden. Dies gelingt mit vereinten Backkräften und durch die Hilfe von Hänsel und Gretel. Doch bis zur großen Kuchenparade müssen die Dorfbewohner mit einem Erdbeerbeben, hungrigen Kindern, und so manch anderer Überraschung fertig werden.

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Doch bevor es zu der Vorstellung am 25. Oktober 2018 um 12:00 Uhr im Foyer des Aalto-Theaters kommen kann, stehen 31 Kinder drei Tage zuvor am Bühneneingang des Theaters und warten gespannt auf das, was sie erwarten wird. Die Augen weiten sich, als sie ins Bastelparadies eintreten. Hier gibt es alles was ein kreatives Herz begehrt: Acrylfarben, Federn, Buntstifte, Glitzerstaub, Strasssteinchen, Klebeherzen, bunte Pappe, Glitzerpappe, Tortenspitze, Watte, Pailletten, Moos und viele weitere Bastelutensilien. Schau selbst:

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So basteln wir fleißig an Lebkuchenmännern, Masken, Lebkuchenkeksen, den Fenster und Türen der Papp-Lebkuchenhäuschen und deren Dachziegeln. Zu guter Letzt entsteht auch ein Regenbogen.

Auf der benachbarten Probebühne wird zeitgleich an der Choreografie gearbeitet. Im Stück tauchen neben den Hexen nämlich auch Fliegenpilze, Engelchen, Unwetterstürme, ein Eichhörnchen und ein Rabe auf. Jeden Mittag gibt es eine kleine Vorschau von den bereits erarbeiteten Szenen und es macht großen Spaß zu sehen, wie sich nach und nach das Stück zu einem zusammengewachsenen Ganzen etabliert.

Am Ende dieser Zeit steht eine Vorstellung, die sowohl das Publikum als auch Mitwirkende begeistert. In diesem Sinne – Wir sind gespannt auf das nächste Ferienabenteuer!

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Autor

Luzia absolviert im Rahmen ihres Studiums ein zweiwöchiges Praktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.  

Hänsel ohne Hexe? – Märchenhafte Opernwelt

Endlich wieder JOTA! Vor dreieinhalb Wochen sind wir bereits aus den Spielzeitferien zurückgekehrt aber bis zum ersten Jugendtreff mussten wir noch bis gestern warten.

Nachdem wir bereits ein paar Requisiten und das Bühnenmodell der anstehenden „Hänsel und Gretel“-Premiere bereitgestellt hatten, konnten wir circa 20 Personen in Empfang nehmen, mit denen wir über die Neuinszenierung der Märchenoper sprechen wollten. Und das haben wir auch getan 🙂

Wir haben einen kleinen Einblick in die Handlung der Oper gegeben – die ist nämlich ein wenig anders, als wir alle es aus dem Grimm‘schen Märchen kennen. Die Mutter ist in der Oper nicht böse und möchte die Geschwister loswerden, sondern vielmehr gestresst. Sie schickt die Kinder lediglich in den Wald, damit sie ein paar Erdbeeren pflücken und zum Abendbrot wieder zurück sind. Außerdem gibt es in der Oper noch zusätzliche Wesen, wie das Sandmännchen, Taumännchen und einige Engel. Und am Ende der Geschichte, werden Hänsel und Gretel nicht reich, sondern retten viele andere Kinder, die von der Hexe bereits zuvor gefangen genommen worden sind.

Richtig spannend wurde es gestern aber erst, als sich jeder überlegen sollte, wie er (oder sie) sich eine Hexe vorstellt: Muss die Hexe einen krummen Rücken und eine Hakennase haben? Muss die Hexe alt sein? Muss die Hexe überhaupt eine Frau sein? – Und das Hexenhaus: Ist es groß oder klein? Ist es wirklich aus Lebkuchen gebaut oder handelt es sich vielleicht um ein modernes Einfamilienhaus? – Wie muss der Wald aussehen: Ist es ein Laubwald? Oder müsste es Nadelgehölz sein? Gehört Nebel dazu? … Fragen über Fragen! Wir haben gemeinsam diskutiert und festgestellt: Es gibt wohl kein allgemeingültiges Gesetz, wie die Hexe auf der Opernbühne aussehen muss. Quasi alles ist möglich, solange es sich dramaturgisch erklären lässt und ein bestehendes Gesamtkonzept nicht sprengt.

Weg von Theorie, hin zur Praxis! Nach der Diskussion haben wir uns gemeinsam das Bühnenmodell für die anstehende Produktion von „Hänsel und Gretel“ angeschaut. Unsere Teilnehmer des Jugendtreffs hatten Glück und durften schon einen exklusiven Blick auf das Bühnenbild werfen, welches ansonsten natürlich noch bis zur Premiere streng geheim bleibt 😉

Zu guter Letzt sind wir noch in die Tiefen des Aalto-Theaters vorgedrungen und haben uns einige Bühnenteile im Kulissenlager angesehen. Das war richtig interessant: Von der Idee zum konkreten Bühnenteil, das in nur wenigen Wochen auf der Bühne stehen wird!

Beim nächsten JOTA-Termin am 20. November dürfen wir dann den Beruf des Maskenbildners kennenlernen. Es wird spannend! 🙂