Mein „Yesterdate“-Vorstellungsbesuch

Am Freitag, den 14. Januar 2022, war ich zum ersten Mal in einer Aufführung von „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“ und ich muss sagen ich war sehr begeistert.

Zu Beginn der Vorstellung war ich sehr aufgeregt, weil ich im Büro der Theaterpädagogik schon einiges an tollen Dingen mitbekommen hatte. Ich habe mich ziemlich auf die „Partystimmung“ gefreut [Anm. d. Red.: wie die WAZ am 10. Februar 2020 versprochen hat] und auf die Lieder, wie zum Beispiel: „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, gesungen von Marie-Helen Joël oder „Schuld war nur der Bossa Nova“, gesungen von Christina Clark.

Beide verzauberten nicht nur mich mit ihren wunderschönen Stimmen, sondern das gesamte Publikum, welches völlig begeistert war.

Aber nicht nur Marie Helen Joël als „Bärbel“ und Christina Clark als „Penny“ rissen uns mit ihren tollen Stimmen und ihren Performances mit, sondern auch Brigitte Oelke als „Gunda“, Thomas Hohler als „Alexander“, Ruud van Overdijk als „Lutz“, Alexander Franzen als „Rolf“ und Henrik Wager als „Kenneth“. Zusammen gaben sie ein sehr tolles Team ab, das gemeinsam die Bühne gerockt hat! – Und uns alle zurück in die 60er Jahre geschickt hat.

Das Publikum hatte sehr viel Spaß, genauso wie ich. Meine Augen haben gestrahlt, weil ich so beeindruckt davon war, dass alle – egal ob Groß oder Klein, Jung oder Alt – Spaß hatten. Es sind wirklich alle aufgestanden und haben mitgeklatscht und mitgetanzt.

Davon mal abgesehen, dass sich die Künstler*innen so den Hintern abrackern und so viel Arbeit in Yesterdate“ reinstecken (oder generell auch in andere Stücke), schaffen sie es außerdem, uns in diesen schwierigen Zeiten zum Lachen zu bringen.

Es war ein sehr schöner Abend!

Wenn mich jemand fragen würde, was das Schönste war, dass ich am Anfang des Jahres erlebt habe, dann würde ich vermutlich antworten: „Mein Praktikum und als ich im Aalto-Theater in der Show ‚Yesterdate‘ war“.

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Autor:

Ciara hat ein dreiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater. Außerdem ist sie Teilnehmerin des Szenen-Workshops im Rahmen des Schulprojekts AkzepTANZ.

Interview mit der Sängerin Christina Clark

Christina Clark ist Opernsängerin am Aalto-Theater. Sie singt nicht nur in Opern, sondern singt und spielt (unter anderem) auch bei „Hexe Kleinlaut“-Produktionen, der „Teatime“ oder der Musical-Revue „Yesterdate“ mit.

Wie und warum sind Sie an die Oper gekommen?

Ich habe in Amerika Gesang studiert und wollte Opernsängerin werden. Und dann bin ich guten Weges nach Deutschland gekommen und habe dann hier vorgesungen, weil hier eine Stelle frei war. Die Frau, die hier gearbeitet hat war schwanger, daher war ich am Anfang eine Schwangerschaftsvertretung. Und dann bin ich hier geblieben.

Wann haben Sie angefangen im Aalto-Theater zu arbeiten?

Vor über 20 Jahren habe ich hier angefangen.

Wollten Sie schon immer Sängerin werden oder wollten Sie auch mal was anderes werden?

Als ich klein war wollte ich, dass mich meine Eltern nach Hollywood fahren und wollte ein Movie Star werden. Tja, das haben sie nicht gemacht. Ich war sehr enttäuscht (Hahahahaha). Singen wollte ich aber schon lange! Dass ich Opern singen wollte – dieser Wunsch kam erst durch meine erste richtige Gesangslehrerin auf. Da war ich dann schon 16 oder 17 Jahre alt.

Was hat Sie dazu gebracht bzw. inspiriert Opernsängerin zu werden?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das meine erste Gesangslehrerin war, die mich in diese Richtung gelenkt hat, weil sie selbst Opernsängerin war. Wenn ich jemand anderes gehabt hätte, dann wäre ich womöglich in eine andere Richtung gegangen. Vor meinem 18. Lebensjahr hatte ich tatsächlich noch keine Oper gesehen. 

Gibt es Bereiche in denen Ihr Beruf Sie einschränkt?

