Mein „Yesterdate“-Vorstellungsbesuch

Am Freitag, den 14. Januar 2022, war ich zum ersten Mal in einer Aufführung von „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“ und ich muss sagen ich war sehr begeistert.

Zu Beginn der Vorstellung war ich sehr aufgeregt, weil ich im Büro der Theaterpädagogik schon einiges an tollen Dingen mitbekommen hatte. Ich habe mich ziemlich auf die „Partystimmung“ gefreut [Anm. d. Red.: wie die WAZ am 10. Februar 2020 versprochen hat] und auf die Lieder, wie zum Beispiel: „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, gesungen von Marie-Helen Joël oder „Schuld war nur der Bossa Nova“, gesungen von Christina Clark.

Beide verzauberten nicht nur mich mit ihren wunderschönen Stimmen, sondern das gesamte Publikum, welches völlig begeistert war.

Aber nicht nur Marie Helen Joël als „Bärbel“ und Christina Clark als „Penny“ rissen uns mit ihren tollen Stimmen und ihren Performances mit, sondern auch Brigitte Oelke als „Gunda“, Thomas Hohler als „Alexander“, Ruud van Overdijk als „Lutz“, Alexander Franzen als „Rolf“ und Henrik Wager als „Kenneth“. Zusammen gaben sie ein sehr tolles Team ab, das gemeinsam die Bühne gerockt hat! – Und uns alle zurück in die 60er Jahre geschickt hat.

Das Publikum hatte sehr viel Spaß, genauso wie ich. Meine Augen haben gestrahlt, weil ich so beeindruckt davon war, dass alle – egal ob Groß oder Klein, Jung oder Alt – Spaß hatten. Es sind wirklich alle aufgestanden und haben mitgeklatscht und mitgetanzt.

Davon mal abgesehen, dass sich die Künstler*innen so den Hintern abrackern und so viel Arbeit in Yesterdate“ reinstecken (oder generell auch in andere Stücke), schaffen sie es außerdem, uns in diesen schwierigen Zeiten zum Lachen zu bringen.

Es war ein sehr schöner Abend!

Wenn mich jemand fragen würde, was das Schönste war, dass ich am Anfang des Jahres erlebt habe, dann würde ich vermutlich antworten: „Mein Praktikum und als ich im Aalto-Theater in der Show ‚Yesterdate‘ war“.

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Autor:

Ciara hat ein dreiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater. Außerdem ist sie Teilnehmerin des Szenen-Workshops im Rahmen des Schulprojekts AkzepTANZ.

Wiederaufnahme: „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“

Fast ein Jahr und zehn Monate nach der Premiere von „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“ konnten endlich die dritte und vierte Vorstellung der mitreißenden Musical-Revue stattfinden. Und es war eine phänomenale Wiederaufnahme! Mitklatschen bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“, Mitsingen bei „I’m a Believer“, Standing Ovations beim Hippie- und Rock’n’Roll-Medley sowie kullernde Tränen bei „Father and Son“ – was für ein Erlebnis!

Im Januar, März, April und Mai gibt es noch weitere Vorstellungen. Also: Unbedingt vorbeikommen und mit der Band und den Sänger*innen die Swinging Sixties zum Leben erwecken!

Was zeichnet das Aalto-Musiktheater aus?

Immer wieder lassen sich die Zuschauer von aufgeführten Stücken mitreißen und begeistern. Doch die Harmonie einer Aufführung funktioniert nur durch das offene und soziale Miteinander der Kollegen.Ich durfte einen Einblick hinter die Kulissen erhalten und die Menschen näher kennenlernen. Angefangen bei den Pförtnern, die jeden Tag ein motivierendes „Guten Morgen“ und ein freundliches Lächeln für mich hatten.

Das Verirren im Gebäude hat für mich zur Normalität gehört, aber tatsächlich finde ich den Weg zur großen Probebühne mittlerweile. (Anm. d Red.: Lya hat sich in Wahrheit von Anfang an in unserem Haus so schnell, wie kaum jemand zuvor, zurechtgefunden :-))
Dort durfte ich dann die Proben des neuen Bühnenstücks „Yesterdate“ begleiten.
Geduld war eine der wichtigsten Stärken der Mitwirkenden, vor allem bei dem Ausarbeiten von einzelnen Szenen. Gearbeitet wurde hierbei mit Präzision und Ehrgeiz, selbstständiges Einbringen und Zielstrebigkeit führten zu produktiven Ergebnissen. Mit Humor und Lockerheit machte allein das Zusehen großen Spaß.

Es gab keinerlei Befehle oder Anweisungen, jeder hatte ein Recht auf Mitsprache und Verbesserungsvorschläge. Diskussionen ließen sich natürlich nicht vermeiden, wenn die Meinungen mal auseinandergingen, aber letztendlich nannte sich die Gruppe demokratisch. (Anm. d. Red.: das letzte Wort hat trotzdem immer die Regie ;-))
Die Kollegen haben es kontinuierlich geschafft eine warme Atmosphäre zu erzeugen, in der man sich automatisch wohlfühlt, es lässt sich erkennen, wie viel Zeit und Liebe in die Arbeit gesteckt wird.

Ein rücksichtsvoller Umgang miteinander und Vertrautheit, die teilweise auf langer Zusammenarbeit basiert, sind wichtige Punkte, die in jedem Fall an den Tag gelegt werden.
Theater ist ein Gerüst aus vielen Bereichen, alles hängt zusammen und baut aufeinander auf. Theater heißt Familie, man wird von allen Seiten unterstützt, lernt neue Menschen kennen und wächst zusammen.
Große Anstrengung und, dass kein Aufwand gescheut wird, führt zu großartigen Ergebnissen und machen das Aalto-Musiktheater zu dem, was es heute ist … ein kreativer Ort an dem in der Menge jeder einzelne unverzichtbar ist und wertgeschätzt wird.

(Anm. d. Red.: Wir sind völlig gerührt, wie unsere Probenarbeit auf einen zweiwöchigen Gast wirkt. Wenn man jeden Tag zusammen arbeitet, sind einem die beschriebenen Dinge gar nicht immer bewusst – umso schöner, dass Lya einen so herzlichen Eindruck von unserer Probenarbeit bekommen hat.)

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Autor

Lya absolviert ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.