Very British!

Schon gewusst, dass in England eine Briefmarke, die die Königin abbildet nicht kopfüber aufgeklebt werden darf, da dies als Verrat betrachtet werden könnte? Das klingt ganz schön gefährlich und verrückt aber festgenommen wurde in den letzten Jahren mit Sicherheit niemand wegen eines solchen Vorfalls. Das allein klingt aber schon spannend genug, um mal genauer einen Blick auf das Vereinigte Königreich zu werfen.

So haben wir am Montag unseren Jugendtreff „JOTA“ ganz im Zeichen von England und den Proms-Konzerten gestaltet. Wir haben über England, Schottland, Wales, Nordirland – kurzum über das gesamte Vereinigte Königreich gesprochen: Über bekannte Sehenswürdigkeiten und eindrucksvolle Landschaften, wie die Tower Bridge oder die Highlands und auch über die Entstehung der Flagge des Vereinigten Königreichs. Der sogenannte „Union Jack“ ergibt sich aus einer Art Zusammenführung der verschiedenen Flaggen von England, Schottland und Nordirland. (Wales war bereits vor der Gründung des Vereinigten Königreichs England angeschlossen worden und findet sich deshalb nicht in der Flagge.)

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Selbstverständlich haben wir auch über die Queen und die gesamte Royal Family gesprochen. Denn was wäre England ohne den Buckingham Palace und die Geschichten um das Königshaus. Hochzeiten (und teilweise auch Geburtstage) werden groß gefeiert und die Zeremonien werden sogar im Fernsehen übertragen.

Aber das Vereinigte Königreich hat noch viel mehr spannende Persönlichkeiten zu bieten als „nur“ die Queen und ihre Familie. Schließlich gibt es einige weltberühmte Personen, die aus diesem Inselstaat kommen: William Shakespeare, Elton John, Robbie Williams, Harry Potter, Robin Hood, Die Beatles, David Beckham oder die Band Queen.

Und was ist noch alles typisch englisch? Klar: rote Telefonzellen, rote Busse, schwarze Taxen, urige Pubs und der Linksverkehr! Die kulinarischen Köstlichkeiten wurden natürlich auch nicht außer Acht gelassen: Fish and Chips, Tee, Frühstücksgewohnheiten und die Erfindung des Sandwiches. Ein gewisser John Montagu, der 4. Earl of Sandwich, soll so gerne Kartenspiele gespielt haben und wollte keine allzu großen Pausen einlegen, sodass ihm die einfache Speise, die man mit einer Hand halten kann, in den Sinn kam.

Nach so viel Klatsch und Tratsch über das Vereinigte Königreich haben wir auch endlich die Proms-Konzerte unter die Lupe genommen. Die „Proms“ (promenade series) sind eine alljährliche Konzertreihe, die erstmals im Jahre 1895 stattfand. Die Idee war es, Menschen für diese Konzerte zu begeistern, die sich sonst nicht unbedingt für klassische Musik interessierten. Die Atmosphäre ist zwanglos, die Kartenpreise sind erschwinglich bis günstig und es gibt keine Kleiderordnung. Im Sommer finden innerhalb dieser Reihe um die 70 Konzerte statt. Das Highlight – die „Last Night of the Proms“ – ist weit über die Grenzen Englands hinaus bekannt. Ist die erste Hälfte noch ein „klassisches“ Konzert, wird es im zweiten Teil bunt und verrückt. Die Besucher des Konzerts singen mit, wippen im Stehen und schwenken Fahnen. Weil es viel mehr begeisterte Besucher als Plätze in der Royal Albert Hall gibt, wird das Konzert auch im Hyde Park auf Leinwänden übertragen. Diesen Übertragungen folgen mehrere Zehntausende Menschen.

Das Ganze macht so viel Spaß, dass wir dieses Format der „Last Night of the Proms“ ins Aalto-Theater geholt haben. Auch hier wird sich verkleidet, mitgesungen und mitgewippt:

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Wer sich mit bewegten Bildern auf die diesjährige „Last Night of the Proms“ in London am 14. September vorbereiten möchte, kann sich mal durch folgende Youtube-Links klicken:
https://www.youtube.com/watch?v=vpEWpK_Dl7M (Land of Hope and Glory)
https://www.youtube.com/watch?v=041nXAAn714 (Jerusalem; God Save the Queen)
https://www.youtube.com/watch?v=rB5Nbp_gmgQ (Rule Britannia)
https://www.youtube.com/watch?v=RpYQPTEmmVw („Mary Poppins“-Medley)

Bach – Der Himmel lacht, die Erde jubiliert!

Fräulein Vorlaut und Professor Gisbert Träge haben sich mal wieder auf eine musikalische Entdeckungsreise begeben – zusammen mit den Essener Philharmonikern. Im Mittelpunkt des Konzerts stand der Komponist Johann Sebastian Bach. Was für eine Persönlichkeit!
Wir haben einige Musikstücke von Bach gehört und einiges über sein Leben erfahren. Um die ganzen Informationen zu veranschaulichen, gab es ein Memory-Spiel zu bestimmten Zahlen, anhand derer man sich einige Infos über Bach gut merken kann.
Kurzum: Wir haben die folgenden bezeichnenden Zahlen aus Bachs Leben im Kopf behalten:

2: Johann Sebastian Bach war zwei Mal verheiratet.
4: Er hat 4 Wochen im Gefängnis verbracht.
9: Mit 9 Jahren wurde er zum Vollwaisen.
14: Hier haben wir es mit einem Zahlenrätsel zu tun: die einzelnen Buchstaben seines Namens werden zusammengezählt. Die Zahlen ergeben sich daraus, an welcher Stelle der jeweilige Buchstabe im Alphabet steht: B=2, A=1, C=3, H=8. Und das ergibt insgesamt 14.
20: Er hatte 20 Kinder
41: Diese Zahl ergibt sich aus den Initialen seines Vornamens und seines Nachnamens: J (zählt als i) =9, S=18, BACH=14. Und das ergibt insgesamt 41.
65: Er ist 65 Jahre alt geworden.
150: Es gibt weltweit circa 150 Briefmarken, die etwas mit unserem Komponisten zu tu haben.
450: Bach arbeitete in Arnstadt und wollte den Organisten Dietrich Buxtehude in Lübeck hören – also machte er sich auf den Weg und bewältigte ungefähr 450 km zu Fuß.
111: So viele Werke sind von Bach überliefert.
1685: In diesem Jahr wurde er geboren.
1750: Und in diesem Jahr ist er gestorben.

Nächste Woche gibt es noch zwei Mal die Gelegenheit, zusammen mit Fräulein Vorlaut und Professor Gisbert Träge, der Musik von Johann Sebastian Bach zu lauschen, hautnah an den Musikern zu sein und spannende Hintergrund-Informationen zu sammeln: am 5. Juni um 10 Uhr und am 9. Juni um 11 Uhr, bei uns im Aalto-Foyer.

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