Ja, denn meine Arbeitszeiten sind ziemlich speziell. Wir arbeiten immer vormittags von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr und dann abends von 18:00 Uhr bis maximal 22:00 Uhr und das ist nicht besonders familienfreundlich.

Was waren bis jetzt Ihre Lieblingspartien, die Sie auf der Bühne gesungen haben?

Das ist eine sehr schwierige Frage… Ich weiß nicht, ob ich es nur auf eine Rolle reduzieren könnte. Ich habe meistens das Glück, dass das, was ich in dem Moment mache, zeitgleich in dem Moment auch meistens mein Lieblingsstück ist. Aber auf eine Rolle, auf die ich sehr gerne zurückblicke, ist die Partie der Susanna aus „Le Nozze di Figaro“ (Die Hochzeit des Figaro). Das ist eine unglaublich tolle Rolle für mein Stimmfach, weil die Figur eine Wandlung durchmacht. Sie ist sehr vielseitig: Sie ist echt, klug, lustig. Sowas mag ich total gerne.

Fällt es Ihnen schwer, Opern auf anderen Sprachen zu singen?

Die meisten Opern sind in italienischer, englischer, deutscher oder französischer Sprache. Wenn es aber eine Sprache ist, zu der ich keinen Bezug habe, dann fällt mir das schon ein bisschen schwer. Wenn wir zum Beispiel ein Stück auf in tschechischer Sprache machen – was auch schon öfters vorgekommen ist – fällt mir das schon schwer, weil ich zu dieser Sprache keinen Bezug habe.

Sie haben ja schon oft auf Bühnen gestanden. Sind Sie vor Vorstellungen trotzdem noch nervös?

Ich bin tatsächlich viel weniger nervös als am Anfang, aber es gibt Rollen, vor denen ich nervös bin oder großen Respekt habe. Und meistens habe ich so eine positive Aufregung, die immer da ist – Die braucht man ja auch.

Was macht Ihnen in Ihrem Job am meisten Spaß?

Ich liebe Musik und ich liebe auf jeden Fall diese Kombi aus Musik und Spiel. Und auch dieses ganze Drumherum: Kostüm, Maske, Licht… Ich finde das alles total spannend. Das wird auch nach all den Jahren nicht langweilig.

Welche Musik hören Sie in Ihrer Freizeit?

Ab und zu höre ich klassische Musik – inklusive Opern – aber nicht so oft. Ansonsten höre ich wahnsinnig gerne Jazz oder R&B.

Und was würden Sie den Leser*innen gegen Lampenfieber empfehlen?

Das beste Mittel ist gute Vorbereitung. Das ist das A und O. Wenn du gut vorbereitet bist, dann kannst du trotzdem Lampenfieber haben, es sollte aber nichts schief gehen.

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Autor:

Ciara hat ein dreiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater. Außerdem ist sie Teilnehmerin des Szenen-Workshops im Rahmen des Schulprojekts AkzepTANZ.

Interview mit der Kostümassistentin Amelie Albrecht

Amelie Albrecht ist seit circa sechs Jahren als Kostümassistentin am Aalto-Theater tätig. Zu ihren bisher betreuten Produktionen gehören unter anderem „Norma“, „Lohengrin“ und „Il Trittico“. Ihr Büro befindet sich auf der fünften Etage des Aalto-Theaters in der Kostümabteilung.

Was sind deine Aufgaben als Kostümassistentin am Aalto-Theater?

Ich sag immer so „Ich bin das kreative Mädchen für alles“. Als Kostümassistentin übernehme ich (im Wechsel mit meiner Kollegin) eine Opern- oder Ballettproduktion mit einer Produktionsleitung aus unserer Abteilung. Die Produktionsleitung bestellt dann zum Beispiel Stoffe oder spricht Termine mit den jeweiligen Kostümbildnern ab. Wir Kostümassistentinnen gucken dann schonmal, ob zum Beispiel Stoffe eingefärbt werden müssen, was bearbeitet oder eingekauft werden muss. Hauptsächlich sind meine Aufgaben im kreativen Bereich. Ich arbeite aber natürlich auch manchmal am Computer. Wir bereiten sozusagen das ganze Stück vor und geben es dann in der Hauptprobenwoche an die Ankleider*innen ab und erklären denen, wer was und wann anzieht usw.

Ist das ein Beruf, den du dir als junges Mädchen für dich schon vorgestellt hast?

