„Stille Nacht“ … von wegen!

Jedes Jahr aufs Neue glaubt man an eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit und dann ist es soweit: Der 1. Advent steht vor der Tür, die Feiertage rücken immer näher und man weiß nicht mehr so richtig, wo einem der Kopf steht. Bei uns ist das ganz genauso, denn wir können nicht genug von Weihnachtsvorbereitungen bekommen und stürzen uns von einem Abenteuer ins nächste.

Beispielsweise haben wir seit eineinhalb Wochen einen Wunschbaum im Foyer des Aalto-Theaters stehen. In Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk Essen hängen an diesem Baum Wünsche von Kindern, dessen Familien in Essen Zuflucht gefunden haben. Jeder Besucher kann sich einen Wunsch (oder auch mehrere) mitnehmen, diesen erfüllen und verpackt an uns zurückbringen. In den Tagen vor Heiligabend holt die Diakonie die Geschenke ab und übergibt diese rechtzeitig zu Weihnachten. Nicht nur, dass das Projekt an sich eine tolle Sache ist, war es eine große Freude den riesigen Baum zu schmücken und die liebevoll eingepackten Geschenke wieder zu empfangen. Wer kommt schließlich nicht beim Schmücken eines Baums in Weihnachtsstimmung? 🙂

Tja, und was benötigt man noch, um sich auf Weihnachten vorzubereiten? Na klar, einen Adventskalender! Da sich Schokolade aber nur schwer digital an jeden verschicken lässt, haben wir uns für Videos entschieden. Wir trommeln dafür unsere lieben Kollegen aus allen möglichen Abteilungen des Theaters zusammen und erstellen einen eigenen Adventskalender mit weihnachtlichen Kurzvideos. Die Vorbereitung nimmt zwar deutlich mehr Zeit in Anspruch als wir dachten, macht aber dafür auch viel mehr Spaß als wir dachten. Nun geistern wir durchs Haus und filmen die verrücktesten Videos. Hier könnt ihr übrigens unseren digitalen Adventskalender anschauen und die Türchen öffnen:

Aalto-Adventskalender

Neben diesen weihnachtlichen und spaßmachenden Specials steht natürlich auch unsere alltägliche Arbeit auf dem Programm, die wir auch mit weihnachtlichen Themen füllen konnten.

So waren wir vergangenen Freitag auf Zollverein und hatten dort eine Doppelvorstellung von „Morgen Kinder wird’s was geben“. Ein Weihnachtsprogramm mit Flügel, Geige und natürlich Hexe Kleinlaut, die eine musikalische Schneeballschlacht veranstaltet hat.

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Ihr könnt sehen: Auch dort haben wir wieder geschmückt und gebastelt, was das Zeug hält.

Wir sind auf jeden Fall in bester Stimmung und Weihnachten kann kommen. Bäume schmücken, Geschenke verpacken und Weihnachtslieder singen haben wir jedenfalls drauf 😉

Vom Schneemann, der die Sonne liebte

Für drei Tage konnte ich im Rahmen des alljährlichen Ferienabenteuer spannende Einblicke in die Tätigkeiten der Theaterpädagoginnen im Aalto-Theater erhalten. Jeder Tag war anders als der vorherige Tag und ich hatte die Gelegenheit eine Menge über diesen vielseitigen Beruf zu erfahren.

An drei Tagen in den Herbstferien haben 30 Kinder im Grundschulalter zusammen ein Theaterstück erstellt, dass am Mittwoch den Eltern unter dem Titel „Vom Schneemann, der die Sonne liebte“ präsentiert wurde.

Ein Schneemann, der am Nordpol lebt, reist nach Russland, Spanien und Italien, wobei er bei zunehmender Hitze immer mehr an Gewicht verliert. Und was macht man im heißen Italien am Strand, um einen Schneemann zu retten? Klar, man besorgt Eiskugeln und lässt ihn wieder dicker werden! So ist der Schneemann – zurück am Nordpol – eine kunterbunte Rarität und kann sogar seinen ersten Geburtstag feiern. Und welcher Schneemann kann das schon von sich behaupten 😉

Gesang, Tanz und Schauspielerei gehörten genauso dazu, wie die Gestaltung eines Bühnenbildes. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Mit Farben, Stoffen und viel Glitzer wurden passend zu den Ländern, die unser Schneemann besuchte, Bilder gestaltet. Die Tanzgruppen stellten ihr Können unter anderem zu klassischer Musik und „typischer“ italienischer Musik (Tarantella) unter Beweis und alle gemeinsam haben einen Schneemann-Rap einstudiert und vorgesungen.

Es war toll mitzuerleben, dass alle Kinder so interessiert und motiviert waren. Jeder einzelne Teilnehmer hat begeistert mitgemacht und sich in die gemeinsamen Aufgaben, wie das Basteln eines Bühnenbildes oder das Gestalten von Tänzen, eingebracht.

Zu Beginn war es zwar noch allen ein Rätsel, wie selbstgebastelte Schneebälle an dem Styropor-Schneemann halten sollten. Und es war auch nicht immer einfach durch den Bastelraum zu laufen, ohne Wasser zu verschütten oder überall Glitzer zu verteilen. Doch mit Hilfe der „Großen“ wurde jedes Problem gelöst und der Schneemann wurde mit bunten Schneebällen bestückt und die Vorstellung konnte beginnen.

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Es war beeindruckend für mich zu sehen, dass in dieser kurzen Zeit von nur drei Tagen ein unterhaltsames Theaterstück entstehen konnte und ich hörte, wie schon jetzt viele Kinder ihre Vorfreude auf das Ferienabenteuer im nächsten Jahr verkündeten.

 

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Autor
Lioba hat ein einwöchiges Praktikum in der Theaterpädagogik des Aalto-Theaters absolviert und das Ferienabenteuer tatkräftig unterstützt.