Ne, eigentlich nicht. Ich wusste gar nicht, dass es den Beruf gibt. Ich wollte immer schon was Kreatives machen aber ich wusste nicht, dass es solche Jobs im Theater gibt. Ich habe erstmal mein Abitur gemacht und bin dann zur privaten Modeschule nach Düsseldorf gegangen. Dort habe ich drei Jahre lang eine Ausbildung zur Modedesignerin gemacht. Dann habe ich allerdings irgendwann gemerkt, dass der kreative Prozess, den ich in der Modeschule gelernt habe, bei den meisten Klamottenlabels nur am Computer stattfindet. Eine Freundin hat mir vorgeschlagen, dass ein Job in einer Kostümabteilung am Theater eine Überlegung wert sei und dann hab ich mir gedacht, dass das eigentlich eine gute Idee wäre… In einem Onlineportal habe ich eine Ausschreibung für ein Jahrespraktikum am Aalto-Theater gefunden und habe mich darauf beworben – und wurde genommen. Das hat mir dann hier richtig Spaß gemacht, weil man auch viel mit anderen Bereichen aus dem Theater zusammen- und intensiv kreativ arbeitet. Nach dem Praktikum hab ich erstmal viele unterschiedliche Jobs gemacht und konnte mir auch viele Bereiche angucken. Allerdings habe mich immer so von Monat zu Monat gehangelt – und dann hat mich irgendwann die damalige stellvertretende Kostümdirektorin angerufen und mich gefragt, ob ich hier als Schwangerschaftsvertretung einsteigen würde. Das hab ich gemacht und im Anschluss eine feste Stelle bekommen. Ich bin auf jeden Fall ziemlich happy, dass ich das gemacht habe und hier an dem Haus bleiben konnte und so nette Kollegen habe!

Du hast ja schon bei einigen Stücken als Kostümassistentin mitgearbeitet. Wie lange braucht man ungefähr, damit die Kostüme für eine Produktion fertig sind?

Wir rechnen immer mit ungefähr einem Jahr . Wir fangen ein Jahr vor einer Premiere schon mit den Planungen an und stellen Kontakt zu den Kostümbildner*innen her. Anfangs gibt es dann eine Kostümabgabe, bei der die Kostümbildner*innen erklären, was für Kostüme die jeweiligen Figuren tragen sollen. So können schonmal Stoffe oder andere Dinge, die man benötigt, bestellt werden. Daraufhin werden die Kostümteile, die fertig besprochen sind, in der Schneiderei angefertigt, oder es werden noch Teile aus dem Fundus rausgesucht, die man für die Produktion gebrauchen kann. Wenn ein Kostüm „fertig“ ist, gibt es dann so drei bis vier Anproben für die jeweiligen Künstler*innen – bis das Kostüm perfekt sitzt. Die Proben starten für gewöhnlich sechs Wochen vor der Premiere. Bis zur KHP (Klavierhauptprobe) sollten alle Kostüme fertig sein. Diese findet meist eine knappe Woche vor der Premiere statt.

Und wo werden all die Kostüme gelagert?

Es gibt Fundus im Aalto- und Grillo-Theater, in denen die Kostüme hängen, die zur „freien“ Verfügung stehen. Kostümteile, die in festen Stücken sind, sind auf fertig gepackten Ständern gelagert und stehen im Abendfundus oder in Rollschränken, die auf mehreren Etagen zu finden sind. Wenn ein Stück zum Beispiel für eine längere Zeit nicht gespielt wird aber noch nicht abgespielt ist, dann sind die Kostüme für dieses Stück bei uns im Keller eingelagert. Dafür stehen vier weitere Räume zur Verfügung.

Welche unterschiedlichen Berufe gibt es in der Kostümabteilung?

Es gibt zwei Kostümassistentinnen, dann gibt es die Produktionsleitungen und die Direktion der Kostümabteilung. Für eine Produktion gibt es immer ein Team aus einem*r Produktionsleiter*in und einer Kostümassistentin, die den Kostümbereich für das Stück leiten und betreuen. Es gibt natürlich die Ankleider*innen, die abends die Vorstellungen betreuen und den Darsteller*innen mit den Kostümen helfen und Kostüme wieder aufarbeiten (waschen, bügeln etc.). Außerdem gibt es noch die Schneider*innen in der Damen- und der Herrenschneiderei, die Gewandmeister*innen, die noch eine spezialisierte Weiterbildung haben, und es gibt noch einen Schuhmacher.

Was passiert mit den Kostümen, die nicht mehr benötigt werden?

Wenn ein Stück abgespielt ist, bekommen wir eine Nachricht vom Intendanten und dann kommen die Kostüme einfach in den Fundus, wo sie für andere Stücke wiederverwertet werden. Wenn der Fundus aus allen Nähten platzt, wird auch schonmal aussortiert.

Muss wirklich jedes Kostüm an jede*n Sänger*in oder Tänzer*in angepasst werden oder werden manche auch einheitlich produziert? 

Jeder, der auf der Bühne steht, kommt zu Anprobe. Manchmal sogar Tiere! Jede*r bekommt ein persönlich auf sie*ihn angepasstes Kostüm. Die Solist*innen und der Chor kommen zu uns, manchmal auch der Extrachor, die Statist*innen, der Kinderchor und mitunter gibt es auch noch externe Musiker*innen, Solist*innen oder Schauspieler*innen. Wir probieren tatsächlich jeden an. Wenn beispielsweise 300 Leute auf der Bühne stehen haben wir circa 300 bis 500 Anproben. Meistens fangen wir dann mit den Chorsänger*innen an, weil es sehr viele sind. Und dann kommen die Solist*innen, weil man bei denen oft auf noch mehr Details achten muss.

Als letzte Frage kommt jetzt noch eine Schätzfrage. Wie viel Kostüme habt ihr ungefähr?

Das ist eine gute Frage – Kann ich gar nicht sagen… Aber es sind auf jeden Fall unglaublich viele, bestimmt über 10.000!

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Autor:

Adreana hat ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Theaterpädagogik absolviert und berichtet von ihren Erlebnissen am Aalto-Theater.

AaltoMobil „Kriminaltango mit Carmen“

Das erste Jahr liegt schon längst hinter uns! Zwar lief alles anders als zunächst geplant, aber mit Unterstützung der Förderung „Neue Wege“ sind drei unterhaltsame Produktionen auf den Weg gebracht: Im Dezember 2020 wurde zur Klärung der Frage „Mord oder Notwehr“ der berühmte Hexen-Fall mit den Tatverdächtigen Hänsel und Gretel neu aufgenommen.

Hier findet ihr das Hörspiel:

Im März 2021 ließ der (vermeintliche) Raub der Königin der Nacht Chefinspektor Magnus B. Harrlich und Inspektor Doktor Dan Wassden keine Ruhe, sodass Papagena und Papageno einiges richtig zu stellen hatten.

Hier könnt ihr die Streaming-Aufnahme sehen:

Und dass „Der Ring“ ein Fall für eine Stunde ist, konnte in einer ersten Vorstellungsreihe Ende Mai 2021 bestätigt werden. Sei es als Hörspiel, Live-Stream oder -Darbietung – jedes Format fand und findet sein Publikum.

Die Idee der Theater und Philharmonie Essen (TUP) ist es, mit dem Projekt „AaltoMobil“ Musik-Produktionen für Seniorenheime, Hospize, Krankenhäuser, Justizvollzugsanstalten und Schulen anzubieten. Künstler*innen verlassen mit mobilen Auftritten und Workshops das Theater und sprechen vorrangig ein Publikum an, das aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage ist, eigenständig in das Theater oder den Konzertsaal zu kommen. Mit „AaltoMobil“ kommt die TUP einmal mehr der politischen Forderung nach kultureller Teilhabe für Alle nach.

Im November 2021 stand ein „Kriminaltango mit Carmen“ nach der Oper „Carmen“ von Georges Bizet (Premiere 22. November 2021) auf dem Programm. Es folgt noch eine 60er-Jahre Show unter dem Titel „Musik der 60er! Genau mein Fall!“ (Premiere 15. März 2022), und wir begeben uns auf die Suche nach „Mozarts phonetischem Fingerabdruck“ (Premiere 10. Juni 2022).

Hier könnt ihr noch ein paar Fotos sowie das „Making of“ von unserem einstündigen Opernkrimi „Kriminaltango mit Carmen“ sehen:

„Happy New Year“ und das Schulprojekt „AkzepTANZ“

Wir wünschen euch einen frohen und gesunden Start ins neue Jahr!

Und zu Beginn des noch jungen Jahres 2022 möchten wir direkt mal von unserem Schulprojekt „AkzepTANZ“ berichten, dass sich seit Beginn des Schuljahres in der 2. Runde befindet: Partnerschule ist erneut die Essener Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Deren Schüler*innen haben bereits in den vergangenen zwei Jahren erfahren, wie aufregend Musiktheater, Ballett und klassisches Konzert sein können. Das Projekt, das 2019 vom Aalto-Theater und der Stiftung Zollverein ins Leben gerufen wurde, nimmt nun zum zweiten Mal Kinder und Jugendliche mit in die Welt von Tanz, Konzert und Oper. Es warten Proben-, Konzert- und Vorstellungsbesuche, Backstage-Formate und Gespräche mit Theaterleuten auf die Teilnehmer*innen, und sie werden wertvolle Einblicke in die Abläufe des Tanz-, Musiktheater- und Konzertbetriebes erhalten. Zudem werden sie die Möglichkeit haben, das Welterbe Zollverein besser kennenzulernen.

Geht es anfangs noch um einführende Veranstaltungen, setzen sich die Kinder und Jugendlichen bereits ab Herbst 2021 in Tanz-, Szenen- und Kunst-Workshops mit einem musikalischen Schwerpunkt-Thema auseinander, wodurch die Akzeptanz klassischer Musik im Alltag gefördert wird. Diesmal richtet sich der Blick auf den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und seine Musik. Die beiden Schulklassen, die an den wöchentlich stattfindenden Workshops teilnehmen, werden eine Art Kurzfilm produzieren.

Gefördert wird das Projekt von der RAG-Stiftung und der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Zollverein (GFF)

Wiederaufnahme: „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“

Fast ein Jahr und zehn Monate nach der Premiere von „Yesterdate – Ein Rendezvous mit den 60ern“ konnten endlich die dritte und vierte Vorstellung der mitreißenden Musical-Revue stattfinden. Und es war eine phänomenale Wiederaufnahme! Mitklatschen bei „Marmor, Stein und Eisen bricht“, Mitsingen bei „I’m a Believer“, Standing Ovations beim Hippie- und Rock’n’Roll-Medley sowie kullernde Tränen bei „Father and Son“ – was für ein Erlebnis!

Im Januar, März, April und Mai gibt es noch weitere Vorstellungen. Also: Unbedingt vorbeikommen und mit der Band und den Sänger*innen die Swinging Sixties zum Leben erwecken!

Kleinlaut, Vorlaut, Jugendtreff

Dornröschen, Herbststimmung, Ritter, Mozart und die Rüstmeisterei –  das waren die Schlagworte für unsere Kleinlaut- und Vorlaut-Produktionen sowie unseren Jugendtreff.

Anfang September starteten wir im Foyer direkt mit unserer Oper Kleinlaut-Produktion „Donnerröschen und der Forscherkönig“, um uns Ende des Monats und im Oktober kopfüber ins „bunte Herbstgeraschel“ zu stürzen.

Fräulein Vorlaut hat für ihr Programm „Die Ritter im Gewitter“ Bücher gewälzt und Dokus geschaut, damit sie mit ihren Freund*innen ab 6 Jahren über Rüstungen, das Leben eines Knappen und Tischsitten im Mittelalter plaudern konnte.

Einer unserer Jugendtreffs stand ebenso ganz im Zeichen von Rittern und Rüstungen – und so durften wir unsere Rüstmeisterin Martina Flößer in ihrer Werkstatt besuchen, die uns ihren Beruf vorgestellt und ihre Aufgaben erklärt hat: Kronen, Rüstungen, Waffen, Nussknacker, verschiedene Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsmethoden und vieles mehr.

Im Rahmen unseres Jugendtreffs haben wir außerdem viel Spannendes über Mozart besprochen und konnten sogar kurz einer Bühnenprobe von „La finta giardiniera“ beiwohnen. Wenige Tage später kamen direkt einige Jugendtreff-Teilnehmer*innen wieder ins Theater, um die Generalprobe erleben zu können. Ganz exklusiv saßen wir auf dem 1. Balkon und haben Vor- und Nachgespräche geführt. Ein herzliches Dankeschön nochmal an alle, die dabei waren und so spannende Fragen gestellt und tolle Dinge entdeckt haben! So einen gemeinsamen Probenbesuch müssen wir unbedingt wiederholen!

Fröhliche Weihnachten!

Das gibt’s doch gar nicht! Weihnachten steht schon wieder vor der Tür!

Und wir haben uns bestens auf die Feiertage eingestimmt. Mit Hexe Kleinlaut-Vorstellungen im Foyer und auf dem Welterbe Zollverein, mit Kartenabreißerin Claudia in der Philharmonie und der (endlich wieder stattfindenden) Wunschbaumaktion.

Wir nehmen die ganzen Ohrwürmer von der „Weihnachtsbäckerei“, dem „Tannenbaum“ mit den grünen Blättern und der „Geburtstagsparty im Bäckerladen“ mit nach Hause und werden die nächsten Tage mit Plätzchen und der Familie unterm Weihnachtsbaum verbringen.

Wir wünschen euch allen ein schönes Fest, funkelnde Lichter, strahlende Augen und natürlich Gesundheit!

Bis ganz bald im Aalto-Theater

Marie-Helen und Sandra

Zurück im Theater

Wir sind wieder hier, freuen uns riesig auf die anstehende Spielzeit 2021/2022 und sind voller Tatendrang!

An diesem Wochenende stehen direkt die ersten Vorstellungen im Rahmen von „Oper Kleinlaut“ auf dem Programm. Unser Jugendtreff wird im September endlich wieder live stattfinden, Hexe Kleinlaut und Fräulein Vorlaut können es gar nicht abwarten Quatsch zu machen und das Teewasser aufzusetzen und auch Formate wie unser Schulpatenprojekt „AkzepTANZ“ und neue Produktionen im Rahmen von „AaltoMobil“ werden fortgesetzt.

Hier findet ihr alle Infos – wann, wo, wie und überhaupt: https://www.theater-essen.de/oper/kinder-jugend/

Bis ganz bald im Aalto-Theater, in der Philharmonie, auf Zollverein, in der Schule oder, oder, oder…

Eure Marie-Helen und Sandra

Foto: Lukas Zander

AkzepTANZ „Ludwig van Beethoven – einsam zwischen Chaos und Musik“

Wie aufregend Musiktheater, Ballett und klassisches Konzert sein können, haben die Schülerinnen und Schüler der Essener Gustav-Heinemann-Gesamtschule in den vergangenen zwei Jahren erfahren. Trotz Pandemie konnten das Aalto-Theater und die Stiftung Zollverein mit ihrer Patenschule das gemeinsame Schulprojekt „AkzepTANZ“ verwirklichen.

Seit heute ist auch das Ergebnis der kreativen Zusammenarbeit online verfügbar: Unter dem Titel „Ludwig van Beethoven – einsam zwischen Chaos und Musik“ präsentieren die Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs einen kunstvoll gestalteten Kurzfilm, der sich mit Beethovens Leben, seiner Musik sowie mit seiner Taubheit und der daraus resultierenden Isolation auseinandersetzt. Das zwölfminütige Video (Produktion: VL Videoproduktion) steht ab sofort auf der Homepage und dem YouTube-Kanal des Aalto-Musiktheaters zur Verfügung. Wir sind so begeistert!

Seit Februar 2020 haben sich die Jugendlichen – mit längeren coronabedingten Unterbrechungen – in verschiedenen Workshops zu den Themen Tanz, Szene und Kunst mit dem berühmten Komponisten beschäftigt, professionell angeleitet von Adelina Nigra (Tanz), Marijke Malitius (Regie) und Martina Flößer (Rüstmeisterin) aus dem Aalto-Theater. Eigentlich sollten die Ergebnisse der Workshops bei einer großen Abschlussveranstaltung im Sommer 2020 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein gezeigt werden, alternativ ist es nun zu einem – wie wir finden – großartigen Kurzfilm gekommen. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Quartett Uwaga! gemeinsam mit dem Folkwang Kammerorchester.

Das Projekt „AkzepTANZ“ wurde im September 2019 vom Aalto-Theater und von der Stiftung Zollverein ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie von den Freunden Zollverein und der RAG-Stiftung. Das Angebot ist mit Proben- und Konzertbesuchen, Gesprächen mit Theaterleuten, Backstage-Einblicken und Workshops vielseitig angelegt. Vieles davon konnte trotz Pandemie in die Tat umgesetzt werden. Die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule haben bei Besuchen auf Zollverein, in der Philharmonie Essen und im Aalto-Theater Kindervorstellungen, reguläre Abendvorstellungen, Proben und Sinfoniekonzerte angeschaut sowie an Führungen und Jugendtreffs teilgenommen.

In der kommenden Spielzeit setzen das Aalto-Theater und die Stiftung Zollverein ihre Zusammenarbeit mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule fort – dann wird Mozart genauer unter die Lupe genommen.